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Ukraine meldet: Russland-Vorstoß in Mariupol abgewehrt – 150 Angreifer offenbar getötet

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marcus Giebel, Bettina Menzel

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Der Ukraine-Krieg steuert auf seine vierte Woche zu. In Mariupol befürchtet man einen Anstieg der Opferzahlen auf bis zu 20.000 Tote. Der News-Ticker.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Die wichtigsten Entwicklungen und Infos zum Ukraine-Krieg lesen Sie fortan in diesem News-Ticker. +++

Update vom 15. März, 15.15 Uhr: Nach ukrainischen Angaben sind bei einem Angriff auf eine Schule nahe der südukrainischen Großstadt Mykolajiw sieben Menschen getötet worden. Drei weitere wurden demnach verletzt. Der Angriff habe sich am Sonntagmorgen im Dorf Selenyj Haj ereignet, teilte der örtliche Zivilschutz mit. Mykolajiw gilt als schwer umkämpft, da die Stadt mit ihrem rund 490.000 Einwohnern am Zugang zum Schwarzen Meer liegt.

Update vom 15. März, 14.15 Uhr: Russland unterhält in seiner Exklave Kaliningrad einen riesigen Marinestützpunkt. Bei einem Manöver kamen Kriegsschiffe der deutschen Ostsee-Küste nahe. Was wir über die Baltische Flotte wissen. Und was nicht.

Ukraine-Krieg: Russische Truppen angeblich in Mariupol zurückgeschlagen

Update vom 15. März, 11.32 Uhr: Die strategisch wichtige Hafenstadt Mariupol meldet einen Erfolg. Ukrainische Truppen hätten einen russischen Vorstoß abgewehrt. Dabei seien etwa 150 Angreifer getötet sowie zwei Panzer zerstört worden, so der Generalstab am Dienstagmorgen.

Weiter teilte er mit, der russische Vormarsch stocke landesweit. Seit Kriegsbeginn seien mehr als 13.500 Soldaten aus Putins Armee getötet worden. Das ultranationalistische Bataillon Asow postete auf Telegram Fotos zerstörter russischer Militärfahrzeuge. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Dieses vom Asow-Bataillon am 14. März bereitgestellte Video-Standbild zeigt eine Luftaufnahme von ausgebrannten Hochhäusern in Mariupol.
Das ukrainische Asow-Bataillon stellte am 14. März dieses Video-Standbild von Mariupol bereit. © -/Azov Battalion/AP/dpa

Ukraine-Krieg-News: Klitschko kündigt 35-stündige Ausgangssperre an

Update vom 15. März, 10.31 Uhr: Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat eine 35 Stunden lange Ausgangssperre angekündigt. Auf Telegram schrieb er heute, alle Einwohner der Stadt sollten sich vorbereiten, dass sie „zwei Tage lang zu Hause oder im Falle eines Alarms im Schutzraum bleiben müssen“.

Die Ausgangssperre solle von Dienstagabend bis Donnerstagfrüh gelten. Einwohner dürfen ihre Häuser nur verlassen, um sich in Schutzräumen und Bunkern in Sicherheit zu bringen. Ausnahmen gelten demnach nur für Personen mit Sonderausweisen.

Ukraine-Krieg: Bürgermeister Vitali Klitschko vor einem zerstörten Haus in Kiew.
Ukraine-Krieg: Bürgermeister Vitali Klitschko vor einem zerstörten Haus in Kiew. © IMAGO/Sergei Chuzavkov/ZUMA Wire

Ukraine-Krieg: 40.000 Syrer wollen laut Bericht für Russland kämpfen

Update vom 15. März, 9.55 Uhr: Bereits mehr als 40.000 Syrer sollen sich registriert haben, um für die Truppen Putins in der Ukraine zu kämpfen. Das teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am 14. März mit, wie der US-Sender CBS berichtet. Bislang habe noch kein Kampfwilliger Syrien verlassen, hieß es von der Nichtregierungsorganisation mit Sitz in London weiter.

