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Ukraine-Krieg: Staudamm unter Beschuss – Russischer Panzer-Konvoi zerstört

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Von: Helena Gries, Tobias Utz, Caspar Felix Hoffmann, Lukas Zigo, Karolin Schäfer, Tim Vincent Dicke, Nadja Austel, Vincent Büssow, Nail Akkoyun, Stefan Krieger, Jan Oeftger

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Bei einem Angriff der Ukraine in der von Russland besetzten Region Cherson ist der Kachowka-Staudamm beschädigt worden.

Dieser News-Ticker ist beendet: Alle aktuellen Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg erfahren Sie im neuen Ticker.

+++ 16.15 Uhr: Der Kachowka-Staudamm in der von Russland besetzten südukrainischen Region Cherson ist russischen Angaben zufolge bei einem Angriff beschädigt worden. Am Sonntag (6. November) habe es demnach einen ukrainischen Angriff mit „sechs HIMARS-Raketen“ gegeben, berichtete die staatliche Agentur Tass und berief sich auf einen Repräsentanten des Katastrophenschutzes. Eine Rakete habe den Staudamm getroffen. Das kilometerlange Absperrbauwerk Nowa Kachowka besteht in Teilen aus einer Mauer und einem Damm und liegt am Dnjepr in der Region Cherson. Diese wurde von Moskau annektiert und wird derzeit von russischen Truppen kontrolliert. Zu der Anlage, die sich derzeit ebenfalls in russische Kontrolle befindet, gehört auch ein Wasserkraftwerk.

Fahrbare Artilleriesysteme feuern Raketen
Bei einem Angriff der Ukraine in der von Russland besetzten Region Cherson ist der Kachowka-Staudamm beschädigt worden. Russischen Angaben zufolge habe es einen Angriff mit „sechs Himars-Raketen“ gegeben. (Symbolfoto) © Corporal Madhur Chitnis/dpa

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder gegenseitige Anschuldigungen Russlands und der Ukraine, eine Zerstörung des Bauwerks zu planen, was großflächige Überschwemmungen und Zerstörungen zur Folge haben könnte. Beide haben die Behauptungen der Gegenseite jedoch zurückgewiesen.

News zum Ukraine-Krieg: Ukrainische Armee zerstört Panzer-Konvoi

+++ 14.45 Uhr: Vom Kriegsgeschehen in der Ukraine tauchen immer wieder Videos auf. Ein aktuelles Video, welches am Samstag (5. November) vom offiziellen Account des ukrainischen Verteidigungsministeriums auf Twitter gepostet wurde, zeigt einen Angriff auf russische Panzer und die anschließende Flucht russischer Soldaten. In den Aufnahmen ist ein Konvoi aus drei russischen Panzern aus der Vogelperspektive zu sehen. Bei einem der Panzer kommt es nach Beschuss durch ukrainische Streitkräfte zur Explosion. Im weiteren Verlauf des Videos sind russische Soldaten zu sehen, die Schutz in einem nahe gelegen Wald suchen. Neben dem Video enthielt der Beitrag des Ministeriums bei Twitter noch den Text: „Strike“. Bis Sonntagmittag (6. November) wurde das Video auf Twitter fast 500.000 Mal aufgerufen.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Angriffe vernichten ukrainische Wälder

+++ 13.05 Uhr: Der Krieg in der Ukraine hat dem Land Schäden in Höhe von mehr als 37,4 Milliarden US-Dollar zugefügt. Das teilte die ukrainische Rechnungskammer auf Facebook mit. Fast ein Drittel der ukrainischen Wälder, rund drei Millionen Hektar, seien demnach betroffen, der fruchtbare schwarze Boden der Ukraine sei in großen Teilen des Landes kontaminiert.

