Balkan

Urlauber unerwünscht

  • schließen

In Südosteuropa wächst nach anfänglicher Gelassenheit die Sorge vor dem Coronavirus.

Lange schien der Balkan vor dem Coronavirus gefeit. Inzwischen sind aber nur in Kosovo und Montenegro noch keine Fälle von Covid-19-Infektionen bestätigt worden. In Südosteuropa beginnt die demonstrative Sorglosigkeit der Würdenträger angesichts der Nähe zu Italien und steigender Infektionszahlen zunehmend der Sorge zu weichen. Mehr als 80 bestätigte Coronavirus-Fälle in Griechenland, je mehr als zehn in Slowenien, Rumänien, Kroatien, in anderen Staaten noch etwas weniger. Noch wirkt die Zahl der Infektionen gering. So es ist vor allem die Furcht vor der Rückkehr und eines verfrühten Osterurlaubs Zehntausender Gastarbeiter aus Norditalien, die vor allem Rumäniens Regierung auf drastische Maßnahmen zur Viruseindämmung setzen lässt. Ab Mittwoch sind im Karpatenstaat alle Kindergärten und Schulen geschlossen. Heimische Airlines haben ihre Flüge nach Norditalien eingestellt. Rumäniens Behörden fordern ihre Landsleute in Italien auf, auf den jährlichen Urlaub in der Heimat zu verzichten: Einreisenden aus Risikogebieten drohe eine 14-tägige Quarantäne. Auch Kroatien hat eine Einreisequarantäne für Personen aus Risikogebieten angeordnet – darunter Heinsberg. Neben der Furcht vor dem Virus ist es vor allem die Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen, die die Balkanstaaten bangen lässt. An den Folgen der Weltwirtschaftskrise von 2008 hatten Kroatien oder Serbien fast ein halbes Jahrzehnt zu knabbern. Tourismus-Einbußen sind für Kroatien bereits absehbar.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion