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„Revolutionäre Entscheidung“: Ukraine soll Patriot-Raketen so „bald wie möglich“ erhalten

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Von: Jana Ballweber

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Ende Dezember hatten die USA der Ukraine Patriot-Raketen versprochen. Die Lieferung soll nun nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Kiew - Die Vorbereitungen haben bereits begonnen, damit das amerikanische Luftabwehrsystem Patriot „so bald wie möglich“ in der Ukraine eingesetzt werden kann. Das sagte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba dem Online-Magazin Interfax-Ukraine zufolge in einem Online-Briefing am Mittwoch (4. Januar).

US-Präsident Joe Biden und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hätten sich in einer „revolutionären Entscheidung“ Ende 2022 darauf geeinigt, dass die Ukraine Patriot-Raketen zur Verfügung gestellt bekommt, um sich gegen den Angriff aus Russland noch besser verteidigen zu können, so Kuleba.

USA liefert Luftabwehrsystem Patriot an die Ukraine

Er rechne damit, dass der Einsatz schon bald beginnen könne. Erste Vorbereitungen hätten bereits begonnen. Die Lieferung der Patriot-Systeme ist Teil der milliardenschweren Militärhilfen, die die USA zum Ende des Jahres zugunsten der Ukraine beschlossen haben.

Ein Patriot-Geschütz, das in Polen stationiert ist. Die USA haben der Ukraine die Luftabwehrsysteme zugesichert. (Archivfoto)
Ein Patriot-Geschütz, das in Polen stationiert ist. Die USA haben der Ukraine die Luftabwehrsysteme zugesichert. (Archivfoto) © Christophe Gateau

Biden hatte im Dezember angekündigt, die Ukraine noch intensiver zu unterstützen. Wolodymyr Selenskyj hatte sich in seiner ersten Auslandsreise seit Beginn des Ukraine-Kriegs intensiv mit dem US-Präsidenten über die Lage in der Ukraine ausgetauscht.

Berichten zufolge hat das ukrainische Militär auch schon mit einem speziellen Ausbildungsprogramm für die Patriot-Raketen begonnen. So könnten die Raketen zum Einsatz kommen, sobald sie geliefert worden sind.

Lage im Ukraine-Krieg weiter schwierig: Russland greift zivile Ziele an

Die Lage im Krieg bleibt weiter unübersichtlich. Dem ukrainischen Oberbefehlshaber zufolge sei die Lage an der Front in vielen Regionen stabil. Besonders rund um die Stadt Bachmut gebe es aber weiterhin schwere Kämpfe. Die russische Armee feuerte auch zu Beginn des Jahres wieder Marschflugkörper und iranische Kamikaze-Drohnen auf die Ukraine ab.

Seit langer Zeit nehmen die russischen Streitkräfte beim Beschuss vor allem zivile Ziele und kritische Infrastrukturen in den Blick. Diese Strategie nahmen die ukrainischen Verantwortlichen immer wieder zum Anlass, bessere Luftabwehrsysteme von ihren Verbündeten zu fordern, um die Zivilbevölkerung schützen zu können. (Jana Ballweber)

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