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Getreide-Beratungen in Istanbul: Türkei hält Einigung bei nächstem Treffen für möglich

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Von: Marvin Ziegele

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Weltweit steigen die Preise für Lebensmittel. Nun kommen die Konfliktparteien des Ukraine-Kriegs in Istanbul für Beratungen zusammen. 

+++ 21.53 Uhr: Russland und die Ukraine sind bei Verhandlungen über eine mögliche Wiederaufnahme der Getreidelieferungen nach Angaben der Türkei und der UNO vorangekommen. Es sei vereinbart worden, dass sich die russische und die ukrainische Delegation kommende Woche erneut in der Türkei treffen, sagte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar nach einem ersten Treffen am Mittwoch in Istanbul. UN-Generalsekretär António Guterres nannte die Gespräche einen „Hoffnungsschimmer“.

+++ 14.15 Uhr: In Istanbul haben die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland über eine mögliche Wiederaufnahme der Getreidelieferungen begonnen. Die Gespräche begannen am frühen Mittwochnachmittag (Ortszeit), wie ein türkischer Beamter der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. An den Beratungen über mögliche Korridore zur Getreideausfuhr über das Schwarze Meer nahmen Militärexperten aus der Ukraine, Russland und der Türkei sowie Vertreter der Vereinten Nationen (UN) teil.

Das türkische Verteidigungsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass die Gespräche unter strikter Vertraulichkeit stattfänden. Weder die Uhrzeit noch der genaue Ort des Treffens waren im Vorfeld bekannt gegeben worden. Seit dem 29. März ist es das erste Mal, dass russische und ukrainische Delegierte von Angesicht zu Angesicht Gespräche führen.

Getreide-Beratungen: Ukrainischer Außenminister macht Hoffnung – „Zwei Schritte von Vereinbarung entfernt“

+++ 13.00 Uhr: Die Ukraine hält eine baldige Einigung mit Russland im Streit um Getreideexporte offenbar für möglich. Der Außenminister Dmytro Kuleba signalisierte die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in diesem Bereich. „Wir sind bereit, Getreide auf den internationalen Markt zu exportieren“, sagte er der spanischen Zeitung El País am Mittwoch. „Wir sind zwei Schritte von einer Vereinbarung mit Russland entfernt“, führte er aus. Ein Schritt davon seien „Sicherheitsbedenken“, so Kuleba. Zudem bestehe weiterhin die Gefahr, dass Russland die diplomatischen Gespräche plötzlich abbreche.

Der ukrainische Außenminister äußerte zudem die Vermutung, dass die russische Regierung die Bereitschaft demonstrieren wolle, Länder auf den Kontinenten Asien und Afrika vor Nahrungsmittelknappheit zu bewahren.

Dmytro Kuleba
Dmytro Kuleba, Außenminister der Ukraine. © Valeria Mongelli / Imago Images

Wann die Gespräche am Mittwoch in Istanbul starten, ist unklar.

Türkei: Getreide-Beratungen zwischen Russland und Ukraine streng vertraulich

+++ 11.30 Uhr: Die für Mittwoch in Istanbul geplanten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über eine mögliche Wiederaufnahme der Getreidelieferungen sollen unter strikter Vertraulichkeit stattfinden. Das teilte das türkische Verteidigungsministerium der Nachrichtenagentur AFP mit. Allerdings ist den Angaben zufolge im Anschluss an die Beratungen die Veröffentlichung einer schriftlichen Erklärung geplant.

Weder die Uhrzeit noch der genaue Ort des Treffens wurden bekanntgegeben. Sowohl die Delegationen der Ukraine als auch Russlands bestanden aus Militärexperten. Auch Vertreter der UNO und der Türkei sollten nach türkischen Angaben beteiligt sein.
Die Ukraine ist einer der weltgrößten Exporteure von Weizen und anderem Getreide. In den ukrainischen Häfen, die unter russischer Kontrolle stehen oder von russischen Truppen blockiert werden, stecken allerdings Millionen Tonnen Weizen fest.
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine am 24. Februar hat sich in vielen Ländern die Getreideversorgung verschlechtert. Die Türkei pflegt traditionell gute Beziehungen sowohl zur Ukraine als auch zu Russland und bemüht sich um eine Vermittlung zwischen den Konfliktparteien.

Erstmeldung vom Mittwoch, 13. Juli, 09.00 Uhr: Istanbul – Die Lebensmittelpreise erreichen weltweit einen Rekordstand. Grund dafür ist der Ukraine-Krieg, der die Sorge um die Lebensmittelsicherheit verstärkt. Nun wollen Delegationen aus Russland und der Ukraine am 13. Juli in der Türkei über eine Wiederaufnahme der Getreidelieferungen über das Schwarze Meer beraten. An dem Treffen in Istanbul werden nach Angaben Ankaras auch Vertreter der UNO und der Türkei beteiligt sein. Die Ukraine ist einer der weltgrößten Exporteure von Weizen und anderem Getreide.

„Militärdelegationen aus der Türkei, Russland und der Ukraine sowie eine Delegation der Vereinten Nationen werden morgen in Istanbul Gespräche über den sicheren Transport des in ukrainischen Häfen wartenden Getreides auf dem Seeweg zu internationalen Märkten führen“, sagte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar am Dienstag laut des Nachrichtenportals Al Jazeera.

Türkei: Ukraine und Russland beraten in Istanbul über Getreide

In den ukrainischen Häfen, die unter russischer Kontrolle stehen oder von russischen Truppen blockiert werden, stecken Millionen Tonnen Weizen fest. Seit Beginn des Ukraine-Krieges am 24. Februar hat sich in vielen Ländern die Getreideversorgung verschlechtert. Die Türkei pflegt traditionell gute Beziehungen sowohl zur Ukraine als auch zu Russland und bemüht sich um eine Vermittlung zwischen den Konfliktparteien.

Kiew hat Moskau beschuldigt, Getreide aus den Gebieten zu stehlen, die von den russischen Streitkräften seit Beginn ihrer Invasion Ende Februar erobert wurden. Der Kreml, der den Krieg als „spezielle Militäroperation“ bezeichnet, hat diese Anschuldigungen zurückgewiesen. (marv/AFP)

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