1. Startseite
  2. Politik

Putins Vertrauter: Ukraine wird in zwei Jahren nicht mehr „auf der Weltkarte existieren“

Erstellt:

Von: Helena Gries

Kommentare

Dimitri Medwedew gilt als enger Vertrauter Wladimir Putins. Im Rahmen des Ukraine-Krieges hat sich der ehemalige russische Präsident nun geäußert.

Moskau – Dimitri Medwedew hat mit seinen Theorien zur Ukraine lange Zeit wenig Beachtung gefunden. Der enge Vertraute von Wladimir Putin wurde von der Außenwelt eher als einer der Vernünftigen in den hohen Machtzirkeln des Kremls eingeschätzt. In letzter Zeit hat der ehemalige Präsident von Russland allerdings häufiger radikales Gedankengut in Bezug auf die Ukraine geäußert und geriet damit mehr und mehr in den Fokus der Medien.

Auf der Social-Media-Plattform Telegram rief er im Rahmen des Ukraine-Konfliktes mehrfach zur Auslöschung der Ukraine als Nation auf. Dimitri Medwedew schrieb erst kürzlich: „Die Leute fragen mich oft, warum meine Telegram-Beiträge so hart sind. Die Antwort ist, dass ich sie hasse. Sie sind Bastarde und Abschaum. Sie wollen den Tod für uns, für Russland. Und solange ich am Leben bin, werde ich alles tun, um sie verschwinden zu lassen.“

Ukraine-Konflikt: Enger Vertrauter Putins äußert sich erneut auf Telegram

Ebenfalls über die Plattform Telegram hatte Medwedew vor kurzer Zeit deutschen Bürgerinnen und Bürgern ein Angebot gemacht: „Deutsche, die Olaf Scholz oder die Bundesregierung kritisieren“, könnten künftig bevorzugt nach Russland einreisen. Dafür wolle man die Einreiseregelungen lockern.

Ein neuer Telegram-Beitrag Medwedews infolge des Ukraine-Kriegs sorgt derzeit erneut für Schlagzeilen, unter anderem auf dem US-amerikanischen Nachrichtenportal The Daily Beast. Der ehemalige russische Präsident solle demnach geschrieben haben, die Ukraine werde in zwei Jahren möglicherweise nicht mehr „auf der Weltkarte existieren“.

Dimitri Medwedew, ehemaliger russischer Präsident und enger Vertrauter Wladimir Putins.
Dimitri Medwedew, ehemaliger russischer Präsident und enger Vertrauter Wladimir Putins., hat sich jetzt im Ukraine-Konflikt geäußert. (Archivbild) © Andreas Gebert/dpa

Dimitri Medwedew warnt vor Angriff westlicher Städte im Ukraine-Krieg

Wie The Daily Beast berichtet, solle sich Medwedew in seinem Beitrag darauf beziehen, dass die Ukraine mit westlichen Verbündeten einen Plan für Gasimporte anstrebe. Er wandte sich demnach an Kiew und stellte die Frage: „Wer hat gesagt, dass die Ukraine in zwei Jahren überhaupt auf der Weltkarte existieren wird?“

Medwedew warnte Medienberichten zufolge weiter, dass Moskau Städte im Westen angreifen würde, wenn die Ukraine von den USA bereitgestellte Raketen für einen Angriff auf Russland einsetzen würde. Der 56-Jährige hatte von 2008 bis 2012 das Amt des russischen Präsidenten inne, nachdem Putin aufgrund von Amtszeitbeschränkungen zurücktreten musste, und ist aktuell der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates. (hg)

Auch interessant

Kommentare