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Ukraine-Krieg: Kiew-Angriff gestartet, Klitschko spricht von „extremer Wut“ - Mariupol-Korridor wohl vermint

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Kiew erwartet im Ukraine-Krieg einen neuen Ansturm. Russland hat eine neue Waffenruhe für mehrere ukrainische Städte am Montag angekündigt. Der News-Ticker.

Update vom 7. März, 13.20 Uhr: In Irpin, einem Vorort der ukrainischen Hauptstadt Kiew, sollen sich russische Panzer nun zwischen zivilen Häuserblöcken in Stellung gebracht haben. Das meldet der US-Nachrichtensender CNN am Montag. Als Quelle nennt CNN ein Video, das offenbar von einem der Bewohner der Häuserblocks gefilmt wurde. Der Nachrichtensender konnte den Ort, an dem das Video aufgenommen wurde, eigenen Angaben zufolge verifizieren. Nur wenige Meter von den zivilen Wohneinheiten entfernt sind demnach mindestens fünf Panzer und deren Besatzung zu sehen. Angaben des The Kyiv Independent zufolge soll der russische Sturm auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am heutigen Montag (7. März) beginnen.

Bürgermeister des Kiewer Vorortes Hostomel getötet

Update vom 7. März, 12.50 Uhr: Die Vororte der ukrainischen Hauptstadt Kiew - Bucha, Hostomel, Vorzel und Irpin - sind hart umkämpft, wie unter anderem The Kyiv Independent meldete. Diese Gemeinden liegen teils nur wenige Kilometer vor der Stadtgrenze zu Kiew. Nun soll der Bürgermeister der Kleinstadt Hostomel, Juri Illitsch Prylipko, bei einem russischen Angriff getötet worden sein. Er sei gestorben, „als er Brot und Medikamente an Kranke verteilte“, hieß es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung am Montag auf Facebook.

Sturm auf die ukrainische Hauptstadt Kiew scheint zu beginnen

Update vom 7. März, 12.05 Uhr: Der Sturm auf die ukrainische Hauptstadt Kiew scheint zu beginnen. Wie The Kyiv Independent twittert, gibt es laut Bürgermeister Vitali Klitschko „schwere Kämpfe um Kiew“, besonders im Nordwesten. Weiter habe Klitschko mitgeteilt: „Mit extremer Wut zerstört der Feind Bucha, Hostomel, Vorzel, Irpin. Sie töten vorsätzlich Zivilisten“.

Vitali Klitschko
Vitali Klischko, Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, am Dienstag (06.03.2022). © Genya Savilov/AFP

Ukraine-Krieg: Mariupol-Korridor laut Rotem Kreuz vermint

Update vom 7. März, 12 Uhr: Wie das Rote Kreuz gegenüber der BBC mitteilte, soll der Mariupol-Korridor für die Evakuierung der Zivilbevölkerung vermint gewesen sein. Dominik Stillhart, Einsatzleiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sagte in der Sendung „Today“, auf die Frage, was mit den sogenannten humanitären Korridoren schief gelaufen sei, dass sie tagelang versucht hätten mit ukrainischen und russischen Seiten zu sprechen. Doch es gebe weiterhin Probleme, über die Einzelheiten eines Waffenstillstandsabkommens überein zu kommen. In dem Gespräch mit BBC Radio 4 sagte er auch, dass Mitarbeitende am Sonntag versucht hätten, Mariupol auf einer vereinbarten Route zu verlassen, aber feststellen mussten, dass „die ihnen angezeigte Straße tatsächlich vermint war“.

Update vom 7. März, 11.25 Uhr: Angesichts der heranrückenden russischen Truppen hat Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko die Einwohner der ukrainischen Hauptstadt erneut mit Nachdruck zum Durchhalten aufgerufen. „Die Hauptstadt bereitet sich auf die Verteidigung vor“, sagte Klitschko in einer am Montag verbreiteten neuen Videobotschaft. Er bitte alle Kiewer darum, die Ruhe zu bewahren, zu Hause zu bleiben oder bei Alarmsignalen in die Schutzräume zu laufen.