Am Abend des 14. März gab es folgende Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums. „Wir kennen alle Standorte ausländischer Söldner in der Ukraine. Gegen sie werden weiterhin gezielte Angriffe durchgeführt“, kündigte Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow an. „Eine Reihe westlicher Länder fördert auf staatlicher Ebene die Teilnahme ihrer Bürger als Söldner der Ukraine an Feindseligkeiten gegen russische Truppen“, behauptete Konaschenkow.

Russland will im Ukraine-Krieg auch Kämpfer aus Syrien

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Freiwillige aus aller Welt aufgefordert, in die Ukraine zu kommen und als Teil einer Internationalen Legion gegen die russische Armee zu kämpfen. Nach Angaben aus Kiew wollen Tausende dem Ruf folgen.

Mittlerweile hat auch Russland Ausländer in seine Reihen aufgenommen - dabei handelt es sich laut Kreml um erfahrene Männer aus Syrien, die angeblich freiwillig und kostenlos an der Seite der Russen kämpfen wollen. Alle Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.

Ukraine-Krieg-News: Schwere Explosionen in Kiew

Update vom 15. März, 8.25 Uhr: Die Hauptstadt Kiew steht unter Beschuss - die Hälfte der einst drei Millionen Einwohner ist noch dort. Der ukrainische Rettungsdienst hat nun weitere Tote gemeldet: „Es wurden zwei Leichen geborgen, 27 Menschen wurden gerettet.“ So lautete ein entsprechender aktueller Facebook-Post der Einsatzkräfte, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Einer der Angriffe habe ein 16-stöckiges Wohnhaus im Kiewer Stadtteil Swjatoschyn getroffen. Ein AFP-Journalist berichtete von schwerer Verwüstung an einem fünfstöckigen Wohnhaus in Podil, auch ein Stadtteil von Kiew. Der Angriff ließ alle Fenster in dem Gebäude zerbersten, die Hausbewohner warfen Trümmer aus ihnen.

Russlands Präsident Wladimir Putin habe bislang von einem „sofortigen Angriff“ auf die Hauptstadt Kiew und andere ukrainische Großstädte abgesehen, „um große zivile Verluste zu vermeiden“. Das hatte das russische Verteidigungsministerium zuvor mitgeteilt.

Rettungseinsatz im Ukraine-Krieg an einem bombardierten Hochhaus in Kiew am 15. März
Der ukrainische Rettungsdienst veröffentlichte am 15. März dieses Foto zu einem durch Beschuss verursachten Hochhausbrand in Kiew. © State Emergency Service of Ukraine/ /Handout/AFP

Die ukrainische Parlamentsabgeordnete Lesia Wasylenko twitterte an diesem Dienstagmorgen (15. März) ein Foto aus Podil, zu dem sie schrieb: „Der Stadtteil Podil von Kiew ist ein Ort, an dem man Kaffee trinkt und das Leben genießt. Jetzt nicht mehr. Vor 30 Minuten gab es einen Sprengstoffanschlag.“

Update vom 15. März, 5.28 Uhr: In der belagerten südostukrainischen Hafenstadt Mariupol sind nach Angaben örtlicher Behörden bisher mehr als 2000 Zivilisten getötet worden. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar seien 2357 Menschen ums Leben gekommen, teilte der Stadtrat in der Nacht zu Dienstag mit. Mariupol mit etwa 400.000 Einwohnern ist seit Tagen von russischen Einheiten umzingelt und vom Rest des Landes abgeschnitten. Ukrainische Behörden berichten von heftigen Luftangriffen auf die umkämpfte Stadt. Russland beharrt darauf, lediglich militärische Ziele anzugreifen.

