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Joe Biden und Kamala Harris wollen in Georgia über den Hass gegen Asiatischstämmige sprechen.
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Joe Biden und Kamala Harris wollen in Georgia über den Hass gegen Asiatischstämmige sprechen.

Angriff auf Massage-Salons

Biden spricht in Atlanta über Hass gegen Asiatischstämmige

  • Tobias Möllers
    vonTobias Möllers
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Acht Menschen wurden bei einer Angriffsserie in Georgia getötet. Viele Opfer waren asiatischstämmig. US-Präsident Joe Biden will nun den Hass zum Thema machen. Dieser sei „unamerikanisch“.

  • Bei einem Angriff auf Massage-Salons in Georgia sterben acht Menschen.
  • Viele der Opfer waren asiatischstämmig.
  • US-Präsident Joe Biden verurteilt Hassverbrechen als „unamerikanisch“

Washington D.C. - Nach den tödlichen Angriffen auf mehrere asiatische Massage-Salons im Großraum Atlanta will US-Präsident Joe Biden am heutigen Freitag in der Stadt mit Vertretern der asiatischstämmigen Gemeinschaft zusammenkommen.

Das Weiße Haus kündigte zuvor an, das Programm des bereits zuvor geplanten Trips in den Bundesstaat Georgia sei wegen der „Tragödie“ dort geändert worden. Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris wollten nun in Atlanta mit Vertretern der asiatischstämmigen Gemeinschaft zusammenkommen, um über Attacken und Bedrohungen zu sprechen, unter denen Menschen asiatischer Herkunft zu leiden haben.

Hass gegen Asiatischstämmige: Angriffsserie im Großraum Atlanta (Georgia) löst Schock aus

Ursprünglich hatten Biden und Harris in Atlanta über das gewaltige Corona-Hilfspaket sprechen wollen, das kürzlich verabschiedet worden war. Der Besuch in Georgia war als Teil einer politischen Werbetour durch verschiedene Bundesstaaten geplant, mit der Biden und Harris auf Errungenschaften durch das Paket hinweisen wollen. Eine für Freitagabend geplante politische Veranstaltung in dem Bundesstaat sagten beide nun aber ab.

Die tödliche Angriffsserie in Georgia hatte einen Schock ausgelöst. Am Dienstag waren in drei Massage-Salons in und um Atlanta innerhalb kurzer Zeit acht Menschen erschossen worden. Die Todesopfer sind überwiegend asiatischstämmig. Ein Mann überlebte mit schweren Verletzungen.

Hass gegen Asiatischstämmige: Verdächtiger bestreitet rassistisches Motiv

Ein Tatverdächtiger wurde gefasst. Der 21-jährige Weiße gestand die Taten laut Polizei bei seiner ersten Vernehmung und gab demnach an, er habe nicht aus rassistischen Motiven gehandelt. Als Antrieb für die brutalen Angriffe nannte er demnach Sexsucht und das Ziel, die „Versuchung“ durch Massage-Salons ausmerzen zu wollen. Die Polizei betonte am Mittwoch jedoch, es sei zu früh, um klare Aussagen über das Tatmotiv zu treffen und darüber, ob es sich um ein Hassverbrechen handele. Die tödlichen Attacken befeuerten in den USA die Debatte über zunehmenden Hass gegenüber asiatischstämmigen Amerikanern.

Asiatischstämmige Amerikaner:innen sind die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe in den USA. Ihre Situation in der jüngeren Vergangenheit ist ambivalent. Während einerseits mit Kamala Harris erstmals ein Mensch mit (auch) asiatischen Wurzeln zur Vizepräsidentin der USA wurde und auch In Kalifornien zwei koreanisch-amerikanische Republikanerinnen mit ihren Siegen im Kongress Geschichte schrieben, häufen sich auf den anderen Seite gewalttätige Übergriffe gegenüber der Minderheit. Ex-Präsident Donald Trump hatte ein solches Verhalten noch befeuert, indem er das Coronavirus immer wieder als „China-Virus“ bezeichnete.

Hass gegen Asiatischstämmige: Joe Biden bezeichnet Angriffe als „unamerikanisch“

Seit März 2020 wurden der Meldestelle „Stop AAPI Hate“ Aktivisten zufolge fast 3.800 rassistische Angriffe gemeldet. US-Präsident Joe Biden nannte solche Angriffe in seiner ersten Primetime-Ansprache an die Nation „unamerikanisch“. (Tobias Möllers mit dpa)

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