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US-Kapitol-Attacke: Donald Trumps Vertraute vorgeladen

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Von: Lukas Zigo

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Flynn und Trump
Eine Kombo zeigt den damaligen nationalen Sicherheitsberater der USA, Michael Flynn (l) und den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump (r). © Carolyn Kaster/Jorge Silva/dpa

Der Untersuchungsausschuss zur Erstürmung des US-Kapitols im Januar hat nach Steve Bannon nun auch Donald Trumps Wahlkampfmanager vorgeladen.

Washington D.C. – Am 6. Januar 2021 konnte man Zeuge von einem so skurrilen, wie beunruhigenden Vorgang in den USA werden. Menschen stürmten das US-Kapitol in der Hauptstadt Washington DC, mit dem Ziel, den Senat und das Repräsentantenhaus an der förmlichen Bestätigung des Demokraten Joe Biden als Präsidenten zu hindern. Etwa 800 Trump-Anhängern gelang es, in das Herzstück der amerikanischen Demokratie einzudringen. Gewaltbereite Eindringlinge verschafften sich Zugang zum Sitzungsaal sowie zu Büros von Abgeordneten, unter anderem dem der Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi. Fünf Menschen kamen ums Leben, darunter ein Polizist.

Der zur Untersuchung der Vorkommnisse eingerichtete Ausschuss hat nun William Stepien, den Wahlkampfmanager des damaligen US-Präsidenten Donald Trump, vorgeladen. Wie der Ausschuss am Montag (Ortszeit) erklärte, sollen auch der frühere ranghohe Trump-Berater Jason Miller und der einstige nationale Sicherheitsberater Michael Flynn den Abgeordneten Rede und Antwort stehen. Die Vorgeladenen sollen, ebenso wie drei weitere Personen aus Trumps damaligen Umfeld, eine Reihe von Dokumenten vorlegen.

US-Kapitol-Sturm: Untersuchungsausschuss muss „jede Einzelheit“ ans Licht bringen

Über deren Bemühungen, das Wahlergebnis zu sabotieren, müsse der Untersuchungsausschuss „jede Einzelheit“ ans Licht bringen, wie der Ausschuss-Vorsitzende Bennie Thompson erklärte. Es gälte zu klären, mit wem die Personen im Weißen Haus und im Kongress in Kontakt gewesen seien und was sie mit den Protesten verbinde, welche zur gewaltsamen Erstürmung des US-Kapitols geführt hätten, erklärte er.

Trumps ehemaligen Chefstrategen Steve Bannon hatte der Ausschuss bereits vorgeladen. Dieser weigerte sich jedoch, zu kooperieren. Aufgrund der Missachtung des Kongresses beschloss das von den Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus, ein strafrechtliches Vorgehen gegen Bannon zu ermöglichen. Nun liegt die Entscheidung über ein Strafverfahren bei dem Justizministerium. Bannon steht im Verdacht, vorab Kenntnis von Plänen für gewaltsame Proteste gehabt zu haben.

Donald Trump: Amtsenthebungsverfahren scheiterte

Der ehemalige republikanische US-Präsident Donald Trump musste sich wegen des Angriffes auf das Kapitol einem Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) stellen, weil er seine Anhänger zuvor in einer Rede aufgestachelt hatte, die Wahl anzuzweifeln und aktiv zu werden. Er wurde am Ende jedoch freigesprochen. (Lukas Zigo)

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