Mariupol gilt als Symbol des ukrainischen Widerstands - seit dem Beginn des Krieges im ostukrainischen Donbass 2014 wurden mehrere Versuche prorussischer Separatisten abgewehrt, die Stadt einzunehmen. Der Berater des Bürgermeisters von Mariupol, Petro Andrjuschtschenko, nannte die Lage in der Stadt „unmenschlich“: „Kein Essen, kein Wasser, kein Licht, keine Wärme.“ Er befürchte viel mehr Tote – mit zunehmender Intensität der Angriffe könnte die Zahl der Opfer bis zu 20.000 betragen. Die Angaben sind nicht unabhängig zu prüfen.

Eine Frau geht an einem brennenden Wohnhaus vorbei, nachdem es in Mariupol, Ukraine, am Sonntag, 13. März 2022, beschossen wurde.
In Mariupol starben laut Behördenangaben mehr als 2300 Zivilisten seit Beginn des Ukraine-Kriegs. © Evgeniy Maloletka/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, bereits drei Tage lang würden 100 Tonnen Lebensmittel, Wasser und Medikamente für Mariupol nicht zur Stadt durchgelassen. Die Regierung in Kiew werde jedoch alles versuchen, um den Menschen zu helfen.

Ukraine-Krieg: Kämpfe mit Russland um strategisch wichtige Städte

Update vom 15. März, 5.18 Uhr: In der Ukraine gehen die Bombardierungen und Blockaden wichtiger Städte weiter. Die Behörden der Stadt Charkiw im Osten berichteten am Montagabend, dass bei einem russischen Luftangriff zwei Menschen getötet und ein weiterer verletzt wurde. In Tschuschujew südöstlich der Stadt wurde demnach außerdem ein 15-Jähriger bei einem Angriff auf eine Jugendeinrichtung getötet. Dem ukrainischen Generalstab zufolge plant Russland verstärkte „Umgruppierungen“ seiner Truppen in Richtung Charkiws.

Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass es sich die Eroberung der bereits eingekesselten Großstädte vorbehält. In einem solchen Fall werde es aber humanitäre Korridore zum Schutz der Zivilbevölkerung geben, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Präsident Wladimir Putin habe bislang von einem „sofortigen Angriff“ auf die Hauptstadt Kiew und andere ukrainische Großstädte abgesehen, „um große zivile Verluste zu vermeiden“.

Die ukrainische Armee bestritt unterdessen einen Raketenangriff auf die von pro-russischen Separatisten gehaltene Stadt Donezk, in der nach russischen Angaben mehr als 20 Menschen getötet wurden. (siehe Update vom 14. März, 20.43 Uhr)

Ukraine-Krieg-News: Weiterer Beschuss auf Charkiw

Update vom 14. März, 23.31 Uhr: Offenbar gab es einen weiteren Beschuss auf Charkiw. Gouverneur Oleh Synyehubov sagte auf Facebook, Charkiw sei von in Russland stationierten ballistischen Kurzstreckenraketen des Typs Iskander getroffen worden. Diese Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen. Russland äußerte sich zunächst nicht zu dem mutmaßlichen Vorfall.

Update vom 14. März, 22.39 Uhr: Fast 150.000 Zivilisten sind nach Angaben Kiews seit Kriegsbeginn aus von russischen Truppen belagerten Regionen in Sicherheit gebracht worden. „Wir haben 26 humanitäre Korridore eingerichtet“, sagte der stellvertretende Leiter der ukrainischen Präsidialverwaltung, Kyrylo Tymoschenko laut der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine. „Dank ihnen konnten mit Bussen eine sehr große Anzahl von Menschen evakuiert werden.“

Die Flüchtlingskorridore wurden laut Tymoschenko in den Regionen von Kiew, Sumy, Charkiw im Nordosten des Landes und Saporischschja im Osten eingerichtet. Auch in den von pro-russischen Separatisten kontrollierten Regionen Donezk und Luhansk seien Zivilisten vor den Kämpfen in Sicherheit gebracht worden, erklärte Tymoschenko.

