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Ukraine-Konflikt: „Barbarischer Bombenangriff“ in Charkiw - Außenminister zeigt schlimmes Video

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Von: Michelle Brey

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Russland lässt im Ukraine-Konflikt nicht nach. In Charkiw soll es offenbar eine heftige Explosion gegeben haben. Das ukrainische Außenministerium veröffentlichte nun ein Video.

Charkiw - Der Ukraine-Konflikt* setzt sich auch am sechsten Tag seit dem Einmarsch Russlands fort. Während Sanktionen den Druck auf Russlands Machthaber Wladimir Putin erhöhen sollen, erste Friedensgespräche ohne Erfolg blieben, soll Satellitenbildern zufolge am Dienstag ein kilometerlanger russischer Konvoi vor Kiew stehen. Neben Kiew steht auch die zweitgrößte Stadt der Ukraine im Fokus der Angriffe. In Charkiw hat es nach Angaben aus Kiew erneut schwere russische Angriffe gegeben.

Ukraine-Konflikt: Explosion in Charkiw - Video zeigt enormes Ausmaß von Russlands Angriffen

Am Dienstag (1. März) veröffentlichte das ukrainische Außenministerium bei Twitter ein Video, das einen Raketeneinschlag direkt auf dem zentralen Freiheitsplatz zeigt. Zu sehen ist eine gewaltige Explosion vor dem Verwaltungsgebäude, nachdem dort kurz vor dem Einschlag noch fahrende Autos zu sehen waren. „Die Welt kann und muss mehr tun“, forderte Dmytro Kuleba, der ukrainische Außenminister. Er schrieb von „barbarischen Raketenangriffen“ in Charkiw. „Erhöhen Sie den Druck, isolieren Sie Russland vollständig!“, schrieb er auf Twitter.

„Heute Morgen wurde der zentrale Platz unserer Stadt und der Sitz der Verwaltung von Charkiw angegriffen“, erklärte auch der Gouverneur der Region, Oleg Sinegubow, am Dienstag in einem Video im Messengerdienst Telegram. Er veröffentlichte Aufnahmen der Explosion und fügte hinzu: „Die russischen Besatzer setzen weiterhin schwere Waffen gegen die Zivilbevölkerung ein.“

Ukraine-Konflikt: „Russlands Hauptziele sind große Städte, die jetzt von seinen Raketen beschossen werden“

„Russland führt Krieg unter Verletzung des humanitären Völkerrechts“, twitterte das ukrainische Außenministerium. Es warf dem Nachbarland im Ukraine-Konflikt vor, Zivilisten zu töten und zivile Infrastruktur zu zerstören. Das ließ sich nicht unabhängig überprüfen. Russland weist den Vorwurf zurück. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Das Ministerium schrieb weiter: „Russlands Hauptziel sind große Städte, die jetzt von seinen Raketen beschossen werden.“ Die russischen Truppen hatten auch in der Nacht zum Dienstag den Vormarsch auf die zweitgrößte Stadt des Landes fortgesetzt.

Der zentrale Platz in Charkiw liegt nach dem Beschuss des Rathauses in Trümmern. Russische Granaten beschossen am Dienstag zivile Ziele in der zweitgrößten Stadt der Ukraine.
Der zentrale Platz in Charkiw liegt nach dem Beschuss des Rathauses in Trümmern. Russische Raketen beschossen am Dienstag zivile Ziele in der zweitgrößten Stadt der Ukraine. © Pavel Dorogoy/dpa

Russland setzte wohl „Vakuum-Bombe“ im Ukraine-Konflikt ein - Heftige Vorwürfe

Bereits am Montag gab es bei Angriffen Russlands laut ukrainischen Angaben elf Tote und Dutzende Verletzte. 87 Wohnhäuser seien zerstört worden. Russland behauptet, keine zivilen Objekte anzugreifen. Die Vorwürfe gegen Russland werden indes immer heftiger. Darstellungen der ukrainischen Botschafterin in den Vereinigten Staaten, Oksana Markarova, soll Russland bei seinem Vordringen in die Ukraine am Montag eine sogenannte Vakuum-Bombe eingesetzt haben, wie Welt berichtete.

„Sie haben heute eine Vakuum-Bombe eingesetzt, was nach Genfer Konvention verboten ist“, sagte Markarova demnach vor dem US-Kongress. Vakuumbomben erzeugen in der Regel eine deutlich längere Sogwirkung als herkömmlicher Sprengstoff, hieß es. Sie fügte an: „Die Verwüstung, die Russland der Ukraine zufügen will, ist groß.“ Russland um Machthaber Wladimir Putin* bezog hierzu laut Welt zunächst keine Stellung. Auch in anderen Teilen der Ukraine kommt es zu Kampfhandlungen. Auf dieser Karte erhalten Sie einen Überblick, über die großflächigen Angriffe Russlands. (dpa mit mbr) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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