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US-Air-Force einfach „leasen“: Ex-Oberst macht der Ukraine überraschenden Vorschlag

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Von: Moritz Serif

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Laut eines Fachmannes brauche die Ukraine noch mehr Unterstützung.
Laut einem Fachmannes brauche die Ukraine noch mehr Unterstützung. © IMAGO/Wolfgang Simlinger

Die Ukraine benötigt laut einem Think-Tank westliche Kampfflugzeuge und Raketen. Ist „Leasing“ eine Lösung?

Kiew – Ein ehemaliger US-Militärbeamter hat der Ukraine vorgeschlagen, eine Art Söldner-Air-Force von der US-Regierung und privaten Unternehmen zu „leasen“. Das könne eine direkte militärische Beteiligung der USA obsolet machen, argumentierte Jeffrey Fischer, ein früherer Oberst der US-Luftwaffe und Verteidigungsbeamter. Er sprach sich außerdem dafür aus, private Unternehmen mit in die Pläne einzubeziehen, wie Newsweek berichtet.

Diese könnten auch ihre eigene, qualifizierte Flugbesatzung zu überschaubaren Kosten bereitstellen, schrieb Fischer in der Kyiv Post. „Das Konzept ermöglicht eine schnelle, gut ausgebildete und kostengünstige Luftwaffe, um Russland am Himmel über der Ukraine zu konfrontieren“, so Fischer. „Noch wichtiger ist, dass es keine direkte militärische Beteiligung der USA und keinen Kriegseintritt gibt.“

Ukraine-Krieg: USA wollen Konflikt mit Russland nicht eskalieren lassen

Hintergrund: Nach wie vor achten die USA darauf, den Konflikt mit Russland nicht eskalieren zu lassen. Die Staaten unterstützen die Ukraine daher mit Geld, Waffen und Militärausrüstung.

Laut dem britischen Thinktank Royal United Services ist die Ukraine „technologisch völlig und zahlenmäßig stark unterlegen“. Es sei daher zwingend notwendig, zusätzliche Luftstreitkräfte zu gewinnen, um den Luftraum zu verteidigen und die Dauer des Ukraine-Krieges zu verkürzen.

Bombenkrieg wie in Syrien könnte Ukraine drohen

„Der Westen darf sich nicht damit abfinden, dass die ukrainischen Luftverteidigungskapazitäten dringend aufgestockt werden müssen“, schrieb das Institut. Nur weil es Russland nicht gelungen sei, die mobilen Boden-Luft-Raketen-Systeme der Ukraine zu zerstören, sei es „nach wie vor nicht in der Lage, die potenziell schwere und effiziente Feuerkraft seiner Starrflügler- und Mehrzweckkampfflotten wirksam einzusetzen“. Im schlimmsten Falle drohe ein Bombenkrieg wie in Syrien, führt der Think-Tank an.

Die ukrainische Luftwaffe brauche moderne westliche Kampfflugzeuge und Raketen, um der russischen Luftwaffe „nachhaltig zu begegnen“. „Die russischen Piloten haben sich während des gesamten Krieges bislang eher passiv verhalten, sodass selbst eine kleine Anzahl westlicher Kampfflugzeuge eine große abschreckende Wirkung haben könnte.“ Wladimir Putins Truppen lassen die Blicke unterdessen einmal mehr gen Belarus wandern. (mse)

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