Donald Trump mit Vertretern des Militärs im Weißen Haus Washington
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Der Politikberater Roger Stone rät US-Präsident Donald Trump, bei einer Wahlniederlage Gebrauch vom Kriegsrecht zu machen.

US-Wahl 2020

Berater: Donald Trump soll Hillary Clinton bei Wahlniederlage festnehmen lassen

  • Ines Alberti
    vonInes Alberti
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Wer die US-Präsidentschaftswahl im November gewinnen wird, steht in den Sternen. Doch ein Berater gibt Donald Trump Tipps, wie er die Niederlage verhindern kann.

  • Am 3. November findet die US-Präsidentschaftswahl 2020 statt.
  • Falls Herausforderer Joe Biden gewinnt, soll Trump einem Berater zufolge das Kriegsrecht nutzen.
  • Außerdem soll er unter anderem Facebook-Chef Mark Zuckerberg festnehmen.

Washington D.C. - Fände die US-Wahl 2020 bereits jetzt und nicht erst im November statt, würde der Demokrat Joe Biden gewinnen - so prognostizieren es jedenfalls Umfragen. Das Worst-Case-Szenario für den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, der wiedergewählt werden möchte. Für den Fall, dass Trump seinen Platz im Weißen Haus räumen muss, macht ein berüchtigter Politikberater dem Republikaner bereits Vorschläge, wie er seine Macht sichern kann.

US-Wahl 2020: Berater Roger Stone rät Trump zur Festnahme diverser Personen

Wie verschiedene Medien berichten, hat sich Trumps langjähriger Vertrauter Roger Stone in einem Interview mit dem rechten Verschwörungstheoretiker Alex Jones zu dem Szenario geäußert. Stone schlägt in dieselbe Kerbe wie Trump, der der Meinung ist, corona-bedingt vermehrte Briefwahlen verfälschten das Wahlergebnis. Er rät Trump dazu, Gebrauch vom Kriegsrecht zu machen, das den Präsidenten ausnahmsweise bevollmächtigt, Aufstände im Land mit dem Militär zu bekämpfen.

Stone sagte in Alex Jones‘ Show am Donnerstag (10.09.2020) zudem, Trump solle im Fall eines Biden-Siegs diverse prominente Personen festnehmen lassen, darunter die Demokraten Bill und Hillary Clinton, Apple-Chef Tim Cook, Facebook-Chef Mark Zuckerberg und „alle anderen, die nachweislich an illegalen Aktivitäten beteiligt sind“.

Wer ist Roger Stone und was hat er mit Donald Trump zu tun?

Der 68-jährige Politikberater Roger Stone war schon oft für die Republikaner tätig, so auch in Donald Trumps Präsidentschaftskampagne 2016. Im aktuellen Wahlkampf hat Stone, der sich selbst als „schmutzigen Trickser“ bezeichnet, allerdings keine offizielle Position. Dennoch schlägt er sich öffentlich auf Trumps Seite, was auch damit zu tun haben könnte, dass er in dessen Schuld steht: Stone war Anfang des Jahres zu 40 Monaten Haft dafür verurteilt worden, dass er im Zusammenhang mit der Russland-Affäre mehrfach Ermittler angelogen hatte. Er bat Trump, ihn zu begnadigen - denn außerhalb eines Gefängnisses könne er Werbung für die Wiederwahl des Präsidenten machen, wie der „Spiegel“ schreibt. Stones Bitten hatten Erfolg: US-Präsident Donald Trump erließ ihm die Gefängnisstrafe.

Roger Stone empfiehlt: Stimmzettel aus dem US-Bundesstaat Nevada beschlagnahmen

Stone riet im Gespräch mit Verschwörungstheoretiker Jones außerdem, die Stimmzettel aus dem US-Bundesstaat Nevada von Bundesbehörden beschlagnahmen zu lassen. „Sie sind völlig korrupt. Keine Stimmen sollten aus dem Staat Nevada gezählt werden, wenn das nachweislich der Fall ist“, sagte Stone. Stimmabgaben sollten Stone zufolge dort auch mit körperlichem Einsatz blockiert werden, um Wahlbetrug zu verhindern. Dem Portal „Media Matters“ zufolge ist Stone kein Unbekannter, wenn es um das Eingreifen in Wahlen geht. Er sei an der Organisation des „Brooks Brothers Aufruhrs“ beteiligt gewesen, der nach der US-Wahl 2000 dazu führte, dass in einem Bezirk in Florida eine Nachzählung der Stimmen gestoppt wurde. (ial)

Weiterhin sterben viele Menschen in den USA aufgrund des Coronavirus. Donald Trump beweist derweil seine grenzenlose Ignoranz, insbesondere im Umgang mit Risikogruppen.

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