Flüchtlinge warten in einer Menschenmenge auf den Transport, nachdem sie aus der Ukraine geflohen und am Grenzübergang in Medyka, Polen, angekommen sind. Russische Truppen marschierten am 24. Februar in die Ukraine ein.
Flüchtlinge warten in einer Menschenmenge auf den Transport, nachdem sie aus der Ukraine geflohen und am Grenzübergang in Medyka, Polen, angekommen sind. Russische Truppen marschierten am 24. Februar in die Ukraine ein. © Markus Schreiber/dpa

„Kiew hält stand! Wird sich verteidigen!“, sagte Klitschko. „Gemeinsam halten wir durch! Ruhm der Ukraine!“ Kiew versuche auch, humanitäre Hilfe in die umkämpften Städte Butscha und Hostomel nordwestlich der Hauptstadt sowie in andere Orte zu schicken, sagte Klitschko .Zuvor war ein Video in sozialen Medien aufgetaucht, das zeigt, wie Klitschko eine Feldhochzeit an einem Checkpoint an einer Zufahrt Kiews besucht. Der frühere Box-Weltmeister in Schutzweste überreichte dem ebenfalls in Kampfmontur gekleideten Brautpaar bei der Zeremonie einen Blumenstrauß.

Ukraine Aktuell: Vizeregierungschefin kritisiert Plan zur Evakuierung von Kiewern nach Russland

Update vom 7. März, 11 Uhr: Die ukrainische Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk hat die russische Initiative zur Einrichtung von Fluchtkorridoren nach Russland bestätigt und zugleich kritisiert. Ein entsprechendes Schreiben sei am Sonntag in Kiew eingegangen, sagte sie. „Das ist keine annehmbare Variante der Öffnung von humanitären Korridoren“, erklärte Wereschtschuk am Montag. Die Ukrainer würden nicht aus den nördlich von Kiew gelegenen Orten nach Belarus fahren, um dann per Flugzeug nach Russland gebracht zu werden. Wereschtschuk sagte, sie habe Russland vorgeschlagen, Fluchtkorridore innerhalb der Ukraine in den Westen zu öffnen.

Die Waffenruhe hätte ab 10 Uhr Ortszeit (9 Uhr MEZ) gelten sollen. „Wir verlangen von der Russischen Föderation die Eröffnung von Möglichkeiten für humanitäre Korridore, über die (...) Medikamente und Lebensmittel gebracht werden können“, sagte sie .Nach Angaben des ukrainischen Außenministeriums sind nahe der Kiewer Vorstadt Irpin bei einem Versuch zur Einrichtung eines „grünen Korridors“ acht Zivilisten getötet worden. Der Bürgermeister von Butscha, Anatolij Fedortschuk, sei verletzt worden.

Ukraine-Krieg: Russland gibt ukrainischen Truppen Schuld am Tod von Zivilisten

Update vom 7. März, 10.45 Uhr: Russland hat ukrainischen Truppen die Schuld am Tod von vier Zivilisten in der südukrainischen Hafenstadt Mariupol gegeben. Weitere fünf Bürger seien deshalb verletzt worden. Ukrainische „Nationalisten“ hätten am Sonntag mehr als 150 Einwohner als „menschliche Schutzschilde“ missbraucht und das Feuer auf Truppen der prorussischen Separatisten eröffnet, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Montag der Agentur Interfax zufolge. Schließlich hätten die etwa 150 Menschen aber mit Hilfe der Separatisten die Stadt verlassen können. Diese Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Am Wochenende waren zwei Evakuierungsaktionen gescheitert. Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld, die zuvor vereinbarte Feuerpause gebrochen zu haben. Russland hatte für Montag weitere humanitäre Korridore für vier ukrainische Städte angekündigt, damit sich Zivilisten in Sicherheit bringen konnten. Unklar war zunächst, ob diese Evakuierungen überhaupt zustande kamen.

Ukraine Aktuell: Russland soll im Krieg aktuell offenbar humanitäre Korridore öffnen

Update vom 7. März, 10 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium vermeldet laut dem belarussischen Telegram-Kanal Nexta, dass sich auf dem Territorium der Ukraine sechs humanitäre Korridore öffnen.

Update vom 7. März, 9.40 Uhr: In der Ukraine ist der Gemeindevorsteher von Hostomel nach Angaben der örtlichen Behörden getötet worden. Russische Truppen hätten Jurij Prylypko gezielt erschossen, teilte der Gemeinderat am Montag bei Facebook mit. „Er starb bei der Ausgabe von Brot an Hungrige und Arzneien an Kranke.“ Mit ihm seien zwei weitere Helfer getötet worden. Von russischer Seite gab es dazu keine Reaktion. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Das nordwestlich der Hauptstadt Kiew gelegene Hostomel mit dem nahen Flugplatz ist seit Beginn des Kriegs umkämpft. Der Großteil der ursprünglich 16 000 Einwohner ist geflohen. Den Verbliebenen droht aufgrund der fortgesetzten Kämpfe eine humanitäre Katastrophe.

