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Umfrage zur Bundestagswahl

Baerbock stürzt weiter ab – Union baut Vorsprung aus

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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In einer Umfrage liegen CDU/CSU acht Prozentpunkte vor den Grünen. Beliebteste Politikerin ist eine, die nicht mehr zur Bundestagswahl antritt.

Köln – Die Unionsparteien steigen vor der Bundestagswahl weiter in der Wählergunst. Dies legt zumindest das RTL/ntv-Trendbarometer nahe. Demnach gewann die Union im Vergleich zur vorherigen Woche einen weiteren Prozentpunkt hinzu und liegt nun bei 29 Prozent. Möglicheweise lag dies an der Vorstellung des Wahlprogrammes. Auch die SPD gewinnt einen Prozentpunkt und liegt nun bei 15 Prozent. Die Grünen bleiben unverändert bei 21 Prozent, die FDP und Linken verlieren jeweils einen Prozentpunkt auf jeweils 13 und sechs Prozent. Die AfD bleibt ebenfalls unverändert bei neun Prozent.

Ebenfalls interessant: 7 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen entspricht mit 24 Prozent dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8%).

Umfrage zur Bundestagswahl: Union legt zu, nun acht Punkte vor den Grünen

Unabhängig von ihren Parteien genießt noch immer Bundeskanzlerin Angela Merkel das größte Vertrauen. Und dies, obwohl – oder auch gerade weil – sie bei der Bundestagswahl im Herbst nicht erneut antritt. Mit großem Vorsprung führt sie das Politiker-Ranking an. Das Umfrageinstitut forsa befragte für das RTL/ntv-Trendbarometer 1500 Wahlberechtigte, bei dem sie das Land „in guten Händen“ sehen, Merkel erhielt dabei 67 Punkte von möglichen 100. Das sind noch einmal vier Punkte mehr als im Vormonat.

ParteiUmfragewert beim RTL-Trendbarometer
CDU/CSU29
Grüne21
SPD15
FDP13
Linke6
AfD9
Annalena Baerbock, Spitzenkandidatin der Grünen bei der Bundestagswahl. (Archivfoto)

Zweitplatzierter ist CSU-Chef Markus Söder mit 53 Punkten. Ihm folgt SPD-Kanzlerkandidat und Finanzminister Olaf Scholz, auch er konnte sich um zwei Punkte auf nun 44 Punkte verbessern. Damit zieht er an Grünen-Chef Robert Habeck vorbei, der fünf Punkte verlor. Seine Co-Vorsitzende und Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, die vor kurzem einen Grünen-Landesverband für die Landesliste kritisierte, kommt nur noch auf 40 Zähler Zustimmung, sie verlor in dieser Woche 11 Prozent. Damit liegt sie gleichauf mit ihrem Rivalen um die Kanzlerschaft, CDU-Chef Armin Laschet. Ebenfalls dramatisch verlor CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn, er verlor fünf Punkte auf nun 31 Punkte.

Geringes Vertrauen in Spitzen von SPD, Linke und AfD vor der Bundestagswahl

Laut dem RTL/ntv-Trendbarometer haben die Deutschen das geringste Vertrauen in die Spitzen von SPD, Linken und AfD. SPD-Chefs Saskia Esken (23) und Norbert Walter-Borjans (27) blieben jedoch zumindest in der Zustimmung stabil. Linken-Co-Chefin Janine Wissler verlor drei Zähler auf nun 19 Prozent, ihre Kollegin Susanne Hennig-Welsow verlor ebenfalls einen Zähler und liegt nun bei 17 Zählern. Am niedrigsten fällt die Zustimmung für die Führung der rechtspopulistischen AfD aus: Die AfD-Spitzenkandidaten Tino Chrupalla und Alice Weidel erreichen jeweils nur neun und acht Zähler, bleiben jedoch stabil.

Jeden Grund zur Freude: Die Union baut in Umfragen zur Bundestagswahl ihren Vorsprung aus.

Sortiert man die Umfrage nach politischen Lagern, verteilt sich das Vertrauen noch deutlicher. Die „politische Mitte“ setzt ihr Vertrauen vor allem in Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Markus Söder. Am wenigsten Vertrauen wird hingegen der SPD-Führung entgegengebracht, sowie der Führung der Linken und der AfD.

Vor der Bundestagswahl: Angela Merkel und Markus Söder punkten bei ihrer Basis

Im linken Lager kann vor allem Robert Habeck punkten, aber auch Annalena Baerbock, Walter-Borjans und Kevin Kühnert schneiden gut ab. Das geringste Vertrauen „genießen“ hier Friedrich Merz, Christian Lindner, Wolfgang Kubicki und Tino Chrupalla. Auf der rechten Seite des politischen Spektrums wird vor allem Friedrich Merz vertraut, gefolgt von Lindner, Chrupalla und Alice Weidel. Weitgehend ähnliches Vertrauen in allen Lagern genießen Merkel, Söder, Scholz, Laschet, Altmaier und Spahn.

Bei der Basis punkten können laut dem RTL/ntv-Trendbarometer vor allem die Führungsriegen der Unionsparteien. Kanzlerin Angela Merkel erhält von CDU-Anhängern 83 von 100 möglichen Punkten, CSU-Chef Markus Söder bekommt sogar 84 Punkte. Olaf Scholz und Annalena Baerbock erhalten jeweils 76 Prozent Zustimmung bei Anhängern:innen ihrer Parteien, FDP-Chef Lindner liegt bei 71 Punkten. Armin Laschet erhält 63 Vertrauenspunkte, dies sind 10 Prozent weniger, als CDU-Anhänger seinem Rivalen Markus Söder geben würden. Im Vergleich zum Mai hat Laschet jedoch sieben Prozentpunkte gutgemacht.

Großteil der Politiker haben während der Corona-Pandemie an Vertrauen verloren

In der Langzeitperspektive zeigt sich, dass viele Politiker:innen in der Corona-Pandemie zwar Vertrauen gewonnen haben, die meisten es jedoch auch bereits wieder verspielt haben. Nur zwei Politiker:innen konnten innerhalb eines Jahres langfristig an Zustimmung gewinnen: Angela Merkel liegt heute acht Punkte über ihrem Wert im gleichen Vorjahreszeitraum, Markus Söder sogar elf Punkte darüber. Am stärksten verloren haben Grünen-Chef Robert Habeck mit neun Punkten, sowie Armin Laschet, Jens Spahn und Friedrich Merz, die jeweils sechs Punkte verloren.

Ebenfalls großer Zustimmung erfreut sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der vor kurzem angekündigt hatte, dass er sich eine zweite Amtszeit gut vorstellen könne. 71 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass Steinmeier erneut Staatsoberhaupt werden sollte. Lediglich 20 Prozent sind dagegen, darunter vor allem Anhänger der FDP, Linke und AfD. Einige Parteien wollen jedoch die Steinmeier-Nachfolge zum Gegenstand der Koalitionsverhandlungen machen. Drei Viertel der Befragten lehnen dies ab, die Entscheidung über das höchste Amt im Staat dürfe nicht im Zuge von Koalitionsverhandlungen entschieden werden. (als)

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

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