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Neue Gräueltaten: Russland soll aufgebende ukrainische Soldaten exekutiert haben 

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Von: Marvin Ziegele

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Ein russischer Soldat in der Nähe von Luhansk. Neue Berichte aus dem Kriegsgebiet belasten Russland.
Ein russischer Soldat in der Nähe von Luhansk. Neue Berichte aus dem Kriegsgebiet belasten Russland. © Alexander Nemenov/AFP

Schwere Vorwürfe gegen Russland: Laut eines Untersuchungsberichts sollen russische Truppen weitere Kriegsverbrechen begangen haben.

Washington D.C. – Die Liste der mutmaßlichen Gräueltaten von Russland während des Ukraine-Konflikts wächst. Laut Informationen der USA soll eine russische Militäreinheit ukrainische Soldaten exekutiert haben. Das berichtet der Nachrichtensender CNN. Die Ukrainer wollten sich den russischen Truppen in der Nähe von Donezk ergeben, berichtete die Sonderbotschafterin für globale Strafjustiz, Beth Van Schaack, gegenüber den Vereinten Nationen.

„Wir haben jetzt glaubwürdige Informationen, dass eine russische Militäreinheit, die in der Nähe von Donezk operiert, Ukrainer exekutiert hat, die versuchten, sich zu ergeben, anstatt sie in Gewahrsam zu nehmen“, erklärte Van Schaack. „Sollte dies zutreffen, wäre dies ein Verstoß gegen ein zentrales Prinzip des Kriegsrechts: das Verbot der summarischen Hinrichtung von Zivilisten und Kombattanten, die aufgrund einer Kapitulation, einer Verletzung oder einer anderen Form der Kampfunfähigkeit außer Gefecht gesetzt sind.“

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Darüber hinaus erklärte Van Schaack, dass den USA glaubwürdige Berichte über Personen vorlägen, „die mit gefesselten Händen exekutiert wurden, über Leichen, die Folterspuren aufwiesen, und über entsetzliche Berichte über sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen.“

Diese Berichte aus der Ukraine würden darauf hindeuten, dass die Gräueltaten nicht das Ergebnis von „abtrünnigen Einheiten“ oder Einzelpersonen seien. Vielmehr offenbare sich ein „zutiefst beunruhigendes Muster systematischer Misshandlungen in allen Gebieten, in denen Russlands Streitkräfte tätig sind.“

Russland im Ukraine-Krieg: „Die Welt schaut zu, und ihr werdet zur Rechenschaft gezogen“

„Wir müssen uns darüber im Klaren sein, sein, dass diejenigen, die diese Verbrechen ausgelöst, begangen und angeordnet haben, zur Rechenschaft gezogen werden müssen, und die Beweise für diese Verbrechen häufen sich täglich“, betonte Van Schaak. „Unsere einfache Botschaft an die militärische und politische Führung Russlands und die Akten lautet: Die Welt schaut zu, und ihr werdet zur Rechenschaft gezogen.“

Westliche und ukrainische Behörden beschuldigten russische Truppen bereits in der Vergangenheit, Kriegsverbrechen begangen zu haben. Vor einem Monat wurden in Butscha, in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew, hunderte Leichen von Zivilisten gefunden. Das Gebiet war zuvor von russischen Truppen besetzt gewesen. (marv)

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