Ukraine-Krieg-News: Raketenangriff in Donezk sorgt für 20 Tote - und Vorwürfe auf beiden Seiten

Update vom 14. März, 20.43 Uhr: In der ostukrainischen Großstadt Donezk sind nach Angaben aus Moskau und der prorussischen Separatisten mindestens 20 Menschen bei einem ukrainischen Raketenangriff getötet worden. Das russische Verteidigungsministerium teilte am Montag mit, 28 weitere Zivilisten seien schwer verletzt worden. Unter den Opfern seien Kinder. Von den Separatisten hieß es, die Rakete vom Typ Totschka-U (Nato-Code: SS-21 Scarab) sei über Donezk abgefangen worden, Teile seien aber dennoch im Stadtzentrum niedergegangen.

Kiew wies die Vorwürfe am Abend zurück. Es sei „eindeutig eine russische Rakete oder eine andere Art von Munition“ gewesen, sagte Leonid Matjuchin, ein Vertreter des ukrainischen Verteidigungsministeriums, der Agentur Interfax-Ukraine zufolge. Die Angaben beider Seiten konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Ukraine-Krieg in Donezk: Die Feuerwehr löscht einen Brand an einem Fahrzeug nach einem Raketenangriff
Die Folgen eines russischen Angriffs: In Donezk sollen mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen sein. © IMAGO / ITAR-TASS

Pentagon: Russisches Militär macht nur langsam Fortschritte beim Vorstoß auf Kiew

Das russische Militär macht nach Einschätzung der US-Regierung nur langsam Fortschritte beim Vorstoß auf die ukrainische Hauptstadt Kiew. Stellenweise seien die Soldaten weiter rund 15 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, sagte ein hoher US-Verteidigungsbeamter am Montag. Ein kilometerlanger, ins Stocken geratener russischer Militärkonvoi sei auch nicht wirklich vorangekommen. Die nordukrainische Stadt Tschernihiw sei im Wesentlichen isoliert. Aber auch dort gibt es dem Pentagon zufolge kaum Fortschritte des russischen Militärs, weil der Widerstand der Ukrainer demnach sehr stark ist.

Der jüngste russische Angriff auf den Militärübungsplatz Jaworiw rund 15 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt hat nach Angaben des Pentagon keine Auswirkungen auf die Lieferungen des Westens an die ukrainische Armee. Es wäre falsch anzunehmen, dass die Russen dort eine Art Umschlagplatz für Sicherheitsunterstützung getroffen hätten, sagte der Beamte. Seit Beginn des Krieges habe das russische Militär insgesamt mehr als 900 Raketen abgeschossen. Der Beamte betonte außerdem, dass der ukrainische Luftraum weiterhin umkämpft sei. Die Russen hätten trotz ihrer Ausrüstung nicht die Kontrolle über den Luftraum.

Ukraine-Krieg: Neun Menschen bei Angriff auf Fernsehturm getötet

Update vom 14. März, 18.48 Uhr: Bei einem Angriff russischer Truppen auf einen Fernsehturm nahe der ukrainischen Stadt Riwne sind nach Angaben örtlicher Behörden neun Menschen getötet worden. Neun weitere seien bei dem Beschuss des Turms im westukrainischen Ort Antopil verletzt worden, teilte der Leiter der Regionalverwaltung, Witalij Kowal, am Montag im Onlinedienst Telegram mit. Zwei Raketen hätten den Fernsehturm und ein Verwaltungsgebäude direkt daneben getroffen.

Ukraine-Krieg-News: Angriff auf Flugzeugbauunternehmen in Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat es am Montag einen Angriff auf ein bekanntes Flugzeugbauunternehmen gegeben. „Die Besatzer haben das Antonow-Werk beschossen“, teilte die Stadtverwaltung im Nachrichtenkanal Telegram mit. Rettungskräfte seien vor Ort. Zunächst war unklar, ob es Verletzte und Tote gab. Das Portal „strana.news“ veröffentlichte Fotos und Videos, die eine riesige Rauchwolke über der Fabrik zeigen sollen. Einzelheiten lagen zunächst nicht vor.

