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Nach Bundestagswahl

Union steckt in historischer Krise: Umfragewerte sinken weiter

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Fast zwei Drittel der Befragten einer Umfrage rechnen damit, dass die Krise der CDU/CSU erst begonnen hat. Die Zustimmung für die Parteien rutscht weiter ab.

Frankfurt/Berlin – In der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer sind CDU und CSU unter ihrem Vorsitzenden Armin Laschet erneut auf einen historischen Tiefstwert abgerutscht. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen Christdemokraten und Christsoziale statt auf bei der Bundestagswahl 2021 vor wenigen Wochen erreichten 24,1 Prozent nur noch auf 19 Prozent, teilte der Sender mit. Das sei erneut der schwächste jemals für das ZDF-Politbarometer ermittelte Wert für die CDU/CSU, hieß es.

Im Rahmen der Umfrage wurde auch gezielt die Frage gestellt, ob die Union sich nach Einschätzung der Befragten in naher Zukunft wieder von ihren historisch schlechten Umfragewerten erholen könne. 63 Prozent der Teilnehmenden verneinten dies – und rechnen damit, dass die Union noch eine Weile in ihrem Tief verharren wird.

Armin Laschet: 55 Prozent der CDU-Unterstützer wollen Scholz als Kanzler

Die stärksten Umfragewerte in der Befragung hatte, wie auch im Ausgang der Bundestagswahl die SPD unter Kanzlerkandidat Olaf Scholz, den drei von vier Befragten gerne als zukünftigen Kanzler der Bundesrepublik sehen würden. Statt der knappen 25,7 Prozent Mehrheit bei der Bundestagswahl kamen die Sozialdemokraten in der neuesten Wahlumfrage auf 28 Prozent. Die Grünen kämen auf 17, die FDP auf 13, die AfD auf 11 und die Linke auf 5 Prozent.

Die Tage von Armin Laschet als Parteivorsitzender sind gezählt - viele Befragten rechnen aber trotz Angekündigter Personalkonsequenzen damit, dass die Krise die Union nicht mit dem Vorsitzenden verlässt.

Zuspruch fanden der potenziell zukünftige Kanzler Olaf Scholz und dessen womöglich baldige Regierung aus SPD, Grünen und FDP nicht nur bei den Wähler:innen der drei Ampel-Parteien. Auch 55 Prozent derer, die sich in der Umfrage für die Unionsparteien aussprachen, zogen Scholz im Kanzleramt CDU-Kandidat Laschet vor, der kürzlich seinen Rücktritt aus der CDU-Spitze angekündigt hat.

Umfragewerte für Laschet und die Union – Nur 21 Prozent für „Jamaika“

Eine Ampel-Koalition hielten in der Umfrage 88 Prozent der Teilnehmenden für wahrscheinlich, 62 Prozent zeigten sich mit dieser Regierungskoalition zufrieden. 19 Prozent der Befragten gaben an, dass sie einer Ampel-Koalition kritisch gegenüberstehen, 16 Prozent wäre es „egal“. Eine Jamaika-Koalition von Union, Grünen und FDP fänden dagegen nur 21 Prozent gut und 64 Prozent schlecht.

Auch andere Umfrageinstitute registrieren zuletzt erneut historische Tiefstwerte für die Union. Erst vor wenigen Tagen rutschte die Union in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die Bild auf 19,5 Prozent – der niedrigste jemals vom Insa-Meinungstrend gemessene Wert für die Union. (ska/dpa)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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