Wie die Behörde weiter mitteilt, seien einige der Wälder für immer verloren. Durch Waldbrände, das Verbrennen von Erdölprodukten und Industriestandorten im Rahmen des Ukraine-Krieges werden täglich über 67 Millionen Tonnen gefährlicher Partikel in die Luft freigesetzt. Üblich seien etwa 2,2 Millionen Tonnen pro Jahr, so die ukrainische Rechnungskammer.

News im Ukraine-Krieg: Russische Angriffe im Süden der Ukraine

+++ 11.45 Uhr: Mehrere Städte im Süden der Ukraine sind nach örtlichen Behördenangaben in der Nacht auf Sonntag von russischen Truppen mit Artillerie und Raketen beschossen worden. In Saporischschja sei ein Gebäude der zivilen Infrastruktur zerstört worden, teilte ein Mitarbeiter des Stadtrates ohne nähere Details mit. Ein Mensch sei getötet worden. Auch benachbarte Gebäude seien beschädigt worden.

Im Gebiet Dnipropetrowsk schlugen demnach Geschosse aus Rohrartillerie und Mehrfachraketenwerfern in der Stadt Nikopol sowie den Orten Myrowe und Marhanez ein. In Myrowe sei ein neunjähriges Mädchen verletzt worden, schrieb der Vorsitzende des Gebietsparlaments, Mykola Lukaschuk, auf Telegram. Die getroffenen Orte liegen auf dem nördlichen Ufer des Flusses Dnipro. Russische Truppen haben das Südufer besetzt und können von dort unter anderem aus dem Schutz des Kernkraftwerks Saporischschja heraus schießen.

News im Ukraine-Krieg: Kiew fürchtet Blackout – und bereitet Evakuierung vor

+++ 10.35 Uhr: Wegen der großen Schäden am Energiesystem in der Ukraine schließt der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko einen Zusammenbruch der Strom-, Wärme- und Wasserversorgung in der ukrainischen Hauptstadt nicht aus. Im ukrainischen Fernsehen rief Klitschko die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, Vorräte für einen solchen Fall anzulegen. Zudem sollten die Menschen in Kiew darüber nachdenken, zeitweise außerhalb der Stadt unterzukommen. Dies sei das schlimmstmögliche Szenario. „Wir tun alles, damit es nicht so weit kommt“, sagte Klitschko. „Aber wir wollen offen sein: Unsere Feinde tun alles dafür, damit diese Stadt ohne Heizung, ohne Strom, ohne Wasserversorgung dasteht – allgemein: dass wir alle sterben.“

Berichten der New York Times zufolge haben die Behörden in Kiew bereits damit begonnen, die Evakuierung der drei Millionen Einwohner zu planen, sollte es in der Stadt zu einem Blackout kommen. Zudem sollen in der Stadt 1000 Heizzentralen errichtet werden. Der Pressedienst von Ukrenergo, dem Betreiber der überregionalen Stromnetze in der Ukraine, teilte zudem mit, dass stündliche Ausfallpläne in den Regionen Kiew, Kiew, Tschernihiw, Tscherkassy, ​​Schytomyr, Sumy, Charkow und Poltawa eingeführt wurden.

+++ 9.45 Uhr: Die externe Stromversorgung des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja ist nach zwei Tagen Unterbrechung wieder hergestellt worden. Wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien am Samstagabend (5. November) berichtete, wurden zwei Leitungen repariert. Das von Russland besetzte AKW ist zwar derzeit nicht im Betrieb, doch die Anlage braucht weiterhin Elektrizität, um Kernmaterial zu kühlen und einen Atomunfall zu verhindern. Derweil hat es in der Nacht zum Sonntag erneut russische Angriffe auf ein Wohngebiet in Saporischschja, berichtete Anatolii Kurtiev, der Bürgermeister von Saporischschja auf Telegram.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Soldaten entführen offenbar Kinder aus der Ukraine

+++ 8.40 Uhr: Russische Streitkräfte haben offenbar 34 Kinder aus dem Dorf Preobraschenka in der Region Cherson entführt. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent unter Berufung auf den Gouverneur des Gebiets Cherson, Jaroslaw Januschewytsch. Die Kinder sollen in die russische Stadt Anapa gebracht worden sein. „Den Eltern wurde versprochen, dass ihre Kinder bis Ende dieser Woche zurückkommen würden“, schrieb Valentyna Holovata, die Leiterin der Militärverwaltung des Dorfes auf Telegram.

