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Putins Krieg vernichtet kulturelles Erbe der Ukraine - Patriarch ruft zur Waffenruhe

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Von: Helena Gries, Niklas Kirk, Nadja Austel, Andreas Apetz

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Die Kämpfe im Ukraine-Krieg lassen nicht nach. Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert von der internationalen Gemeinschaft mehr Unterstützung. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Weitere Entwicklungen im Ukraine-Krieg können Sie in unserem neuen News-Ticker nachlesen.

+++ 14.10 Uhr: Durch die großflächigen Angriffe auf die Ukraine werden zunehmend auch Orte von kultureller und wissenschaftlicher Bedeutung in Mitleidenschaft gezogen. So zeigt sich Serhii Telizhenko, Forscher am Institut für Archäologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften (NASU), gegenüber dem US-Nachrichtenmagazin Newsweek besorgt um das archäologische Erbe im Land. „Wenn wir über die Auswirkungen des Krieges auf das archäologische Erbe sprechen, dann kann man sie als katastrophal bezeichnen.“, so Telizhenko.

„Solche Aktionen verursachen die schlimmsten Schäden an Landschaften und damit auch an archäologischen Stätten“, sagt ein Forscher des Instituts für Archäologie der Taras-Schewtschenko-Universität Kiew. Als sicher betroffenen gelten archäologische Stätten in Parutino, auf der Insel Chortyzja, in Schestowyzja, Tschernihiw, Wyschgorod und zahlreiche andere in den Regionen. Einige von ihnen beherbergen zum Teil jahrhundertealte Steinskulpturen.

Statuen auf dem Mykhailivska-Platz werden mit Sandsäcken geschützt.
Statuen auf dem Mykhailivska-Platz werden mit Sandsäcken geschützt. © picture alliance/Ty Oneil

Seit der russischen Invasion sind unzählige wertvolle Objekte und Stätten beschädigt oder zerstört worden, weiter wurden auch Museen geplündert. Als Hauptursache für die Schäden gelten direkte Militäroperationen an der Front, zu denen Raketenangriffe, Artilleriebeschuss und Mörserfeuer gehören.

News im Ukraine-Krieg: Russischer Patriarch ruft zu Waffenruhe im Ukraine-Krieg auf

+++ 11.40 Uhr: Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldet, hat Patriarch Kirill zu einer Waffenruhe und einem Weihnachtsfrieden in der Ukraine aufgerufen. In einer Erklärung, die auf der Website der Kirche veröffentlicht wurde, sagte Kirill:

„Ich, Kirill, Patriarch von Moskau und ganz Russland, appelliere an alle Parteien, die in den internen Konflikt verwickelt sind, das Feuer einzustellen und einen weihnachtlichen Waffenstillstand vom 6. Januar mittags bis zum 7. Januar um Mitternacht zu schließen, damit die orthodoxe Bevölkerung an Heiligabend und am Tag der Geburt Christi an den Gottesdiensten teilnehmen kann“.

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill steht während einer Zeremonie zur Verleihung des Ordens des Heiligen Andreas des Erstberufenen im St. Katharinen-Saal des Kremls.
Der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill steht während einer Zeremonie zur Verleihung des Ordens des Heiligen Andreas des Erstberufenen im St. Katharinen-Saal des Kremls. © Mikhail Metzel/dpa

Der Patriarch ist wegen seiner Unterstützung der russischen Invasion in der Ukraine von außen scharf kritisiert worden. Die russisch-orthodoxe Kirche feiert Weihnachten am 6. und 7. Januar.

News im Ukraine-Krieg: Schwere Kämpfe in der Region Donezk

+++ 11.05 Uhr: Ukrainische Beamte berichteten am Donnerstag von schweren Kämpfen in den östlichen Regionen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, versuchten Kiewer Streitkräfte weiter, die russischen Truppen zurückzudrängen.

Nach Angaben des ukrainischen Militärs konzentrierten sich die Russen auf eine Offensive im Sektor Bachmut in der Region Donezk, während ihre Angriffe in den Sektoren Awdijiwka und Kupiansk erfolglos blieben. Der Gouverneur der Region Luhansk erklärte, dass die ukrainischen Truppen „Schritt für Schritt“ Gebiete zurückerobern würden. Er fügte jedoch hinzu: „Es geht nicht schnell“.