Ukraine News: Russland kündigt neue Waffenruhe für humanitäre Korridore im Krieg an

Update vom 7. März, 9.30 Uhr: Der ukrainische Verteidigungsminister, Oleksi Reznikov kündigte am Montag eine „Überraschung“ für Russland an. Seinen Angaben nach gebe es Fortschritte bei Waffenlieferungen an sein Land.

Update vom 7. März, 6.30 Uhr: Nach Angaben der ukrainischen Armee hat Russland begonnen, Ressourcen für den Sturm auf die ukrainische Hauptstadt Kiew zusammenzuziehen. Das geht aus dem Bericht des Generalstabs hervor, der in der Nacht zu Montag auf Facebook veröffentlicht wurde. Russische Truppen versuchten gleichzeitig, die volle Kontrolle über die kurz vor Kiew liegenden Städte Irpin und Butscha zu erlangen. Von dort sind es nur mehr wenige Kilometer zur nordwestlichen Stadtgrenze.

Russische Einheiten wollten sich zudem einen taktischen Vorteil verschaffen, indem sie die östlichen Außenbezirke Kiews über die Bezirke Browary und Boryspil erreichten, hieß es weiter. Der Berater des ukrainischen Innenministers, Wadym Denysenko, sagte laut der ukrainischen Internetzeitung Ukrajinska Prawda in einer Live-Fernsehsendung am Sonntagabend, auf Anfahrtswegen nach Kiew habe sich eine recht große Menge an russischer Ausrüstung und Truppen angesammelt. „Wir gehen davon aus, dass der Kampf um Kiew die Schlüsselschlacht der nächsten Tage ist.“

Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf seinem Telegram-Kanal am Sonntag, dass es Kämpfe nahe Kiew gebe. Die Stadt sammle weiter alle Ressourcen für ihre Verteidigung. Er habe mehrere Kontrollpunkte an der Stadtgrenze besucht, die Sicherheitskräfte seien entschlossen, jeden Angriff abzuwehren.

Selenskyj macht womöglich neue Putin-Pläne publik - Ukraine erwartet „entscheidende Schlacht“

Ukraine-Krieg: Kiew erwartet „entscheidende Schlacht“

Update vom 6. März, 22.36 Uhr: Russland will seine Angriffe auf Kiew offenbar verstärken. Wie Vadym Denysenko, ein Berater des ukrainischen Innenministers, sagte, habe Russland eine „ausreichende Anzahl von Truppen und Ausrüstung“ in der Nähe der Hauptstadt aufgebaut. Die „entscheidende Schlacht des Krieges“ werde in den nächsten Tagen stattfinden.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geht offenbar von einer baldigen weiteren Eskalation aus. „Russland hat angekündigt, dass es morgen unsere Rüstungsunternehmen bombardieren wird“, zitiert ihn der Kyiv Independent am Sonntagabend. „Es ist ein Mord, einfach ein Mord.“ Im Weiteren soll Selenskyj über fehlende Unterstützung des Westens geklagt haben. „Ich habe heute keinen der führenden Politiker der Welt darauf reagieren sehen, keinen westlichen Politiker.“

Ukraine-Krieg: Fernsehturm in Charkiw bei Angriff beschädigt

Update vom 6. März, 20.12 Uhr: In der ostukrainischen Großstadt Charkiw ist der Fernsehturm bei einem russischen Angriff beschädigt worden - das teilte die ukrainische Seite mit. Die Fernsehübertragung sei vorübergehend ausgefallen, sagte der Chef der regionalen Militärverwaltung, Oleh Synjehubow, am Sonntagabend der Agentur Unian zufolge. Spezialisten seien bereits dabei, die Schäden zu beheben, sagte Synjehubow. Von russischer Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Update vom 6. März, 18.51 Uhr: Die Angaben zu getöteten Soldaten im Ukraine-Krieg weichen stark voneinander ab. Russland hat erst am Mittwoch 498 getötete Soldaten in den eigenen Reihen bestätigt, die Ukraine wiederum meldete mehr als 7000 getötete Russen. Die amerikanische UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield berichtet nun ebenfalls von hohen russischen Verlusten im Ukraine-Krieg. „Wir sehen, dass jeden Tag Hunderte von russischen Soldaten getötet werden“, sagte Thomas-Greenfield am Sonntag dem US-Sender ABC.

