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Möglicher Engpass von Gaslieferungen: Selenskyj will Strom in die EU exportieren

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Von: Fee Halberstadt

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Wolodymyr Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seinem Büro in Kiew. © Ukrainian Presidential Press Off/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

Um den möglichen Engpass der russischen Gas-Lieferungen abzuschwächen, kündigt der ukrainische Präsident Selenskyj Hilfe durch Stromexporte an.

Kiew – In Deutschland und anderen EU-Ländern wachsen Befürchtungen vor Energie-Engpässen in den kommenden Monaten wegen reduzierter russischer Gaslieferungen als Folge des Ukraine-Konflikts. Die Lieferungen von Gas aus Russland sind unbeständig, ein Stopp durchaus möglich. Aktuell läuft weniger durch die Gas-Pipeline Nord Stream 1, wie zuerst angenommen. Um auf einen möglichen Gas-Stopp vorbereitet zu sein, arbeiten die EU-Staaten an einem Notfallplan.

Jetzt hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj angesichts der Befürchtungen vor Energie-Engpässen in Europa verstärkte Stromlieferungen in die EU angekündigt. „Wir bereiten uns vor, unsere Elektrizitätsexporte an Verbraucher in der Europäischen Union zu erhöhen“, sagte Selenskyj am Mittwoch (27. Juli) in seiner täglichen Fernsehansprache.

Stromexporte aus der Ukraine: Gas-Lieferungen aus Russland sind nicht sicher

„Unsere Exporte erlauben uns nicht nur, unsere Devisen-Einnahmen zu erhöhen, sondern helfen auch unseren Partnern, dem russischen Energie-Druck zu widerstehen.“ Die Ukraine solle schrittweise „ein Garant für die europäische Energiesicherheit“ werden, sagte der Präsident.

Nachdem die Ukraine Mitte März an das europäische Stromnetz angeschlossen worden war, begann sie Anfang Juli über Rumänien mit Stromexporten in die EU. Vor Beginn des russischen Angriffskriegs gegen das Land am 24. Februar war das ukrainische Netz mit dem russischen Netz synchronisiert. In der Ukraine stammt mehr als die Hälfte des Stroms aus der Atomkraft. (fh/afp)

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