News zum Ukraine-Krieg: Schwere Kämpfe rund um Cherson

Update vom Sonntag, 6. November, 6.30 Uhr: Rund um die südukrainische Stadt Cherson haben sich ukrainische Truppen und russische Besatzer schwere Kämpfe geliefert. Nach russischer Darstellung seien verschiedene Frontabschnitte in der Region unter schwersten Artilleriebeschuss geraten. An einigen Stellen seien größere Truppenverlegungen und Bewegungen ukrainischer Panzerverbände registriert worden. „Offenbar bereiten die ukrainischen Truppen einen neuen Angriff vor“, spekulierte der von Russland eingesetzte Vize-Verwaltungschef der besetzten Region, Kirill Stremoussow.

Auch das ukrainische Militär hatte zuvor von schweren Kämpfen und Artillerieduellen in der Umgebung von Cherson berichtet. Die ukrainische Führung will die Region im Süden des Landes nach ersten Erfolgen noch komplett befreien.

News zum Ukraine-Krieg: Selenskyj wirft dem Iran „Lügen“ vor

+++ 21 Uhr: Der Iran hat zugegeben, eine „begrenzte Anzahl“ an Kampfdrohnen an Russland geliefert zu haben. Bislang hatte die iranische Führung in Teheran Waffenlieferungen dementiert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht das Eingeständnis allerdings kritisch. Er warf der Regierung „Lügen“ vor.

„Selbst bei diesem Geständnis lügen sie“, sagte der ukrainische Staatschef am Samstag (5. November) in seiner täglichen Videobotschaft. Die Zahl der von der ukrainischen Luftwaffe abgeschossenen iranischen Drohnen würde die vom Iran genannte Anzahl übersteigen, sagte Selenskyj. „Und je mehr Teheran lügt, desto mehr wird die internationale Gemeinschaft diese terroristische Zusammenarbeit zwischen den Regimes in Russland und im Iran überprüfen.“

Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben Hunderte Kamikaze-Drohnen vom iranischen Typ Schahed-136 abgeschossen. Allein am Freitag (4. November) sollen elf solcher Drohnen abgeschossen worden sein, so der ukrainische Präsident. Die Militärführung geht von 2400 unbemannten Flugobjekten aus, die Russland bestellt haben soll.

Ukraine-Krieg: Granaten schlagen in Wohnhäusern ein

+++ 19.17 Uhr: Die ukrainische Zivilbevölkerung geriet erneut in die Schusslinie russischer Angriffe. Die ukrainische Stadt Seredyna-Buda in der Region Sumy soll mit Mörsern beschossen worden sein, informierte die regionale Militärverwaltung über Telegram. Bei dem Angriff sollen überwiegend Wohnhäuser zerstört worden sein.

Die Lage in der Stadt sei angespannt, erklärte Dmytro Zhyvytskyi, Leiter der Militärverwaltung. „Gegen 14 Uhr eröffneten Russen das Feuer mit Mörsergranaten. Neun Granaten explodierten in der Nähe der Häuser von Zivilisten. Die Zerstörungen an den Häusern sind beträchtlich: Wände und Dächer wurden zertrümmert“, heißt es weiter. Die einschlagenden Granaten hätten zudem ein Feuer mit großer Zerstörungskraft verursacht.

