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Kamala Harris Joe Biden
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Kamala Harris und Joe Biden haben gut lachen: Beide sind deutlich beliebter als Donald Trump.

Repräsentative Umfrage

USA: Joe Biden und Kamala Harris beliebter als Donald Trump

  • VonMirko Schmid
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Eine aktuelle Umfrage ergibt bescheidene Werte für die Spitzenpolitiker:innen beider Parteien. Joe Biden und Kamala Harris liegen allerdings klar vor Donald Trump.

Washington D.C. - Donald Trump erfreut sich innerhalb seiner Partei hohen Zustimmungswerten, ähnlich geht es Joe Biden und Kamala Harris. In der Mehrheit der Bevölkerung der USA allerdings schafft es keiner der drei prominentesten Politikprofis auf eine Zustimmung von über 60 Prozent, wie eine aktuelle Umfrage der Meinungsforschungsinstitutes Ipsos und der Nachrichtenagentur Reuters zeigt.

So schafft es Donald Trump, der immer wieder mit einer erneuten Kandidatur um die US-Präsidentschaft kokettiert, ohne sich bisher endgültig erklärt zu haben, auf gerade einmal 41 Prozent Zustimmung bei allen Befragten. 21 Prozent geben an, „sehr wohlwollend“ über den Republikaner zu denken, 11 Prozent immerhin „wohlwollend“. Neun weitere Prozent sind dem Ex-Präsidenten „eher wohlwollend“ gesonnen, sieben Prozent „eher nicht“. Dem stehen sechs Prozent gegenüber, die „nicht wohlwollend“ über Trump denken sowie ganze 45 Prozent, die angeben, Trump „absolut nicht wohlwollend“ gegenüberzustehen.

66 Prozent der Republikaner für Donald Trump, 89 Prozent der Demokraten gegen den Ex-Präsidenten

Etwas anders sieht das Bild aus, betrachtet man lediglich jene Befragten der repräsentativen Umfrage, die es nach eigener Angabe mit den Republikanern halten. Hier kommt Trump auf insgesamt 66 Prozent „sehr wohlwollende“ oder „wohlwollende“ Befragte, weitere 15 Prozent sind „eher wohlwollend“. Nur vier Prozent stehen ihrem Ex-Präsidenten „nicht wohlwollend“ gegenüber, „absolut nicht wohlwollend“ gestimmt sind nur acht Prozent der Republikaner gegenüber Trump.

Naturgemäß gegenteilige Zahlen lassen sich aus den Antworten der Anhängerschaft der Demokraten ablesen. Nur jeweils drei Prozent geben eine „sehr wohlwollende“ oder „wohlwollende“ Meinung gegenüber Trump an; dazu kommen 9 Prozent, die ihm „eher wohlwollend“ gestimmt sind. Auf der anderen Seite stehen 77 Prozent der Demokraten, die „absolut nicht wohlwollend“ über Trump denken - ein Spitzenwert, den niemand sonst aus den Reihen der Politikprofis erreicht. Hinzu kommen sieben Prozent der demokratischen Anhängerschaft, die Trump „nicht wohlwollend“ und weitere fünf Prozent, die „eher nicht wohlwollend“ gegenüberstehen. Insgesamt lehnen also 89 Prozent der demokratischen Anhängerschaft den prominentesten Republikaner ab.

Joe Biden beliebtester Spitzenpolitiker - knapp gefolgt von Kamala Harris

Deutlich beliebter ist US-Präsident Joe Biden. Insgesamt heimst er parteiübergreifend 45 Prozent in den Kategorien „sehr wohlwollend“ (18) und „wohlwollend“ (17) ein, weitere 12 Prozent der Befragten stehen ihm „eher wohlwollend“ gegenüber – insgesamt ergibt sich also ein Wert von 57 Prozent Zustimmung, 16 Prozentpunkte mehr als Donald Trump. „Absolut nicht wohlwollend“ geben 26 Prozent an, „nicht wohlwollend“ sieben Prozent, „eher nicht wohlwollend“ neun Prozent. Besonders beliebt ist Biden unter demokratisch gesinnten Befragten, hier kommt er mit 56 Prozent „sehr wohlwollend“ auf einen Spitzenwert unter allen Abgefragten, zusätzlich denken 26 Prozent „wohlwollend“ und acht Prozent „eher wohlwollend“ über ihn.