Putin schickt mit Hyperschall-Marschflugkörpern bewaffnete Fregatte in den Atlantik

+++ 9.40 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat eine mit Hyperschall-Marschflugkörpern bewaffnete Fregatte in den Atlantik und den Indischen Ozean entsandt, um angesichts des Krieges in der Ukraine seine militärische Stärke zu demonstrieren.

Putin nahm am Mittwoch per Videokonferenz an einer Zeremonie anlässlich des Stapellaufs der „Admiral Gorshkov“ teil. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu und der Kommandant der Fregatte, Igor Krokhmal, waren ebenfalls beteiligt. Das Schiff ist mit dem neuesten Hyperschall-Raketensystem „Zircon“ ausgestattet, das „nichts Vergleichbares hat“, sagte Putin, bevor er die Fregatte in den Kampfeinsatz schickte.

News im Ukraine-Krieg: Selenskyj wiederholt Forderungen nach westlichen Kampfpanzern

+++ 08.45 Uhr: Die Debatte darüber, ob und in welchem Umfang der Westen die Ukraine mit schweren Waffen unterstützen sollte, hat wieder Fahrt aufgenommen. Nach einem Vorstoß aus Frankreich den Spähpanzer AMX-10 RC liefern zu wollen, schlossen sich auch die USA dem Vorhaben an, der Ukraine mit Panzern zu beliefern.

Der ukrainische Präsident Selenskyj bedankte sich bei Frankreich für die Aussicht auf Panzerlieferungen und scheint den neuen Schwung nutzen zu wollen, um den Druck auf den Westen zu erhöhen. Eine Lieferung durch Macrons Regierung, so Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache, zeige, dass auch andere Verbündete schwerere Waffen liefern müssten. „Es gibt keinen rationalen Grund, warum die Ukraine noch nicht mit westlichen Panzern versorgt wurde“, sagte er.

News im Ukraine-Krieg: Christen in der Ukraine beklagen politische Verfolgung

+++ 08:05 Uhr: In der Ukraine werden Vorwürfe von christlichen Gemeinden gegen Präsident Selenskyj laut, dem sie politische Verfolgung vorwerfen. Die traditionell mit den russisch-orthodoxen Glaubensbrüdern und -schwestern verbundene Kirche in der Ukraine sagte sich nach Kriegsbeginn vom Moskauer Patriarchat los. Dennoch beklagen sie gewaltsame Übergriffe und vor allem erniedrigende Razzien durch den ukrainischen Geheimdienst SBU, der russische Spione jagt.

Staatschef Selenskyj sieht die Verbindungen der Kirche zu Russland als Gefahr für die Sicherheit des um seine Unabhängigkeit kämpfenden Landes. „Es gibt kein Gold auf der Welt für Kreuze oder irgendetwas anderes, das den moralischen Rost der Beziehungen zu einem terroristischen Staat verdecken könnte“, sagte er bei seinem Auftritt vor dem Parlament in Kiew zum Jahresende. Die politische Führung sieht die ukrainisch-orthodoxe Kirche, mit 12 000 Priestern die größte Glaubensgemeinschaft im Land, von Agenten Moskaus durchsetzt. 

News im Ukraine-Krieg: Ukraine erwägt Einsatz voll-autonomer Kampfdrohnen

+++ 07.20 Uhr: Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP hält der ukrainische Minister für digitale Transformation, Mychailo Fedorov, einen Einsatz von autonom agierenden Drohnen für möglich. Diese wären in der Lage, selbstständig Ziele zu orten, auszuwählen und zu zerstören. Dies sei gar ein „logischer und unvermeidlicher nächsten Schritt“. Sein Land habe „eine Menge Forschung und Entwicklung in dieser Richtung betrieben“, sagte er in einem Interview. „Ich denke, dass es dafür in den nächsten sechs Monaten ein großes Potenzial gibt.“

Laut dem ukrainischen Oberstleutnant Jaroslaw Honchar, Mitbegründer der Kampfdrohneneinheit Aeroroswidka, verbiete die ukrainische Militärführung aktuell den Einsatz völlig autonomer tödlicher Waffen, was sich jedoch ändern könne.