Kremlchef Wladimir Putin spüre die Folgen seines Handelns. Die Diplomatin sagte dabei nicht, wie viele Opfer es auf ukrainischer Seite nach Einschätzung der USA gibt. Das ukrainische Militär hat bisher keine Angaben zu den eigenen Gesamtverlusten gemacht.

Update vom 6. März, 14.45 Uhr: Nach Aussage von Wolodymyr Selenskyj sind wohl hunderte russische Soldaten bereits in ukrainische Gefangenschaft geraten. „Hunderte, Hunderte Gefangene. Unter ihnen sind Piloten von Flugzeugen, die unsere Städte bombardiert haben. Unsere Zivilisten“, erklärte Selenskyj in einer Videobotschaft via Telegram. Des Weiteren richtete sich der ukrainische Präsident mit folgenden Worten an seine Landsleute: „Wir kämpfen darum, wo die Grenze verlaufen wird. Zwischen Leben und Sklaverei“, heißt es in der Telegram-Botschaft weiter.

„Wir kämpfen darum, wo die Grenze verlaufen wird. Zwischen Leben und Sklaverei.“

Wolodymyr Selenskyj, ukrainischer Präsident, in einer Videobotschaft via Telegram.

Zudem sprach erneut auch zu Russlands Bevölkerung. „Die Bürger der Russischen Föderation treffen jetzt gerade genau die gleiche Wahl. In diesen Tagen. In diesen Stunden. Zwischen Leben und Sklaverei“, richtete sich der ukrainische Staatschef an die russischen Bürgerinnen und Bürger.

Ukraine-Krieg-News: Auch der zweite Versuch der Evakuierung von Mariupol wohl gescheitert

Update vom 6. März, 14.01 Uhr: Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, kann auch der zweite Evakuierungsversuch aus Mariupol als gescheitert angesehen werden. Demnach konnten nur etwa 300 ukrainische Menschen die Stadt verlassen. Das waren Angaben der prorussischen Separatisten. Eigentlich hätten es 200.000 sein sollen. Beide Seiten geben sich gegenseitig die Schuld daran.

Ukraine-News: Putin-Truppen melden Vormarsch

Update vom 6. März, 9.38 Uhr: Im täglichen Bulletin des russischen Verteidigungsministeriums heißt es an diesem Sonntag: Seine Armee und die von ihr unterstützten Separatisten sind im Osten der Ukraine weiter auf dem Vormarsch.

Elf Kilometer weit hätten sich ins Landesinnere bewegt und fünf weitere Ortschaften unter ihre Kontrolle gebracht. Die prorussischen Separatisten in den Regionen Luhansk und Donezk hätten elf Ortschaften unter ihrer Kontrolle.

Aktuelle Ukraine-News: Putin-Truppen wollen 100 Flugzeuge der Ukraine vernichtet haben

Inzwischen seien mehr als 2200 Objekte militärischer Infrastruktur zerstört worden. Vernichtet worden seien 778 ukrainische Panzer und rund 100 Flugzeuge. Überprüfbar sind diese Angaben nicht. Russland hatte zuletzt Hunderte getötete Soldaten in den eigenen Reihen eingeräumt. Die Ukraine spricht von Tausenden - auch das ist nicht überprüfbar.

Ukraine-Krieg: Neuer Evakuierungsversuch in Mariupol? – Humanitäre Situation „katastrophal“

In der Hafenstadt Mariupol (Update vom 6. März, 4.45 Uhr) soll es einen zweiten Anlauf für die Evakuierung der Zivilbevölkerung geben. Es sei eine Feuerpause mit den russischen Truppen vereinbart worden, die die Stadt belagern, teilten die örtlichen Behörden im Messenger-Dienst Telegram mit. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Demnach soll der Korridor bis in die etwa drei Stunden entfernte Stadt Saporischschja reichen.

Die humanitäre Situation in Mariupol sei „katastrophal.“ Das teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) mit. Die südukrainische Hafenstadt hat knapp eine halbe Million Einwohner und steht seit Tagen unter Beschuss

Ukraine-Krieg-News: Angeblich 16 Verteilstationen für Gas geschlossen

Update vom 6. März, 6.57 Uhr: Aufgrund der Angriffe mussten 16 ukrainische Verteilstationen für Gas geschlossen werden. Das berichtet das Nachrichtenportal The Kyiv Independent unter Berufung auf die ukrainische Informationen. Betroffen seien die Verwaltungsbezirke Charkiw, Mykolajiw, Saporischschja, Kiew sowie Donetsk und Luhansk, heißt es in dem Bericht weiter.

