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Annexion der Krim

Ukraine: Gipfel-Treffen zur Krim - russische Annexion soll rückgängig gemacht werden

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
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In der Krim-Krise setzt die Ukraine jetzt zur Reintegration der Halbinsel an. Zahlreiche Nationen machen beim Gipfel-Treffen Druck auf Russland.

Kiew – Bei einem Gipfeltreffen zahlreicher Staatsvertreter in der Ukraine machte der Präsident des Landes, Wolodymyr Selenskyj deutlich, dass er die Annexion der Krim durch Russland nicht akzeptiert, und plant rückgängig zu machen. Das Treffen am Montag (23.08.2021) fand als Auftakt der neuen „Krim-Plattform“ statt, die das internationale Bestreben zur Reintegration der Halbinsel bündeln soll. Unter anderem war auch der deutsche Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) anwesend.

Im Jahr 2014 hatte Russland unter Präsident Wladimir Putin das Gebiet nach einer militärischen Invasion gegen internationalen Protest in sein Staatsgebiet eingegliedert. Die Europäische Union, die USA und weitere Nationen halten seitdem Sanktionen gegen Russland aufrecht, wobei die Spannungen um die Krim immer wieder zu eskalieren drohen. Mit der neuen Plattform will die Ukraine nun den „Countdown für die De-Okkupation“ gestartet haben, wie Selenskyj bei dem Gipfel sagte.

Sanktionen gegen Russland: EU sichert Ukraine Unterstützung in der Krim-Krise zu

Weiterhin warf der Präsident der Ukraine Russland vor, die Menschenrechte der Bürger auf der Krim zu verletzen, und verwies auf über 100 politische Gefangene, die es in dem Gebiet inzwischen gebe. Des Weiteren habe sich die Halbinsel im Schwarzen Meer in den vergangenen sieben Jahren von einer Urlaubs- und Erholungsregion in einen ökologisch gefährdeten Militärstützpunkt verwandelt: „Die Krim war eine Garantie der internationalen Stabilität und ist jetzt ein Pulverfass“, sagte Selenskyj.

Beim Auftakt der neuen „Krim-Plattform“ bekundeten zahlreiche Nationen ihre Unterstützung für die Ukraine, und bekräftigten die Sanktionen gegen Russland.

Darüber hinaus bekundeten auch viele Gäste des Gipfels die Absicht, die Krim nicht widerstandslos in russische Hände fallen zu lassen. So sagte EU-Ratspräsident Charles Michel: „Unsere Aufgabe ist es, dass die Annexion niemals legalisiert wird.“ Einer Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge bekräftigte Altmaier zudem, „dass sich die Bundesregierung gemeinsam mit den EU-Partnern entschieden zur territorialen Unversehrtheit der Ukraine und zur Nichtanerkennung der völkerrechtswidrigen Krim-Annexion durch Russland sowie zur Aufrechterhaltung der Krim-Sanktionen gegen Russland bekennt.“

Krim-Annexion: Ukraine fordert weitere Sanktionen gegen Russland

Die Ukraine fordert allerdings nicht nur die Aufrechterhaltung der Sanktionen, sondern deren Ausweitung, um den Druck auf Russland in der Krim-Krise zu erhöhen. Russland hingegen hatte immer wieder betont, sich auf keine Gespräche über die Rückgabe der Krim einzulassen, und warnte vor Versuchen einer gewaltsamen Rückeroberung. Russlands Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete den Gipfel vom Montag als „Hexensabbat“. (vbu/dpa)

Während weltweit der Druck auf Russland wächst, sicherte auch Erdogan der Ukraine Unterstützung zu.

Rubriklistenbild: © Michael Gruber/dpa

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