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Ukraine-Krieg: Selenskyj fordert 1000 Raketen pro Tag

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Von: Karolin Schäfer

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Ein ukrainischer Soldat hält eine FGM-148 Javelin, eine tragbare Panzerabwehrrakete amerikanischer Bauart, an einem Kontrollpunkt in der Nähe von Charkiw.
Ein ukrainischer Soldat hält eine FGM-148 Javelin, eine tragbare Panzerabwehrrakete amerikanischer Bauart, an einem Kontrollpunkt in der Nähe von Charkiw. © Sergey Bobok/AFP

Die Ukraine benötigt während Putins Krieg zusätzliche militärische Unterstützung. Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert 1000 Raketen – und das täglich.

Kiew – Die Nachfrage nach Raketen und Waffen in der Ukraine* wächst. Nun hat Kiew* die Liste benötigter, militärischer Unterstützung aktualisiert und forderte hunderte Flugabwehr- und Panzerabwehrraketen von der US-Regierung an.

Aus einem Bericht, der CNN vorliegt, geht hervor, dass im Ukraine-Konflikt* vor allem Stinger-Flugabwehrraketen und Javelin-Panzerabwehrraketen benötigt werden. Nach ukrainischen Angaben werden jeweils 500 Stück gefordert – und das jeden Tag.

Ukraine-Krieg: Bedarf an militärischer Unterstützung wächst

Der Bedarf an weiterer militärischer Unterstützung seitens der Ukraine wächst vor dem Hintergrund, dass der Armee angesichts des anhaltenden Angriffs Russlands* möglicherweise die Waffen ausgehen. Nach Informationen von CNN soll die USA* auf die Forderung bisher zurückhaltend reagiert haben.

Die USA und auch andere Nato-Mitglieder* hatten die Ukraine bereits kurz nach Beginn der russischen Invasion mit Waffen versorgt. Laut CNN sollen bis zum 7. März etwa 17.000 Panzerabwehrraketen und 2000 Flugabwehrrakete verschickt worden sein. Seitdem sollen die Nato-Staaten die Lieferungen von Waffen und Ausrüstung aufrechterhalten haben, obwohl Russland der USA mehrfach gedroht habe. Zuletzt hatte Medienberichten zufolge Dmitri Medwedew, Vize-Chef des russischen Sicherheitsrates, in einer Erklärung die USA vor einer atomaren Katastrophe gewarnt, sollten sie mit der von ihm bezeichneten Verschwörung zur Zerstörung Russlands fortfahren.

Ukraine-Krieg: Diese militärische Ausrüstung wird gefordert

Inzwischen sei der letzte Teil eines Sicherheitspakets im Wert von 350 Millionen US-Dollar in der Ukraine eingetroffen, wird ein Verteidigungsbeamter von CNN zitiert. Dies wurde Ende Februar genehmigt. Die nächsten Pakete im Wert von einer Milliarde US-Dollar sollen dem Beamten zufolge bereits unterwegs sein. „Panzersysteme, Munition und unsere Waffen strömen in die Ukraine, während ich hier spreche“, sagte US-Präsident Joe Biden* am Donnerstag (24.03.2022) laut CNN.

Neben den Raketen gehen aus dem Bericht weitere Forderungen seitens der Ukraine hervor:

Ukraine-Krieg: Selenskyj wendet sich in Ansprache an Nato-Mitglieder

Auch einige Kongressabgeordnete forderten die Lieferung der angeforderten Waffen in die Ukraine. „Sie brauchen alle Mittel, um den Krieg nicht nur zu überleben, sondern ihn auch zu gewinnen. Ob wir ihnen nun Luft-Boden-Raketen, Drohnen oder die gesamte militärische Unterstützung zur Verfügung stellen“, sagte Senatorin Jacky Rosen gegenüber CNN.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj* hatte sich am Donnerstag (24.03.2022) in einer Videoansprache direkt an die Staats- und Regierungschefs der Nato gewandt. Dabei bat Selenskyj um die Bereitstellung von „nur einem Prozent“ der Kampfjets und Panzer des Bündnisses. „Die Ukraine braucht militärische Unterstützung – ohne Einschränkungen – da Russland sein gesamtes Arsenal uneingeschränkt gegen uns einsetzt“, sagte Selenskyj in der Ansprache. „Ihr habt Tausende von Kampfjets. Aber wir haben noch keine bekommen“, so der ukrainische Präsident weiter. Bis jetzt habe es noch keine eindeutige Antwort auf die Anfrage gegeben.

Putins Krieg: Lieferungen von Kampfflugzeugen in die Ukraine sind umstritten

„Wir haben um Panzer gebeten, damit wir unsere Städte, die jetzt im Sterben liegen, wieder freimachen können: Mariupol, Berdjansk, Melitopol und andere“, erklärte der Präsident mit Blick auf den Ukraine-Krieg*. „Städte, in denen Russland Hunderttausende von Menschen als Geiseln hält und künstlich eine Hungersnot herbeiführt.“

Die Forderung der Ukraine für zusätzliche Kampfflugzeuge ist innerhalb der Nato umstritten. Das Bündnis hat die Befürchtung, dass die Lieferung von Wladimir Putin* als kriegerischer Akt gewertet werden könnte. Auf dem Nato-Gipfel beratschlagen die Mitgliedsländer über weitere Maßnahmen. Neue Sanktionen gegen Russland wurden bereits beschlossen.

Derweil hat Großbritannien weitere Waffenlieferungen an die Ukraine angekündigt. 6000 Raketen, darunter Panzerabwehrwaffen und andere Geschosse, will der britische Premier Boris Johnson* zur Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg liefern. „Wir können die Flamme der Freiheit in der Ukraine am Leben erhalten oder riskieren, dass sie in ganz Europa und der Welt erstickt wird“, sagte der konservative Politiker Mittwochabend (23.03.2022) vor Beginn des Nato-Gipfels. Zudem werde Großbritannien das ukrainische Militär mit etwa 30 Millionen Euro stärken. (kas) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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