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Selenskyj mischt sich in Twitter-Streit zur Ukraine mit Elon Musk ein

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Von: Karolin Schäfer

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Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine. (Archivbild)
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine. (Archivbild) © Ukrainian Presidential Press Office/dpa

Elon Musk hat bei Twitter ein Friedensszenario zum Ende des Ukraine-Krieges vorgestellt und Kritik geerntet. Nun meldet sich der ukrainische Präsident zu Wort.

Kiew – Um das von Elon Musk entworfene Friedensszenario zum Ende des Ukraine-Krieges ist eine heftige Debatte entbrannt. Der US-Milliardär hatte einen neutralen Status für die Ukraine, den Verzicht auf die Halbinsel Krim und Referenden unter UN-Aufsicht zur staatlichen Zugehörigkeit der russisch besetzten Gebiete entworfen.

Aus Kiew gab es heftige Kritik für den Entwurf des Tesla-Chefs. „Es gibt einen besseren Vorschlag“, twitterte der Berater des Präsidentenbüros, Mychajlo Podoljak. Man wolle die ukrainischen Territorien einschließlich der „annektierten Krim“ komplett befreien. Auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj mischte sich nun in den Streit ein.

Twitter-Streit um Elon Musk Friedensszenario: Kritik aus Kiew

Nach der Kritik aus Kiew hatte Musk erneut eine Wahl zur staatlichen Zugehörigkeit der Menschen auf der Krim und im Donbass zur Debatte bei Twitter veröffentlicht. Einen Sieg der Ukraine hielt er aufgrund der höheren Bevölkerungszahl Russlands für unwahrscheinlich. Aufgrund der hohen Opferzahlen sei ein „totaler Krieg“ auch wenig erstrebenswert.

Der ukrainische Präsident veröffentlichte prompt eine eigene Abstimmung bei Twitter. „Welchen Elon Musk magst du mehr? Den Ukraine-Unterstützer oder den Russland-Unterstützer?“, fragte Selenskyj am Montagabend (03. Oktober). Innerhalb weniger Stunden beteiligten mehrere Hunderttausend Menschen an der Umfrage. Mehr als 90 Prozent befürworten einen Musk, der die Ukraine unterstützt.

Twitter-Streit: Ukraine will alle von Russland besetzten Gebiete zurückerobern

Die Führung in Kiew will weder auf die Schwarzmeerhalbinsel Krim verzichten, noch einen neutralen Status einnehmen. Die Regierung plane die komplette Befreiung aller von Russland seit 2014 besetzter Gebiete. Außenminister Dmytro Kuleba warf Musk beim Kurznachrichtendienst vor, das Wort Frieden als Euphemismus für die Formel „Lass die Russen noch tausende unschuldige Ukrainer mehr ermorden und vergewaltigen und mehr Land rauben“ zu nutzen.

Kreml-Chef Wladimir Putin hatte nach der Abhaltung von Scheinreferenden vier besetzte Regionen zu russischem Staatsgebiet erklärt. Die internationale Gemeinschaft erkennt die Annexion der Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson nicht an. (kas/dpa)

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