News zum Ukraine-Krieg: Iran bestätigt Drohnen-Lieferung an Russland

+++ 16.25 Uhr: Der Iran hat erstmals zugegeben, eine „begrenzte Anzahl“ Drohnen an Russland geliefert zu haben. Die Drohnen seien „Monate vor dem Krieg in der Ukraine“ geliefert worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Samstag (5. November) Außenminister Hossein Amir-Abdollahian. Berichte, wonach Teheran Moskau auch mit Raketen versorgt hätte, nannte Abdollahian hingegen „völlig falsch“. Die Ukraine und ihre Verbündeten werfen Russland vor, in den vergangenen Wochen Angriffe auf ukrainische Städte mit iranischen Drohnen geflogen zu haben. Teheran hat mehrmals abgestritten, Russland Waffen für den Krieg in der Ukraine geliefert zu haben.

Laut Irna machte Abdollahian bei einem Telefonat mit seinem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba vergangene aus, dass die Ukraine Beweise für die russische Nutzung iranischer Drohnen bereitstellen werde, sollte es solche geben. „Falls die ukrainische Seite ihr Versprechen hält, können wir das Thema in den kommenden Tagen diskutieren“, sagte Teherans Chefdiplomat demnach. Nach Angaben Kiews wurden bereits etwa 400 iranische Drohnen gegen Zivilisten in der Ukraine eingesetzt. Russland soll demnach etwa 2000 Drohnen in Teheran bestellt haben.

News zum Ukraine-Krieg: Schwere Artilleriegefechte in Cherson

+++ 15.41 Uhr: Im Osten und Süden der Ukraine ist es am Samstag (5. November) zu schweren Artilleriegefechten gekommen. So seien nach ukrainischen Angaben russische Stellungen in den Gebieten Luhansk und Donezk vernichtet worden. Das Verteidigungsministerium von Russland hingegen sprach von „ukrainischen Angriffen“, die in den Gebieten Donezk, Luhansk und Cherson zurückgeschlagen worden seien. Im Gebiet Cherson meldeten die Behörden den schwersten Artilleriebeschuss seit Tagen. Beide Kriegsparteien meldeten außerdem Hunderte Tote der jeweils anderen Seite.

+++ 13.45 Uhr: Aufgrund der zahlreichen russischen Angriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine muss das angegriffene Land seinen Stromverbrauch weiter einschränken. Der staatliche Versorger Ukrenergo kündigte am Samstag (5. November) an, dass in sieben Regionen regelmäßige Ausfälle geplant seien, um „Unfälle“ zu vermeiden. Erst vor Kurzem hatte der Ukrenergo-Chef in einem Interview mit dem Guardian gesagt, dass Russland „praktisch alle“ Nichtkernkraftwerke in der Ukraine getroffen haben.

News zum Ukraine-Krieg: Russland plant neue Donezk-Offensive

+++ 11.45 Uhr: Der ukrainische Gouverneur der Region Donezk hat mitgeteilt, dass drei Zivilpersonen bei russischen Angriffen am vergangenen Tag getötet worden sind. Dies berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Pravda Ukrainska. Acht weitere Menschen seien verwundet worden. Bei erneuten schweren Angriffen auf das Gebiet im Osten der Ukraine soll besonders die Stadt Bachmut getroffen worden sein.

Der US-Thinktank Institute for the Study of War meldet währenddessen, dass Russland wahrscheinlich einen Neustart der Donezk-Offensive plant. Dafür sollen jedoch auch neu einberufene Rekruten genutzt werden, die Berichten zufolge schlecht ausgerüstet und unvorbereitet sind.

+++ 10.15 Uhr: Russland hat weiter auf verschiedene Regionen in der Ukraine geschossen. Am Freitag (4. November) sollen insgesamt sechs Raketen- und mehr als 60 Artillerieangriffe sowie 21 Luftangriffe gestartet worden sein, teilte der ukrainische Generalstab mit. Etwa 20 Ortschaften seien dabei getroffen worden, unter anderem in den Regionen Charkiw, Donezk, Saporischschja und Cherson. Die Ukraine wirft Russland weitere Angriffe auf Energie-Infrastruktur vor.