Moskau bestätigte am Abend, Russlands Militär habe im Antonow-Werk „ein großes Munitionslager für Mehrfachraketensysteme“ zerstört. Das Unternehmen baut nach eigenen Angaben sowohl Fracht- als auch Passagierflugzeuge. Das Werk liegt im Nordwesten Kiews.

Die Stadtverwaltung rief die Einwohner einmal mehr dazu auf, bei Luftalarm einen sicheren Ort aufzusuchen. Es gelte weiterhin das Kriegsrecht. Wo es möglich sei, seien öffentliche Verkehrsmittel in der Zeit von 8.00 bis 19.00 Uhr (Ortszeit, 7.00 bis 18.00 Uhr MEZ) unterwegs.

Russland meldet 250.000 Flüchtlinge aus Ukraine seit Kriegsbeginn

Update vom 14. März, 16.50 Uhr: Russischen Angaben zufolge sind seit Beginn des Ukraine-Kriegs fast 250.000 Menschen aus dem Land nach Russland geflohen. Weiter erklärte Generalmajor Michail Misinzew vom russischen Verteidigungsministerium der Agentur Tass, dass sich darunter 55.000 Kinder befunden hätten. Allein an den beiden vergangenen Tagen seien 8575 Zivilisten, davon 1292 Kinder, aus der Ukraine sowie aus den von Moskau als unabhängig anerkannten Separatistengebieten nach Russland eingereist. Mehr als 2,6 Millionen Menschen hätten um Hilfe bei der Evakuierung gebeten, sagte Misinzew. Moskau habe zudem mehr als 2100 Tonnen Hilfsgüter ins Nachbarland geschickt. Wie immer gilt jedoch im Krieg: Die Zahlen sind nicht unabhängig zu überprüfen.

Erstmeldung: München - Im Ukraine-Krieg* kommen die russischen Invasoren weiter nur sehr langsam voran. Das Atomkraftwerk Saporischschja, das größte und leistungsstärkste seiner Art in Europa, aber haben die Truppen von Wladimir Putin* bereits eingenommen. Nun sollen sie laut ukrainischen Angaben unweit der Anlage Teile eines Munitionslagers gesprengt haben. Wie der ukrainische Atomkraftbetreiber Enerhoatom via Telegram mitteilte, habe sich die Explosion bei der Ruine eines Militär-Ausbildungsplatzes ereignet.

Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Von russischer Seite gab es zunächst keine Stellungnahme. Weiter hieß es von Enerhoatom, das Personal im Kraftwerk habe wegen der Explosion zwischenzeitlich die Arbeit niedergelegt. Es war zunächst nicht bekannt, ob sich die Strahlenbelastung durch den Vorfall verändert habe.

Ukraine-Krieg: Wer hat die Kontrolle über Europas größtes Atomkraftwerk?

Zuletzt herrschte Unklarheit darüber, wer für den Betrieb und die Sicherheit im von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine verantwortlich ist. Enerhoatom meldete der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, das Atomkraftwerk stehe „unter der Kontrolle des Befehlshabers der russischen Streitkräfte“. Der russische Staatskonzern Rosatom dementierte dagegen im Austausch mit der IAEA, die operationelle Kontrolle übernommen zu haben.

Am 24. Februar hatte Putin den Einmarschbefehl gegeben, woraufhin die bereits seit Monaten an der Grenze zur Ukraine stationierten Truppen* die Invasion starteten. Der Kreml-Chef wähnt sich offiziell auf einer Spezialoperation, um die Ukraine zu entnazifizieren. Der Widerstand der einheimischen Streitkräfte dürfte aber auch ihn überrascht haben. Während sich der Angriff nur sehr mühsam vorwärtsbewegt, haben Tausende ihr Leben verloren, Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. (mg mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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