News im Ukraine-Krieg: USA erwägen Panzerlieferung – Dobrindt stellt Forderung an Bundesregierung

Update von Donnerstag, 5. Januar, 6.20 Uhr: Nachdem am Mittwoch aus dem Élysée-Palast durchgesickert war, dass Frankreich leichte Schützenpanzer liefern will, könnten die USA nun nachziehen. US-Präsident Joe Biden hat am Mittwoch (4. Januar) die Frage eines Reporters, ob die Regierung die Lieferung von gepanzerten Fahrzeugen an die Ukraine erwäge, bejaht. Er nannte keine Einzelheiten. Wie sz.de berichtet, soll es sich dabei um Bradley-Kampfpanzer handeln, ein Raupenfahrzeug, welches in der Regel mit einer Kanone, einem Maschinengewehr und panzerbrechenden Raketen ausgestattet ist.

Dies könnte auch den Druck auf Deutschland erhöhen, Kampfpanzer westlicher Bauart an die Ukraine zu liefern. Bundeskanzler Olaf Scholz hat dies bisher mit dem Hinweis abgelehnt, dass kein anderer NATO-Partner solche Panzer liefern würde. Die Opposition fordert nun, dass Deutschland die Initiative zur Lieferung von Kampfpanzern ergreift und eine europäische Abgabe erhebt. „Wir wollen, dass die Ukraine ihr Recht auf Selbstverteidigung ausüben kann. Dafür braucht sie mehr schwere Waffen - auch Leopard-2-Panzer“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der Deutschen Presse-Agentur.

News im Ukraine-Krieg: Frankreich verspricht Kampfpanzer – „Minenterror“ in Donezk

+++ 22.25 Uhr: Bei der Detonation eines nicht explodierten Sprengkörpers in Isjum in der Oblast Charkiw kam ein Mitarbeiter des ukrainischen Katastrophenschutzes ums Leben. Das berichtet das Nachrichtenportal The Kyiv Independent. Der Mann war Leiter einer pyrotechnischen Einheit und zuständig für die Entfernung von Minen in dem zurückeroberten Gebiet.

Isjum und der größte Teil des Gebiets Charkiw wurden im September nach rund sechs Monaten russischer Besatzung befreit. Nach Angaben von Serhii Kruk, dem Leiter des staatlichen Katastrophenschutzes, waren Mitte November etwa 30 Prozent des ukrainischen Territoriums durch die russische Invasion vermint. 

In den befreiten Gebieten der Ukraine wurden demnach Türen, Haushaltsgegenstände und sogar Leichen gefunden, die mit Sprengfallen präpariert waren. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass dem russischen „Minenterror“ noch viele Jahre lang Widerstand geleistet werden müsse.

News im Ukraine-Krieg: Angriffe im Gebiet Donezk und Dnipropetrowsk

+++ 20.55 Uhr: Die russischen Besatzer führten laut abendlichem Generalstabsbericht der ukrainischen Streitkräfte am heutigen Tag drei Raketenangriffe auf zivile Einrichtungen in der Stadt Kostiantynivka im Gebiet Donezk durch. Die Stadt Bachmut, die ebenfalls in Donezk liegt, sei mit Artillerie beschossen worden, wie die Nationalpolizei mitteilt. Zwei ältere Frauen erlitten demnach bei dem Angriff tödliche Schrapnellwunden. Die Polizei sagte, dass sich die Frauen in einem extrem gefährlichen Gebiet befunden hätten.

Auch die Stadt Nikopol im Gebiet Dnipropetrowsk stand unter russischem Beschuss mit schwerer Artillerie, wie die Staatsverwaltung des Gebiets meldet. Nach ersten Erkenntnissen wurde dabei ein 64-jähriger Mann verletzt. Er sei mit schweren Brustverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Durch den Angriff hätten insgesamt bis zu 20 Häuser Schaden genommen, ein Privathaus sei in Brand geraten. Das Feuer habe bereits gelöscht werden können.