News zum Ukraine-Krieg: Kiew rechnet mit deutschen Panzerlieferungen

+++ 8.40 Uhr: Der ukrainische Botschafter in Berlin, Oleksij Makejew, rechnet mit der Lieferung von Kampfpanzern aus Deutschland. „Wir haben Grund zur Hoffnung, dass die Entscheidung fällt, Leopard 2 aus Deutschland direkt an die Ukraine zu liefern“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Samstag.

News zum Ukraine-Krieg: Russland ruft zur Flucht aus Cherson auf

Update vom Samstag, 5. November, 06.30 Uhr: In der von russischen Truppen besetzten ukrainischen Stadt Cherson forderten die Behörden die Menschen erneut mit Nachdruck zur Flucht auf. Wladimir Putin sagte in Moskau, die Evakuierung der Stadt Cherson sei notwendig, damit die Menschen nicht durch Kampfhandlungen gefährdet würden. „Natürlich sollten jetzt jene, die in Cherson leben, sich aus der Zone der gefährlichen Handlungen entfernen“, sagte Putin.

News zum Ukraine-Krieg: Söldnergruppe Wagner eröffnet Hauptquartier

+++ 22.36 Uhr: Die berüchtigte Söldnertruppe Wagner hat in St. Petersburg ihr erstes offizielles Hauptquartier in Russland eröffnet. Das berichten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Am Eröffnungstag liefen Menschen in Tarnkleidung durch das Gebäude und sahen sich eine Ausstellung an, in der Drohnen gezeigt wurden.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Besatzer verhängen Lockdown in Cherson

+++ 19.08 Uhr: Angespannte Lage im stark umkämpften Gebiet: In der von russischen Truppen besetzten ukrainischen Stadt Cherson haben die Behörden Verwirrung um eine Sperrstunde ausgelöst. Gleichzeitig forderten sie die Menschen erneut mit Nachdruck zur Flucht auf. Der Lockdown gelte rund um die Uhr für „Nazis und Helfer des Faschismus“, sagte der Vize-Chef der Besatzungsverwaltung, Kirill Stremoussow, in einer Videobotschaft in seinem Telegram-Kanal. Zuvor hatte auch die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass über eine Videobotschaft Stremoussows berichtet, wonach die Sperrstunde für alle Bewohner gelte. Er löschte das Video dann aber offenbar wieder.

+++ 18.26 Uhr: Zur Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen die russischen Angreifer stellen die USA dem Land weitere Militärhilfen im Wert von 400 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Das kündigte das US-Verteidigungsministerium in Washington an. Die militärische Unterstützung für Kiew aus den USA belaufe sich damit auf insgesamt 18,9 Milliarden Dollar seit Beginn der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden Anfang 2021. Nach Pentagon-Angaben wurde der Großteil an Waffen und Ausrüstung – im Umfang von 18,2 Milliarden Dollar – seit dem russischen Einmarsch Ende Februar zugesagt.

News zum Ukraine-Krieg: Heftige Explosionen in der Nähe von Cherson

+++ 16.39 Uhr: Videos in sozialen Medien und Telegram-Kanälen deuten darauf hin, dass es in der Nähe eines Flugplatzes nördlich der besetzten Stadt Cherson zu heftigen Explosionen gekommen ist. Darüber berichtet auch CNN. Auf einem kursierenden Video ist eine große schwarze Rauchwolke zu sehen, die aus dem Gebiet von Tschornobajiwka aufsteigt.

News zum Ukraine-Krieg: Krankenschwester öffentlich gehängt

+++ 15.45 Uhr: In der südukrainischen Hafenstadt Skadowsk soll sich ein weiteres Kriegsverbrechen ereignet haben. Wie die Financial Times berichtet, wurde dort eine Krankenschwester, die sich zuvor gegen Russland aussprach, öffentlich gehängt. Die Täter sollen pro-russische „Kollaborateure“ sein, wie unter anderem das Nachrichtenportal Kyiv Independent berichtet. Weitere Details sind bislang nicht bekannt.