Update vom 6. März, 04.45 Uhr: Nach „10 Tage Hölle“ in Charkiw, endlich Hoffnung auf einen humanitären Korridor? Im Angesicht der dramatischen humanitären Situation in Charkiw, gibt ein Kommentar Hoffnung. Der Leiter der ukrainischen Delegation für Gespräche mit Russland hat sich auf Facebook geäußert, wie die dpa schreibt. „So Gott will“ werde es am Sonntag einen Korridor geben, schrieb David Arachamija in der Nacht zu Sonntag auf Facebook.

Mit diesen Worten antwortete Arachamija einer Frau auf seiner Facebook-Seite. Sie hatte sich auf Facebook für eine Waffenruhe mit Russland ausgesprochen. Sie sei aus Charkiw und habe „10 Tage Hölle“ erlebt. In Mariupol war am Samstag eine Feuerpause gescheitert. Beide Seiten warfen sich den Verstoß gegen den Waffenstillstand vor.

Ukraine-News: Laut Selenskyj sind russische Truppen Richtung Atomkraftwerk unterwegs

Update vom 5. März, 21.45 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj befinden Kisich russische Streitkräfte aktuell auf dem Weg in Richtung des Atomkraftwerks Juschnoukrajinsk, etwa 120 Kilometer nördlich der von Truppen eingekesselten Stadt Mykolajiw. Das Ziel der russischen Truppen sei es demnach, die Kontrolle über das Kraftwerk zu erlangen, um somit weiter Druck auf die ukrainische Energieversorgung ausüben zu können. Wie Selenskyj in einer Videoschalte mit US-Senatoren verkündete, haben die russischen Truppen bereits zwei Atomkraftwerke unter ihre Kontrolle gebracht. Juschnoukrajinsk wäre somit das Dritte.

Update vom 5. März, 19.24 Uhr: Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine gehen in die dritte Runde. Vertreter beider Seiten treffen sich nach offiziellen Angaben am Montag zu weiteren Gesprächen. Alle Informationen zu den Verhandlungen finden Sie in unserem Verhandlungsticker.

Ukraine-Krieg-News: Wladimir Putin warnt vor Durchsetzung einer Flugverbotszone über Ukraine

Update vom 5. März, 15.05 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat vor der Durchsetzung einer Flugverbotszone über der Ukraine gewarnt. „Jede Bewegung in diese Richtung wird von uns als Teilnahme des jeweiligen Landes an einem bewaffneten Konflikt betrachtet“, sagte Putin am Samstag bei einem Treffen mit Pilotinnen der Staatsfluggesellschaft Aeroflot. Es spiele dann auch keine Rolle, welcher Organisation diese Länder angehörten.

Die Nato hatte eine entsprechende Forderung der Ukraine bereits zurückgewiesen. Die Alliierten seien sich einig, dass Nato-Flugzeuge nicht im ukrainischen Luftraum operieren sollten, hatte der Generalsekretär des Militärbündnisses, Jens Stoltenberg, am Freitag gesagt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Nato-Staaten zuvor eindringlich aufgefordert zu verhindern, dass Russland weiter Luftangriffe auf sein Land starten könne.

Doppel-Dämpfer für Putin? 66.000 Ukrainer kehren zurück - Bericht über fliehende Russland-Soldaten

Erstmeldung vom 5. März, 12.40 Uhr: Kiew/Moskau – Tag zehn des Ukraine-Konflikts*. Der ukrainische Verteidigungsminister Olexii Resnikow teilte am Samstag auf Twitter mit, dass bislang mehr als 66.000 Ukrainer aufgrund des Ukraine-Kiregs in ihr Land zurückgekehrt sind, um gegen Russland zu kämpfen. „So viele Männer sind in diesem Moment aus dem Ausland zurückgekehrt, um ihr Land gegen die Horde zu verteidigen“, twitterte Resnikow. „Das sind weitere zwölf Kampfbrigaden und motivierte Brigaden! Ukrainer, wir sind unbesiegbar.“

In Mariupol sollen offenbar russische Truppen trotz des verordneten Feuerstopps die ukrainische Stadt weiter beschießen. „Die Russen bombardieren uns weiterhin und setzen ihre Artillerie ein. Das ist verrückt“, sagte der stellvertretende Bürgermeister von Mariupol gegenüber BBC. „Es gibt keine Waffenruhe in Mariupol, auch nicht entlang der ganzen Route. Unsere Zivilisten sind bereit zu fliehen, aber sie können unter Beschuss nicht entkommen“, heißt es weiter. (dpa/aka) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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