News aus dem Ukraine-Krieg: Putin nimmt Hyperschallrakete in Betrieb

+++ 19.35 Uhr: Vor dem Hintergrund anhaltender Probleme in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Kremlchef Wladimir Putin die neue Hyperschallrakete „Zirkon“ in Dienst gestellt. „Ich bin sicher, dass solch eine mächtige Waffe es erlaubt, Russland zuverlässig vor äußeren Drohungen zu schützen und die nationalen Interessen unseres Landes abzusichern“, sagte er in einer vom Fernsehen übertragenen Videoschalte zur Inbetriebnahme der Raketen auf dem Kriegsschiff „Admiral Gorschkow“.

Die „Admiral Gorschkow“ soll auf Seereise in den Atlantischen und Indischen Ozean geschickt werden, um die russische Seemacht zu demonstrieren. Die Zirkon-Rakete hat eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern. Wegen ihrer extrem hohen Geschwindigkeit ist sie von der Flugabwehr praktisch nicht aufzuhalten. Die öffentliche Zeremonie diente offenbar auch dazu, von den Schwächen der russischen Armee im Ukrainekrieg abzulenken. Im Zuge der Übertragung versprach Putin, die russischen Streitkräfte weiter mit modernsten Waffen aufzurüsten.

News im Ukraine-Krieg: Frankreich verspricht Ukraine „leichte Kampfpanzer“

+++ 19.05 Uhr: Frankreich wird der Ukraine für ihren Krieg gegen Russland „leichte Kampfpanzer“ liefern. Das habe Staatschef Emmanuel Macron seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj zugesagt, so teilte der Élysée-Palast am heutigen Mittwoch mit. In einem Telefonat der beiden Präsidenten sei demnach die Lieferung von Spähpanzern des Typs AMX-10 RC beschlossen worden. Der Radpanzer mit Kanone wird vor allem zu Aufklärungszwecken eingesetzt. Wie viele der Panzer Frankreich der Ukraine übergeben werde und zu welchem Zeitpunkt, blieb zunächst unklar.

„Es ist das erste Mal, dass Panzer westlicher Bauart an die ukrainischen Streitkräfte geliefert werden“, zitierten französische Medienberichte den Élysée-Palast. Selenskyj dankte Macron via Twitter für die Entscheidung. Man habe zudem beschlossen, weiter gemeinsam daran zu arbeiten, die Luftabwehr der Ukraine zu stärken.

News im Ukraine-Krieg: Ukraine plant, Grauzone einzunehmen

+++ 17.38 Uhr: Alle Inseln der schwer umkämpften Oblast Cherson befinden sich in einer sogenannten Grauzone. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Interfax Ukraine. Demnach werde dieser Bereich der Frontlinie weder von ukrainischen, noch von russischen Streitkräften kontrolliert. Nach Aussage von Yevhen Yerin, dem Leiter des Pressezentrums der ukrainischen Verteidigungskräfte an der Tavriya, sei es Ziel des ukrainischen Militärs, diese graue Zone einzunehmen. Das könne aber nur gelingen, wenn auch das gegenüberliegende Ufer – also das linke Ufer des Flusses Dnepr – unter Kontrolle gebracht werde.

Den Grundstein für diesen Teilerfolg an der Front in der Region um Cherson legte das ukrainische Militär laut dem ukrainischen Nachrichtenportal Ukrainska Pravda am 2. Januar, als die Insel Velykyi Potomkin von ihren russischen Besatzern befreit wurde.

News zum Ukraine-Krieg: Luftangriffe auf mehrere ukrainische Oblaste

+++ 15.34 Uhr: Bei Luftangriffen auf mehrere ukrainische Oblaste im Osten, Süden und Norden des Landes sollen nach Angaben lokaler Behörden der Ukraine fünf Menschen getötet und mindestens 13 verletzt worden sein. Dabei soll es sich laut ukrainischen Präsidialamt ausschließlich um zivile Opfer handeln. Das vermeldete die Behörde auf Telegram.

Vier der Todesopfer seien den Berichten zufolge durch die russischen Angriffe auf Cherson getötet worden, ein weiteres Opfer starb bei Angriffen in Donezk. Auf die Region im Süden der Ukraine feuerte das russische Militär den Angaben nach binnen zwei Stunden 73 Mal Geschosse ab. Dabei seien auch eine Werft, Gasleitungen sowie Privat- und Hochhäuser beschädigt worden.