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Alle Informationen rund um den 45. Präsidenten der USA finden Sie in den Trump-News.

Ähnliche Zahlen kann Kamala Harris aufweisen. Mit 27 Prozent „sehr wohlwollend“ sowie jeweils 14 Prozent „wohlwollend“ und „eher wohlwollend“ kommt sie auf 55 Prozent Zustimmung und liegt somit nur zwei Prozentpunkte hinter „ihrem“ Präsidenten und 14 Prozentpunkte vor Donald Trump. Auch sie hat ihre besten Werte in den Reihen der demokratisch gesinnten Anhängerschaft und kommt auf 52 Prozent „sehr wohlwollend“, 22 Prozent „wohlwollend“ und 15 Prozent „eher wohlwollend“. Damit erreicht sie eine parteiinterne Zustimmung von insgesamt 89 Prozent – knapp hinter Biden mit 90 Prozent.

Vize-Präsidentin Kamala Harris ist für Republikaner die unbeliebteste Politikerin

Eine große Ablehnung hingegen erfahren die Spitzen der demokratischen Partei aus den Reihen der republikanisch gesinnten Anhängerschaft. In allen drei Positiv-Kategorien kommt Biden hier auf 21 Prozent Zustimmung (vier Prozent „sehr wohlwollend“) Harris gar nur auf 18 Prozent (drei Prozent „sehr wohlwollend“). Das Gegenteil im Negativ-Bereich: „Absolut nicht wohlwollend“ denken 54 Prozent der republikanischen Befragten über Biden, dazu elf Prozent „nicht wohlwollend“ und 14 Prozent „eher nicht wohlwollend“ – zusammen also 79 Prozent.

Politiker(in)Zustimmung (insg.)Zustimmung (Dem)Zustimmung (Rep)Ablehnung (insg.)Ablehnung (Dem)Ablehnung (Rep)
Joe Biden579021421079
Donald Trump411281588919
Kamala Harris558918451182
Mitt Romney424838585162
Mitch McConnell312345697856
Alle Zahlenstatistisch gerundet

Unbeliebter unter Republikanern ist nur noch Kamala Harris. Sie kommt auf 55 Prozent „absolut nicht wohlwollend“, zehn Prozent „nicht wohlwollend“ und 17 Prozent „eher nicht wohlwollend“ – daraus ergeben sich 82 Prozent republikanische Ablehnung für die Vizepräsidentin.

Trump-kritische Republikaner abgestraft von der eigenen Anhängerschaft

Ein wenig überraschend sind die Werte hingegen für Mitt Romney. Der republikanische Senator aus Utah und erklärte Trump-Kritiker erfreut sich über Parteigrenzen hinweg einer vergleichsweise geringen Ablehnung. Aus Reihen der demokratisch gesinnten Befragten lehnen ihn 51 Prozent ab (zwölf Prozent „absolut nicht wohlwollend“ und 14 „nicht wohlwollend“), wohingegen ihn 62 Prozent der Befragten aus den eigenen Reihen ablehnen (15 Prozent „absolut nicht wohlwollend“, 12 Prozent „nicht wohlwollend“, 35 Prozent „eher nicht wohlwollend“). Romney erfreut sich also innerhalb der Demokraten einer größeren Beliebtheit (Gesamtzustimmung 48 Prozent) als in der eigenen Partei. Dort kommt er nur noch auf eine Gesamtzustimmung von 38 Prozent.

Sich innerhalb der republikanischen Partei gegen Donald Trump zu stellen, schlägt sich also in Zahlen nieder. Das zeigt sich auch an der Beliebtheit des republikanischen Fraktionschefs im Senat, Mitch McConnell. Der kommt nach einigen Disputen mit Trump nur noch auf eine Gesamtzustimmung von 45 Prozent in den eigenen Reihen, mehr als die Hälfte der Anhängerschaft seiner eigenen Partei lehnt ihn inzwischen ab. Trumps Einfluss innerhalb der „Grand Old Party“ ist also statistisch belegbar. (Mirko Schmid)

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