+++ 15.00 Uhr: Laut Angaben der ukrainischen Armee ereignen sich abermals schwere Kämpfe im Donbass. Weiterhin sollen die Städte Awdijiwka und Bachmut im Mittelpunkt der Gefechte stehen, wie Serhij Tscherewatyj, Sprecher des Militärs in der Ostukraine, sagte. „Der Feind setzt seine Sturmangriffe fort und schießt mit allen Arten von Rohrartillerie, Mehrfachraketenwerfern, Panzern und Mörsern“, so der Offizier.

News zum Ukraine-Krieg: Medwedew beschimpft Flüchtende als „feige Verräter“

+++ 12.15 Uhr: Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew hat die nach der Entsendung russischer Truppen in die Ukraine aus Russland geflohenen Bürger als „feige Verräter“ beschimpft. „Feige Verräter und gierige Überläufer sind in ferne Länder geflohen – mögen ihre Gebeine in der Fremde verrotten“, schrieb Medwedew am Freitag im Onlinedienst Telegram. „Wir wurden von einigen verängstigten Partnern im Stich gelassen – wen kümmert das schon“, fügte der ehemalige Präsident hinzu und betonte, Russland sei ohne diese Menschen „stärker und sauberer“.

+++ 10.45 Uhr: In der vergangenen Nacht haben russische Truppen „S-300“-Raketen auf die Stadt Mykolajiw und umliegende Gemeinden abgefeuert. Lagerhäuser, Verwaltungsgebäude und Wohnhäuser wurden zerstört, mehr als zehn Autos brannten aus. „Am 3. November, gegen 23.30 Uhr, feuerte der Feind S-300-Raketen auf einen Stadtteil von Mykolajiw ab. Dadurch wurde ein Lagerhaus zerstört, ein Verwaltungsgebäude und in der Nähe geparkte Autos wurden beschädigt. Darüber hinaus geriet ein weiteres Lagerhaus durch einen Raketentreffer in Brand. Bisher sind keine Opfer zu beklagen“, teilte der Pressedienst der Mykolajiwer Gebietsverwaltung auf Facebook mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

News im Ukraine-Krieg: Putin schickt wohl „Sperrtruppen“ mit brutalem Auftrag

+++ 10.00 Uhr: Laut Angaben des britischen Verteidigungsministeriums haben die russischen Streitkräfte aufgrund der niedrigen Moral und der mangelnden Bereitschaft zum Kampf wahrscheinlich damit begonnen, Einheiten zu entsenden, die damit drohen, ihre eigenen, sich zurückziehenden Soldaten zu erschießen. In einem am Freitagmorgen veröffentlichten Geheimdienstbericht werden diese russischen Einheiten als „Sperrtruppen“ oder „Blockiereinheiten“ bezeichnet, die Offensiven erzwingen sollen. In dem Bericht heißt es nach Angaben des Guardian: „Zuletzt forderten russische Generäle, dass ihre Befehlshaber Waffen gegen Deserteure einsetzen, einschließlich der Erlaubnis, diese nach einer Warnung zu töten. […] Die Taktik, Deserteure zu erschießen, zeugt wahrscheinlich von der geringen Qualität, der niedrigen Moral und der Disziplinlosigkeit der russischen Streitkräfte.“

News im Ukraine-Krieg: Putin ordnet Einmalzahlung für Soldaten an

+++ 08.45 Uhr: Betrunkene Soldaten sind offenbar immer noch ein Problem für die russische Armee. Dabei handelt es sich wohl um ein Symptom der schlechten militärischen Ausrüstung. Wie das Thinktank „Institute for the Study of War“ berichtet, fehlt es der Armee weiterhin an Unterbringungsmöglichkeiten, Ausrüstung und Essen für die rekrutierten Soldaten der Mobilmachung. Wladimir Putins Antwort auf die anhaltenden Probleme ist eine weitere Einmalzahlung für alle eingezogenen russischen Streitkräfte im Ukraine-Krieg: Die Einmalzahlung beträgt 195.000 Rubel (umgerechnet 3200 Euro). Im präsidialen Dekret heißt es, die Zahlungen dienten der „sozialen Unterstützung“.

