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Türkei

Urlaub mit Risiken

  • vonMaike Geißler
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Was die Reisewarnung vor der Türkei für Touristen bedeutet – ein Überblick.

Wenn der Außenminister der Türkei, Mevlüt Cavusoglu, und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy am Donnerstag nach Berlin reisen, wollen sie Medienberichten zufolge mit der Bundesregierung auch über das Thema Urlaub sprechen. Wegen der Corona-Krise gilt für die Türkei derzeit eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Ankara dringt auf deren Aufhebung – der Tourismus ist eine der wichtigsten Branchen des Landes.

Mehr als fünf Millionen Deutsche haben 2019 Urlaub in der Türkei gemacht. Wegen der Pandemie sind in diesem Jahr bislang jedoch nur wenige Menschen in die Türkei gereist. Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei bis zum 31. August verlängert, ebenso wie für mehr als 160 weitere Länder außerhalb Europas. Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft die Türkei als Corona-Risikogebiet ein.

Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot, daher ist der Urlaub in dem Land erlaubt. Doch die Reisen sind mit Risiken verbunden. Zum einen können Touristen nicht mit Rückholaktionen seitens der Bundesregierung rechnen. Außerdem sollten sie unbedingt die Geschäftsbedingungen ihrer Auslandskrankenversicherung lesen: Es kann sein, dass diese nicht greift. Die Türkei bietet für Urlauber jedoch eine Zusatzversicherung in Höhe von 30 Euro an, die für die Bezahlung eventueller Covid-19-Behandlungskosten gedacht ist. Viele Reiseveranstalter stornieren aufgrund der Reisewarnung und der Einstufung des RKI Reisen in das Land.

Bei der Einreise in die Türkei werden Gesundheitsuntersuchungen durchgeführt. Hat der Urlauber erhöhte Temperatur oder zeigt andere Covid-19-Symptome, wird ein Test gemacht. Ist das Ergebnis positiv, wird eine medizinische Behandlung angeordnet, auch Quarantänevorschriften sind möglich.

Weil die Türkei vom RKI als Risikogebiet eingestuft wurde, müssen Urlauber bei ihrer Rückkehr nach Deutschland damit rechnen, 14 Tage in Quarantäne geschickt zu werden – es sei denn, sie können einen negativen Covid-19-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. (mit dpa)

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