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Gespräch über russische Truppen

Ukraine-Konflikt: Biden will Selenskyj Unterstützung zusichern

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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US-Präsident Biden und Ukraines Staatschef Selenskyj wollen über Lösungen im Konflikt mit Russland beraten. Unterdessen wird ein ukrainischer Soldat von prorussischen Milizen getötet.

Washington – Im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine setzt US-Präsident Joe Biden weiter auf Telefon-Diplomatie. Nach seinem Gespräch mit Russlands Staatschef Wladimir Putin will Biden am Sonntag (02.01.2022) auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sprechen. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Agence France-Presse.

Nach Angaben aus Washington wollte Biden bei dem Telefonat mit Selenskyj „die Unterstützung der USA für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine bekräftigen“. Es werde um „Russlands militärische Aufrüstung an den ukrainischen Grenzen“ gehen, Washington wolle „bevorstehende diplomatische Bemühungen“ für eine Deeskalation vorbereiten, hieß es im Vorfeld von US-Seite.

Verhandlungen zwischen USA und Ukraine im Konflikt mit Russland

Selenskyj kündigte an, mit Biden „Schritte zum Wohle des Friedens in der Ukraine und der Sicherheit in Europa zu koordinieren“. Bereits am Donnerstag (30.12.2021) hatte Biden mit Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert. Beide tauschten Drohungen aus, riefen aber gleichzeitig zu Verhandlungen auf.

Hintergrund ist ein massiver russischer Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine. Der Westen befürchtet, Russland könnte das Nachbarland angreifen. Die Regierung in Moskau weist jegliche Angriffspläne und Kritik an den Truppenbewegungen zurück und wirft seinerseits Kiew und der Nato „Provokationen“ vor.

Nachdem US-Präsident Joe Biden Ende Dezember bereits mit Russlands Staatschef Putin telefoniert hat, will er nun auch mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj sprechen.

Ukraine-Konflikt: Russland verlangt Sicherheitsgarantien des Westens

Russland verlangt Sicherheitsgarantien des Westens und hat Entwürfe für zwei Abkommen mit den USA und der Nato vorgelegt, mit denen eine Osterweiterung des Militärbündnisses sowie die Errichtung von US-Militärstützpunkten in Staaten der ehemaligen sowjetischen Einflusssphäre untersagt werden sollen. Die weitreichenden Forderungen wurden von mehreren Nato-Mitgliedern zurückgewiesen.

Derweil ist am Samstag (01.01.2022) im Osten der Ukraine ein ukrainischer Soldat bei Kämpfen mit prorussischen Milizen getötet worden. Die ukrainische Armee teilte mit, die prorussischen Kämpfer hätten binnen 24 Stunden drei Angriffe gestartet und dabei Granatwerfer und Handfeuerwaffen eingesetzt. Dabei sei der Soldat tödlich verletzt worden.

Russland-Ukraine-Konflikt: Erstes Opfer seit Verkündung der Waffenruhe

Am 22. Dezember hatten internationale Beobachter:innen erklärt, die Konfliktparteien in der Ostukraine hätten sich auf die Wiederherstellung einer Waffenruhe geeinigt. Schon am nächsten Tag warfen sich beide Seiten jedoch gegenseitig vor, die Waffenruhe verletzt zu haben. Bei dem am Samstag getöteten Soldaten handelt es sich um das erste Opfer seit Verkündung der erneuten Waffenruhe.

In der Ostukraine bekämpfen sich seit 2014 prorussische Milizen und die ukrainische Armee, nachdem Russland die ukrainische Halbinsel Krim annektiert hatte. Moskau unterstützt in dem Konflikt die Separatisten, die in Luhansk und Donezk sogenannte Volksrepubliken ausgerufen haben. Insgesamt wurden bereits mehr als 13.000 Menschen bei den Kämpfen getötet. (acg mit afp)

Rubriklistenbild: © Adam Schultz/imago-images

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