+++ 08.00 Uhr: Russland hat laut eigenen Angaben erfolgreich ein neues Atom-U-Boot getestet. Laut Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau handelt es sich dabei um die „Generalissimus Suworow“, eine mit Nuklearsprengköpfen bestückbare Interkontinentalrakete vom Typ Bulawa (Nato-Code: „SS-N-32“). Wie die staatliche Nachrichtenagentur TASS aus Russland weiter berichtet, soll das Atom-U-Boot Teil der Pazifikflotte werden. Möglicherweise ist „Generalissimus Suworow“ Teil von Wladimir Putins Drohung aus dem September: Damals sagte der russische Präsident, Atomwaffen zur Verteidigung des Landes nutzen zu wollen. Alle genannten Angaben aus Moskau sind nicht unabhängig verifizierbar.

Update vom Freitag, 4. November, 07:15 Uhr: Der russische Botschafter in Großbritannien, Andrei Kelin, warnt in einem Interview mit Sky News, dass das Vereinigte Königreich „zu tief“ in den Ukraine-Krieg verwickelt sei. Er behauptet, er habe Beweise, dass Spezialkräfte Großbritanniens an einer Drohnenattacke der Ukraine auf Russlands Schwarzmeerflotte auf der Krim beteiligt war. Kelin fügte auf Nachfrage außerdem hinzu, er habe die Beweise an den britischen Botschafter übergeben. Diese Beweise werden schon „sehr bald“ öffentlich gemacht.

News im Ukraine-Krieg: Russland „verdreifacht“ Angriffe – 4,5 Millionen Ukrainer ohne Strom

+++ 22.45 Uhr: Russische Angriffe haben nach Angaben der Ukraine erneut zu Stromausfällen in weiten Teilen des Landes geführt. Fast 4,5 Millionen Menschen seien am heutigen Donnerstagabend zeitweise von der Energieversorgung abgeschnitten gewesen, so Präsident Wolodymyr Selenskyj. Sowohl die Hauptstadt Kiew als auch zehn weitere Regionen waren demnach von den Ausfällen betroffen.

News im Ukraine-Krieg: Russland „verdreifacht“ Angriffe

+++ 22.15 Uhr: Laut dem Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Walerij Saluschnyj, intensivieren die russischen Streitkräfte in bestimmten Gebieten der Front ihre Offensiven. Mit bis zu 80 gemeldeten Angriffen pro Tag hätten sich diese verdreifacht. In einem Telefonat mit dem Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte und Befehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, General Christopher Cavoli, habe er die Lage an der Front besprochen: „Sie ist angespannt, aber unter Kontrolle.“

News im Ukraine-Krieg: US-Verteidigungsminister Lloyd Austin ist zuversichtlich für Cherson

+++ 21.06 Uhr: Der US-Verteidigungsminister Lloyd Austin ist zuversichtlich, dass die Ukraine die russisch besetzten Gebiete auf der Westseite des Flusses Dnipro und rund um die Stadt Cherson zurückerobern kann. „Ich glaube, dass sie dazu in der Lage sind“, sagte Austin in Washington. „Am wichtigsten aber ist, dass die Ukrainer selbst glauben, dass sie dazu fähig sind“, fügte er dem hinzu.

News im Ukraine-Krieg: Russische Raketen in Schule eingeschlagen

+++ 20.33 Uhr: Die russischen Besatzer haben sechs Raketenangriffe auf die Stadt Pokrowsk im ukrainischen Gebiet Donezk durchgeführt. Drei der Raketen schlugen in einer Schule ein. Das teilte Kyrylo Tymoschenko, der stellvertretende Leiter des Präsidialbüros der Ukraine, auf Telegram mit: „Russische Terroristen haben sechs Raketenangriffe auf Pokrowsk durchgeführt. Drei davon haben eine Schule getroffen, eine weitere einen privaten Sektor der Stadt.“ Laut Tymoschenko werden die Folgen dieser Einschläge sowie der Ort und die Folgen der zwei verbleibenden Raketeneinschläge derzeit noch untersucht.

