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Russland sieht Nato und Ukraine als „dauerhafte Bedrohung“

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Von: Karolin Schäfer

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Wladimir Putin, Präsident von Russland, leitet eine Sitzung des Sicherheitsrates der Russischen Föderation in Anwesenheit von Dmitri Medwedew (links). (Archivbild)
Wladimir Putin, Präsident von Russland, leitet eine Sitzung des Sicherheitsrates der Russischen Föderation in Anwesenheit von Dmitri Medwedew (hinten links). (Archivbild) © dpa

Der russische Politiker Dmitri Medwedew ist sich sicher, dass Selenskyj nur eine Marionette des Westens ist. Die Ukraine und Nato sieht er weiter als Bedrohung.

Wolgograd – Russland treibt den Ukraine-Krieg weiter voran. Die Fronten zum Westen sind verhärtet. Aus Sicht des Vizechefs des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, bleiben Nato und Ukraine eine dauerhaften Bedrohung für die Föderation.

Solange das Bündnis und die Ukraine die 2014 annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim nicht als Teil Russlands anerkennen, sei das eine Gefahr für das Land, betonte Medwedew am Sonntag (17. Juli) bei einem Treffen mit Veteranen in Wolgograd. Wie so oft im eskalierten Ukraine-Konflikt drohte der ehemalige russische Präsident mit Vergeltungsmaßnahmen.

Russland droht Westen und Ukraine: „Systematische Bedrohung“

Sollte die Ukraine versuchen, die Halbinsel zurückzuerobern, werde über die Bevölkerung das „jüngste Gericht“ hereinbrechen – und das „sehr schnell und schwer“, so Medwedew. „Wenn irgendein anderer Staat glaubt, sei es die Ukraine oder seien es die Staaten der Nato, dass die Krim nicht russisch ist, dann ist das für uns eine systematische Bedrohung“, erklärte der Politiker.

Zudem wies Medwedew bei dem Treffen darauf hin, dass die Nato-Staaten über Atomwaffen verfügten, die gegen Russland gerichtet seien. Dabei demonstrierte der russische Präsident Wladimir Putin in den vergangenen Wochen des Krieges die vermeintlich, militärische Stärke Russlands und drohte wiederholt mit Atomwaffen.

Russland sieht Selenskyj als Marionette des Westens

Gleichzeitig schoss Medwedew gegen das ukrainische Staatsoberhaupt Wolodymyr Selenskyj. Moskau bezeichnete Selenskyj als Marionette des Westens, der sich seine Politik in erster Linie von den USA vorschreiben ließe. Wenn an der Spitze der Ukraine wieder „ein verrückter Nationalist oder irgendeine schwache ausführende Figur steht“, dann sei das ein Risiko, dass der Konflikt eskaliere, so Medwedew.

Die von Russland bezeichnete Militäroperation wird allem Anschein nach vorerst kein Ende finden. Moskau werde Medwedew zufolge den Krieg erst beenden, wenn die Ukraine vollständig entmilitarisiert ist. „Sie müssen nicht daran zweifeln, dass die Ziele der Operation erreicht werden“, sagte er. Alle Bedrohungen gegen in der Ukraine würden beseitigt werden. (kas/dpa)

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