1. Startseite
  2. Politik

Russland verhaftet besten Eishockey Torhüter - Nach dem Verhör muss er ins Krankenhaus

Erstellt:

Von: Lucas Maier

Kommentare

In Russland wird ein Spitzensportler vom Militär verhaftet. Nach dem Verhör muss er ins Krankenhaus. Von dort wird er direkt eingezogen.

St. Petersburg - Der russische Eishockey-Star Iwan Fedotow soll nach einem Verhör in ein Krankenhaus eingeliefert worden sein. Der 25-Jährige wurde bereits am Freitag (1. Juli) in St. Petersburg von Feldjägern festgenommen, wie die dpa schreibt.

Auf einem Kreiswehrersatzamt sei er nach einem mehrstündigen Verhör in ein Militärkrankenhaus eingeliefert worden. In Russland berichtete der Sport-Sender Match TV zuletzt, dass der Spieler wegen einer Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut) behandelt werde. Alexej Ponomarjow sprach bereits zuvor davon, dass sich sein Mandant am Marinestützpunkt im nordrussischen Seweromorsk in der Nähe von Murmansk befinden würde.

Russland: Eishokey-Star will gegen Rekrutierung klagen

Gegen die Zwangsrekrutierung zur Marine will der Eishockey-Profi nun gerichtlich klagen. „Die Dokumente wurden am Freitag abgeschickt, wir warten auf die Annahme durch das Gericht und werden uns dann in Richtung Prozess bewegen“, sagte Alexej Ponomarjow.

In der zurückliegenden Saison gewann Fedotow mit ZSKA Moskau den Gagarin Cup. Er wurde zudem zum besten Torhüter auf dem Eis gekürt. Die kommende Saison wollte Iwan Fedotow in der amerikanischen NHL spielen. Hierfür hatte er bereits einen Vertrag bei den Philadelphia Flyers unterschrieben.

Eishockey-Star: Er soll weiterhin in Russland spielen

Dass der junge Mann direkt aus dem Krankenhaus eingezogen worden war, bezeichnet sein Anwalt als gesetzwidriges Vorgehen der Musterungskommission. Erste Fotos von Fedotow bei seiner neuen Einheit kursieren nach Angaben der dpa im Telegramchannel „Mash“.

Demnach soll er in der Sportkompanie der Nordmeerflotte im Tor des zur Militärbasis gehörenden Clubs „Avantgarde“ stehen. Zuvor hieß es aus Militärkreisen, Fedotow werde auf die Polarinsel Nowaja Semlja versetzt, die auch als ehemaliges sowjetisches Atombombentestgelände bekannt ist. (Lucas Maier mit dpa)

Auch interessant

Kommentare