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US-Armee verstärkt die Sicherheitsmaßnahmen

Zweithöchste Sicherheitsstufe "Charlie" ausgerufen / Deutsche Soldaten sichern amerikanische Einrichtungen

Von Michael Grabenströer

WIESBADEN. Bei den US-Einrichtungen in Hessen, aber auch in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern, gilt seit der Rede des US-Präsidenten Georg Bush die zweithöchste Sicherheitsstufe. Noch sind keine Betonblöcke an den Einfahrten zu den Housings und Kasernen aufgefahren. Noch stehen keine Militärlaster quer gestellt vor Einfahrtstoren oder als zusätzliche Hindernisse auf den Straßen. Selbst öffentliche Straßen in Housing-Areas, wie die US-Wohnsiedlungen heißen, sind noch befahrbar. Das Bild, das man sich von außen über die Sicherheitslage machen kann, wirkt noch immer entspannter als nach dem Anschlag am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington.

Nach Angaben des US-Verbindungsoffiziers Reinhard Schumann, der die offiziellen Kontakte zu den Landesregierungen in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen hält, sind in Hessen rund 14 000 US-Soldaten stationiert. Zusammen mit den Zivilisten hat die amerikanische Gemeinde in Hessen rund 37 000 US-Bürger. Wie viel US-Soldaten sich derzeit in Hessen befinden, darüber werden aus militärischen Gründen keine Angaben gemacht. Man kann davon ausgehen, dass Teile der Einheiten aus Hessen in das künftige Kriegsgebiet verlegt worden sind.

Amerikanische Standorte gibt es noch in sieben hessischen Kommunen von Gießen bis Darmstadt. Dazu kommen die Mitglieder der Air Force auf dem militärischen Teil des Rhein-Main-Flughafens in Frankfurt. Hauptstationierungsorte sind Hanau mit rund 4000, Gießen mit etwa 3800 und Darmstadt mit rund 3500 Soldaten. Die für Hessen - außer Darmstadt, das Heidelberg untersteht - zuständige Area Support Group ASG sitzt in Hanau im Kasernenviertel Lamboy. Auch diese Einrichtung wird bereits von der Bundeswehr bewacht.

Reino Scharg, Sprecher der ASG in Hanau, spricht von "verstärkten Sicherheitsvorkehrungen". Während die US-Kasernen und Militärstandorte, wie der Flughafen in Wiesbaden-Erbenheim, teilweise von Bundeswehreinheiten überwacht werden, obliegt die Kontrolle in den Housings weit gehend privaten Wachdiensten, der deutschen Polizei und Hundertschaften des Bundesgrenzschutzes. "Wir finden ein sehr gutes Entgegenkommen und uneingeschränkte Unterstützung aller deutschen Behörden", sagt Verbindungsoffizier Reinhard Schumann.

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