News zum Ukraine-Krieg: Zivilisten als „lebende Schutzschilde“

Update vom Donnerstag, 3. November, 6.45 Uhr: Die Ukraine hat Russland vorgeworfen, Zivilisten als „lebende Schutzschilde“ zu benutzen. In der Stadt Swatowe, die sich im besetzten Teil der Region Luhansk im Osten des Landes befindet, sollen sich russische Soldaten in Schulen und Unternehmen aufhalten, teilte der ukrainische Generalstab am Donnerstagmorgen mit. Die Bewohner werden dabei gezwungen, trotz des Beschusses weiterhin zu arbeiten und ihre Kinder in den Unterricht zu bringen.

News zum Ukraine-Krieg: Krankenhaus bei russischen Angriff auf Donezk beschädigt

+++ 13.15 Uhr: Wie ein Tweet von Emine Dzheppar, stellvertretende Außenministerin der Ukraine, zeigt, wurde offenbar ein Krankenhaus in Toretsk in der Region Donezk schwer beschädigt. Dzheppar erklärte, unter anderem seien die Entbindungsstation und die Chirurgie des Hospitals durch Artillerie beschädigt worden. Sie fügte hinzu, dass auch Wohnhäuser und Verwaltungsgebäude Ziel des russischen Angriffs gewesen sein sollen.

News zum Ukraine-Krieg: USA warnt vor iranischen Waffenlieferungen an Russland

Update vom Mittwoch, 2. November, 7.20 Uhr: Auch die USA hat vor der Gefahr iranischer Waffenlieferungen an Russland gewarnt. John Kirby, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats der Vereinigten Staaten, sagte am Dienstag (1. November): „Wir sind weiterhin besorgt über die Möglichkeit, dass der Iran Russland mit Boden-Boden-Raketen beliefern könnte. Wir haben bislang nicht gesehen, dass sich das bestätigt, aber das ist eine Sorge, die wir haben.“

Erstmeldung vom Dienstag, 1. November, 09.30 Uhr: Kiew – Offenbar plant Kreml-Chef Wladimir Putin eine neue Belarus-Strategie: Russland will in seinem Krieg gegen die Ukraine nach Einschätzung britischer Geheimdienste das Nachbarland gegenüber dem Westen verstärkt als Verbündeten darstellen. Moskau habe dort auf einem Flugplatz mutmaßlich zwei Abfangjäger des Typs „MiG-31“ und einen großen durch einen Erdwall geschützten Container stationiert, hieß es in einem Bericht des Verteidigungsministeriums in London. Dazu veröffentlichte das Ministerium ein Satellitenbild.

Die Stationierung stehe wahrscheinlich in Zusammenhang mit russischen Hyperschallraketen AS-24 Killjoy („Spielverderber“). Diese Raketen sind nach Einschätzung der Nato mit herkömmlicher Flug- oder Raketenabwehr kaum abzufangen – daher der Spitzname. Moskau habe solche Raketen bereits seit 2018 im Einsatz, so die Briten. Bislang seien aber keine in Belarus stationiert gewesen. Angesichts einer Reichweite von rund 2000 Kilometern bringe dies im Ukraine-Krieg wohl auch keinen strategischen Vorteil, sondern solle eher ein Signal an den Westen senden.

News zum Ukraine-Krieg: Russland wirft Großbritannien Desinformation vor

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs Ende Februar unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will London der russischen Darstellung des Geschehens entgegentreten und Verbündete bei der Stange halten. Moskau spricht von einer Desinformationskampagne. (tvd/nak/skr/jo/lz/na mit dpa/AFP)

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