News aus dem Ukraine-Krieg: Russische Soldaten werden auf Krim beordert

+++ 13.07 Uhr: Berichten des ukrainischen Verteidigungsministeriums zufolge hat Präsident Wladimir Putin russische Truppen in den Norden der durch Russland besetzten Krim geschickt. Auch in Teile der Oblast Cherson wurden zusätzliche Truppen beordert. Dass der Kreml seine Streitkräfte dort Stellung beziehen lässt und Soldaten mobilisiert, sei ein Zeichen dafür, dass Russland den Krieg verliere, sagte Andrii Cherniak, von der Hauptnachrichtendirektion des ukrainischen Verteidigungsministeriums. Ziel der russischen Streitkräfte sei es laut Cherniak unbedingt den sogenannten Landkorridor zur Krim durch die besetzten ukrainischen Gebiete im Süden des Landes aufrechtzuerhalten.

News zum Ukraine-Krieg: Risiko für den Kreml steigt

+++ 11.50 Uhr: Nach Einschätzung britischer Geheimdienste führt unsichere Munitionslagerung zu einem hohen Risiko für die Truppen des Kremls. London bezieht sich dabei auf den ukrainischen Angriff auf eine russische Militärunterkunft in Makijiwka im Gebiet Donezk mit 89 getöteten Soldaten in der Neujahrsnacht. Es sei angesichts des Schadensausmaßes realistisch, dass nahe der Unterkunft Munition gelagert worden sei, wodurch beim Beschuss weitere Explosionen entstanden sein könnten.

Bereits vor dem Ukraine-Krieg sei das russische Militär dafür bekannt gewesen, seine Munition unsicher zu lagern, hieß es von den Briten. Der Vorfall in Makijiwka zeige jedoch, wie „unprofessionelle Methoden“ zu einer hohen Zahl an Gefallenen beitrügen.

News zum Ukraine-Krieg: Russland aktiviert Luftabwehr auf der Krim

+++ 10.40 Uhr: Unbestätigten Berichten zufolge wurde die Luftabwehr in der Region Sewastopol über Nacht zweimal aktiviert. Sewastopol liegt auf der Krim, die Russland 2014 von der Ukraine annektiert hat. Der Kyiv Independent berichtet unter Berufung auf den Telegram-Kanal von Radio Free Europe/Radio Liberty, dass Petro Andriuschtschenko, ein Berater des Bürgermeisters von Mariupol, eine entsprechende Meldung lanciert habe.

News zum Ukraine-Krieg: Russland fliegt neue Drohnenangriffe

Erstmeldung vom Dienstag, 03. Januar: Moskau/Kiew – Die russische Armee hat erneut einen gezielten Angriff auf die Energieinfrastruktur der Ukraine ausgeübt. In der Nacht zum 2. Januar starteten russische Soldaten einen Angriff mit iranischen Shahed-131/136-Kamikaze-Drohnen. Das geht aus Berichten des Nachrichtenportals Kyiv Independent hervor.

Wie der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, auf Telegram berichtet, konnten 40 Drohnen über der ukrainischen Hauptstadt ausgemacht werden. Davon seien 22 über Kiew, drei in den umliegenden Regionen und 15 in benachbarten Provinzen abgeschossen worden.

News zum Ukraine-Krieg: Massive Stromausfälle nach russischen Angriffen

Der russische Angriff habe in Kiew jedoch dennoch zu Unterbrechungen der Stromversorgung geführt. Auch in anderen Teilen der Ukraine sei der Strom erneut ausgefallen. Nach Angaben des staatlichen Netzbetreibers Ukrenergo wurden Notstromausfälle eingeführt, während die Wiederherstellungsbemühungen fortgesetzt werden.

Russische Truppen haben seit Anfang Oktober wiederholt die Energieinfrastruktur in der gesamten Ukraine angegriffen. Zahlreiche Menschen sind dabei ums Leben gekommen, es gab Strom-, Wasser- und Heizungsausfälle.

Erst in der Silvesternacht hatte Russland die Ukraine massiv mit Raketen angegriffen. Die Angriffe hatten in Kiew mehrere zivile Todesopfer zur Folge. Experten zufolge sollen Russlands Präsident Wladimir Putin jedoch langsam die Waffen ausgehen. (hg/dpa)

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