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Spannung zwischen Moskau und Washington: Russische Kampfjets fangen US-Flugzeuge ab

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Von: Stefan Krieger

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Über dem Mittelmeer fangen russische Kampfflugzeuge drei US-Seefernaufklärer der Marine ab. Das Pentagon spricht von „unprofessionellem“ Verhalten Russlands.

Washington D.C. – Inmitten der Spannungen zwischen Russland und den USA in der Ukraine-Krise haben russische Flieger nach US-Angaben über dem Mittelmeer drei Flugzeuge der US-Marine abgefangen. Dabei soll es in einem Fall zu einer gefährlichen Annäherung gekommen sein.

Am vergangenen Wochenende seien bei verschiedenen Vorfällen drei US-Seefernaufklärer vom Typ P-8A auf „unprofessionelle“ Weise abgefangen worden, erklärte ein Pentagon-Sprecher am Mittwoch (16.02.2022). Die US-Flugzeuge hätten sich jeweils „im internationalen Luftraum über dem Mittelmeer“ befunden.

Russischer Kampfjet kommt bis auf einen Meter an US-Flugzeug heran

Nach Angaben eines US-Vertreters kam ein russisches Flugzeug einem US-Flieger in einem Fall gefährlich nahe. Das Wall Street Journal berichtete von einem Abstand von nur eineinhalb Metern zwischen den Flugzeugen. Demnach handelte es sich bei den russischen Flugzeugen um Kampfjets vom Typ Su-35. Der Vorfall ist deshalb besonders kritisch, weil sich beide Staaten aufgrund der Ukraine-Krise in einer angespannten Lage befinden.

Russischer Kampfjet des Typs Su-35. (Archivfoto)
Russischer Kampfjet des Typs Su-35. (Archivfoto) © US-Navy/AFP

Russische Kampfjets fangen US-Flugzeuge ab: USA sieht sich im Recht

„Es kam zwar niemand zu Schaden, aber solche Interaktionen könnten zu Fehleinschätzungen und Fehlern verleiten, die zu einem gefährlicheren Ergebnis führen“, erklärte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums. Die USA hätten gegenüber Russland über „diplomatische Kanäle“ protestiert.

Die USA würden weiterhin „sicher, professionell und in Übereinstimmung mit dem internationalen Recht in internationalen Gewässern und im internationalen Luftraum operieren“, fügte der Sprecher hinzu. „Und wir erwarten von Russland das gleiche.“ (skr/AFP)

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