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Ukraine veranstaltet „Parade mit russischen Trophäenpanzern“ – Selenskyj prophezeit Sieg

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Von: Nail Akkoyun

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In Kiew ausgestellte russische Panzer, die im Ukraine-Krieg erbeutet wurden.
In Kiew ausgestellte russische Panzer, die im Ukraine-Krieg erbeutet wurden. © Imago Images

Nicht nur in Moskau wird der Tag des Sieges gefeiert – auch Kiew veranstaltet eine Parade. Dabei geht es jedoch eher darum, Russland zu demütigen.

Kiew – Während Wladimir Putin am Montag (09. Mai) eine Militärparade in Moskau zum Tag des Sieges veranstalten ließ, feierte auch die Ukraine – wenn auch anders. Statt auslassender Reden wurden bei der Parade erbeutetes und zerstörtes Gerät der russischen Truppen präsentiert, um das Nachbarland zu verspotten.

In einem Tweet teilte das ukrainische Verteidigungsministerium mit, dass die 93. mechanisierte Brigade der ukrainischen Armee eine „Parade mit russischen Trophäenpanzern“ abhielt, um Russland die Feierlichkeiten zu verderben. Diese Panzer wurden während des Ukraine-Kriegs in den bisherigen 75 Kriegstagen erbeutet.

Ukraine-News: Ukraine veranstaltet „Parade mit russischen Trophäenpanzern“

„Vielleicht denken die Aggressoren, dass die Bewaffnung der UA-Armee mit russischer Trophäenausrüstung die Umstellung auf eine Bewaffnung im Nato-Stil beeinflussen wird? Ein neuer schlauer Plan“, fügte das Ministerium aus der Ukraine in einem offensichtlich scherzhaften Tweet hinzu.

Ukraine-News: Putin besteht auf „Entnazifizierung“ – Selenskyj verspricht Sieg im Ukraine-Krieg

Im rund 900 Kilometer entfernten Moskau trübten graue Wolken über dem Roten Platz die Stimmung. Zumindest behauptete das der Kreml und begründete damit die Absage einer geplanten Flugshow. Verschiedene meteorologische Daten bestätigten diese Angaben jedoch nicht. Dennoch wurde der Tag des Sieges – ein Tag, an dem sowohl Russland als auch die Ukraine dem Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg gedenken – von marschierenden Soldatinnen und Soldaten eingeleitet, ehe Staatsoberhaupt Putin das Wort ergriff.

Zuvor war spekuliert worden, dass die 11-minütige Rede dazu dienen sollte, über den aktuellen Stand der russischen „Spezialoperation“, wie der Krieg in Russland bezeichnet wird, zu informieren. Derartige Details wurden allerdings nicht genannt. Stattdessen polterte Putin über die nötige „Entnazifizierung“ der Ukraine und argumentierte, dass man sich verteidigen müsse, da der Westen „die Invasion unseres Landes, einschließlich der Krim“ vorbereite. In seiner Rede erwähnte er aber weder die Ukraine beim Namen, noch erklärte er offiziell den Sieg über das Nachbarland.

In Kiew verglich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj das russische Staatsoberhaupt mit Adolf Hitler, da Wladimir Putin „der Philosophie der Nazis folgt und alles kopiert, was sie getan haben“. Weiter prophezeite Selenskyj, dass die Ukraine den Krieg gewinnen werde, und sagte: „Sehr bald wird es in der Ukraine zwei Tage des Sieges geben. Und irgendjemand wird nicht einmal einen übrig haben.“ (nak)

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