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Vitali Klitschko befürchtet im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland eine weitere Eskalation. (Archivbild)
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Vitali Klitschko befürchtet im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland eine weitere Eskalation. (Archivbild)

„Wir müssen bereit sein“

Ukraine-Konflikt: Klitschko glaubt an „Eskalation“ mit Russland

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko warnt vor einem baldigen Einmarsch Russlands in die Ukraine. Für die Gespräche des Nato-Russland-Rats hat er nicht viel übrig.

Kiew – Verhandlungen zwischen Russland und den USA mit Hinblick auf die Ukraine haben keine Lösung gebracht. Etwa 100.000 russische Soldat:innen soll der Kreml in den vergangenen Wochen an die Grenze beordert haben. Im Dezember drohte Wladimir Putin mit einer „militärisch-technischen Reaktion“, sollten die westlichen Staaten ihre „eindeutig aggressive Haltung“ nicht aufgeben. Der Kreml fordert, dass sich die Nato nicht weiter Richtung Osten erweitert.

Die Angst vor einem Einmarsch Russlands wächst, auch bei Vitali Klitschko. Der ehemalige Schwergewichts-Boxer und heutige Bürgermeister von der ukrainischen Hauptstadt Kiew bereite sich derzeit auf eine „Eskalation“ des Konflikts vor.

Ukraine: Vitali Klitschko befürchtet russische Invasion in Kiew

Mit deutlichen Worten richtet sich Vitali Klitschko an Russland: „Wenn es eskaliert, müssen wir bereit sein, unsere Unabhängigkeit und die Integrität unseres Landes zu verteidigen“, sagte er dem US-Sender CNN. Als Bürgermeister von Kiew sei er für die Organisation des Zivilschutzes in der Hauptstadt zuständig. „Wir hoffen, dass dies nie passiert. Das ist der schlimmste Fall, aber wir müssen vorbereitet sein“, fügte Klitschko hinzu. Wegen der russischen Streitkräfte an der Grenze zur Ukraine sei er „besorgt“. Allerdings halte er es für möglich, dass Russland nur die „Muskeln spielen“ lasse.

Erstmals seit zwei Jahren waren die Nato-Staaten sowie Vertreter des Kremls zu Gesprächen des Nato-Russland-Rates zusammengekommen, um über die Spannungen zwischen beiden Seiten zu beraten. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg teilte im Nachhinein mit, dass die Differenzen nur schwer zu überbrücken seien: „Das war keine einfache Diskussion.“ Es bestehe weiter ein „echtes Risiko eines bewaffneten Konflikts in Europa“. Und Stoltenberg sagte: „Russland ist der Aggressor“.

Weil die Ukraine nicht auf dieser Ebene einbezogen wurden, übte Klitschko auch deutliche Kritik an den Gesprächen in Belgien und der Schweiz. „Jeder spricht über die Ukraine, ohne die Ukraine“, sagte er CNN. Er sprach von einem „geopolitischen Spiel“.

Russland stellvertretender Außenminister Alexander Gruschko sagte am Mittwoch, dass das Verhalten der Nato inakzeptable Risiken für Russland erzeuge. Doch „klare Signale einer Deeskalation“ durch Russland seien nicht zu erkennen, sagte zudem die US-Botschafterin bei der Nato, Julianne Smith.

Russland beginnt Militärübung – parallel zu Nato-Gesprächen über Ukraine

Parallel zu den Gesprächen hat Russland am Dienstag ein Panzer-Manöver begonnen. Etwa 3.000 Soldat:innen seien an den Übungen in den Regionen Woronesch, Belgorod und Brjansk nahe der Ukraine sowie in Smolensk nahe Belarus beteiligt, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das russische Militär.

Vor wenigen Wochen hatte Vitali Klitschko die deutsche Bundesregierung um Unterstützung gebieten. Die Lage sei „sehr, sehr ernst“. Die neue Regierung müsse „verstehen, dass Hilfe für unser Land noch nie so wichtig war“, so Kiews Bürgermeister.

Bereits seit 2014, nach der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland, bekämpfen sich in der Ostukraine pro-russische Milizen und die ukrainische Armee. In Donezk und Luhansk haben die Separatist:innen sogenannte Volksrepubliken ausgerufen. Seit Beginn des Konflikts wurden bei den Kämpfen mehr als 13.000 Leute getötet. (lrg)

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