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Ukraine-Krieg: So ist die Lage am Dienstagmorgen

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Von: Constantin Hoppe

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In der Nacht tobte der Krieg in der Ukraine weiter. Im Osten gab es schwere Angriffe russischer Artillerie. Die Sorge vor massiven Raketenangriffen wächst.

Kiew – Auch in der Nacht von Montag auf Dienstag (23. August) tobte der Ukraine-Krieg weiter. Im größtenteils von Russland besetzten Gebiet Cherson griffen ukrainische Truppen am Montag den Staudamm bei Nowa Kachowka am Dnipro an. Ziel war, den Staudamm für russische Truppen unpassierbar zu machen. Dabei seien die Mehrfachraketenwerfer Himars aus den USA eingesetzt worden, teilte die russische Besatzungsverwaltung mit.

Bei dem Angriff wurden nach russischen Angaben zwei Personen getötet. Ukrainische Bestätigungen gab es nicht. Mit solchen Angriffen versucht die ukrainische Armee systematisch, die Versorgungswege für russische Truppen auf dem rechten Ufer des Dnipro abzuschneiden.

Ukraine-Krieg - Nikopol
Menschen schauen auf ein Haus in Nikopol, das nach russischem Beschuss eines Wohngebiets beschädigt wurde. In der Stadt wurden am 22. August vier Menschen durch russischen Beschuss verletzt. © Evgeniy Maloletka/dpa

Die Nacht im Ukraine-Krieg: Luftabwehr über Sewastopol im Einsatz

Im Osten der Ukraine gingen die russischen Attacken mit schwerem Artilleriefeuer und Luftangriffen weiter, wie der ukrainische Generalstab mitteilte. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymir Selenskyj hat Russland seit Kriegsbeginn 3500 Marschflugkörper auf die Ukraine abgefeuert.

Wie in den Nächten zuvor war die russische Flugabwehr auf der Krim auch am Montag gegen mutmaßliche ukrainische Drohnen im Einsatz. Über Sewastopol wurde eine Explosion gemeldet. „Ein Objekt wurde in großer Höhe abgeschossen. Deshalb war der Krach in verschiedenen Teilen der Stadt zu hören“, schrieb Verwaltungschef Michail Raswoschajew auf Telegram. Meldungen über Schäden gab es nicht. In Kiew kündigte Selenskyjs Berater Mychajlo Podoljak an, die Intensität solcher Angriffe werde zunehmen.

Ukraine-Krieg: Zusammenarbeit mit EU-Nachbarländern soll gestärkt werden.

Zugleich wachsen in Kiew die Befürchtungen, massiver russischer Raketenangriff. Angesichts des am Mittwoch (24. August) anstehenden Feiertags zur Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion, erwartet die Regierung verstärkte Angriffe. Der ukrainische Militärgeheimdienst mahnte die Bevölkerung deshalb zur Beachtung von Luftalarm. Am 24. August fällt zudem mit dem Beginn des Ukraine-Krieges vor sechs Monaten zusammen.

Die Ukraine und ihre EU-Nachbarländer haben zur Stärkung ihrer regionalen Zusammenarbeit die sogenannte Kiewer Initiative gegründet. Das teilte Selenskyj in Kiew mit. Er nannte die Nachbarn Polen, Rumänien, Slowakei und Ungarn sowie die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen als Teilnehmer. Man wolle vor allem in Sicherheitsfragen kooperieren, sagte Selenskyj. Zudem stehe auch anderen Ländern die Mitarbeit offen. (con)

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