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Vereitelter Terroranschlag in der Ukraine? Miliz spricht von Schusswechsel

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Von: Nail Akkoyun

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Am Dienstag (15.02.2022) soll es in Luhansk zu einem vereiteltem Terroranschlag und einem Schusswechsel gekommen sein. (Symbolfoto)
Am Dienstag (15.02.2022) soll es in Luhansk zu einem vereiteltem Terroranschlag und einem Schusswechsel gekommen sein. (Symbolfoto) © Alexander Reka/Imago Images

Wie russische Medien berichten, wurde am Dienstag ein Terroranschlag in Luhansk vereitelt. Verdächtigt wird das Verteidigungsministerium der Ukraine.

Luhansk – In Luhansk wurde am Dienstag (15.02.2022) einem russischen Medienbericht zufolge ein Terroranschlag vereitelt. Die Stadt im Donbass, die von pro-russischen Separatisten kontrolliert wird, steht derzeit aufgrund der drohenden russischen Invasion im Mittelpunkt.

Wie es in einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur TASS heißt, könnte das ukrainische Verteidigungsministerium sowie der Geheimdienst der Ukraine in den Planungen involviert gewesen sein. Der Kreml hat sich bislang noch nicht zu den Spekulationen geäußert.

Ukraine-Krise: Volksmiliz Luhansk berichtet von Schusswechsel mit ukrainischen Streitkräften

Dem Bericht zufolge wurde ein improvisierter Sprengsatz in einem Mülleimer in der Innenstadt entdeckt, wo eine Kundgebung zu einem russischen Gedenktag geplant war, der an bei Auslandseinsätzen gefallenen Soldat:innen erinnert. Wäre der Sprengsatz nicht entdeckt und entschärft worden, hätten mehrere Zivilist:innen getötet werden können, betonte das Ministerium für Staatssicherheit der Republik Luhansk, die international als pro-russisches Separatistengebiet innerhalb der Ukraine jedoch nicht anerkannt wird.

Zudem berichtete die Volksmiliz Luhansk am Dienstag, dass eines ihrer Mitglieder von ukrainischen Streitkräften erschossen worden sei. Daraufhin hätte man mit Artilleriefeuer auf ukrainische Stellungen reagiert. Auf der ebenfalls am Dienstag stattgefundenen Pressekonferenz mit Kanzler Scholz erklärte der russische Präsident Wladimir Putin, dass ein „Genozid“ im Donbass stattfinden würde.

Ukraine-Konflikt: Staatsduma in Russland will Separatistengebiete anerkennen

In den Volksrepubliken Donezk und Luhansk haben mehr als 870.000 Menschen die russische Staatsbürgerschaft erworben, sagte Viktor Vodolatsky, Mitglied der russischen Staatsduma gegenüber TASS. Die Staatsduma, das Unterhaus der Föderationsversammlung von Russland, appellierte am Dienstag an Wladimir Putin, die Separatistengebiete als von der Ukraine unabhängige Republiken anzuerkennen.

Die USA warnten indes vor diesem Schritt. Eine Zustimmung des Kremls zu diesem Appell der Staatsduma würde bedeuten, dass die russische Regierung ihre Verpflichtungen aus den Minsker Friedensvereinbarungen komplett ablehne, sagte Außenminister Blinken am Mittwoch (16.02.2022). (nak)

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