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„Zehntausende Tote“: Putins Handlanger droht den USA

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Von: Helena Gries

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Die nuklearen Drohungen aus dem Umfeld von Wladimir Putin in Richtung Westen werden leiser. Russische Propagandisten entwerfen nun neue Schreckensszenarien.

Moskau –  Bereits im Herbst vergangenen Jahres haben Wladimir Putin und seine Entourage der Ukraine, Europa und den USA mehr oder minder freiheraus mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Im Zuge dessen hatten die USA sogar ihre Geheimdienstüberwachung verstärkt. Doch um das Szenario eines russischen Atomwaffeneinsatzes im Ukraine-Konflikt ist es mit der Zeit still geworden.

Russland
Jewgeni Satanovsky, fotografiert im Jahr 2015. (Archivfoto) © imago stock & people / TASS / Imago Images

Putins Umfeld scheint erkannt zu haben, dass die nuklearen Drohungen allmählich hohl klingen. Spätestens nach dem Auftritt des Militärexperten Jewgeni Buschinski im russischen Staats-TV, der erklärte, dass ein Atomschlag massive Folgen für Russland selbst und die ganze Welt hätte. Aus Angst davor, vom Westen nicht mehr ernst genommen zu werden, warnen Putins Propagandisten statt eines nuklearen Angriffes nun mit einem Schlag gegen die US-Armee.

Ukraine-Konflikt: USA sehen Russland nicht mehr als die Bedrohung, die es einmal war

In einem Gespräch im russischen Staatsfernsehen im vergangenen Dezember mit Professor Dmitry Evstafiev hatte sich Jewgeni Satanovsky, der Präsident des Instituts für den Nahen Osten, bereits darüber beschwert, dass die USA Russland nicht mehr als die Bedrohung betrachten, die es einmal war. In einer weiteren Folge des russischen TV-Talks mit Moderator Wladimir Solowjow bezeichnete der russische Propagandist die Vereinigten Staaten als sicheren Hauptfeind Russlands.

Wie Satanovsky weiter anführt, reagierten die USA nur auf Androhung der physischen Vernichtung und der Liquidierung einer bestimmten Anzahl von Militärangehörigen. „Was wir aufgrund der Kriege in Vietnam und Korea wissen, ist, dass mehrere zehntausend vernichtete amerikanische Soldaten die öffentliche Meinung in den USA stark belasten werden. Ich wiederhole: nicht mehrere Tausend wie in Afghanistan oder im Irak, sondern eine gewisse Zahl von Zehntausenden.“ Die Vernichtung sei eines der Ziele Russlands, um die amerikanische Führung zu beeinflussen.

Ukraine-Konflikt: Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche richtet Drohung an den Westen

Die US-amerikanische Nachrichten-Website The Daily Beast berichtet weiterhin, dass auch das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, in seiner Predigt anlässlich des orthodoxen Dreikönigsfestes in Moskau besonders zu denen sprach, die Russland besiegen wollten. Er soll die Gelegenheit genutzt haben, um eine Drohung an den Westen zu richten: „Wir beten, dass der Herr diese Verrückten ermahnt und ihnen hilft zu verstehen, dass jeder Wunsch, Russland zu zerstören, das Ende der Welt bedeuten wird.“ (hg)

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