1. Startseite
  2. Politik

Nach Angriff auf Wagner-Hotel: Russische Medien beschuldigen USA

Erstellt:

Von: Nail Akkoyun

Kommentare

Bei einem Raketenangriff auf ein Hotel werden russische Söldner getötet. Der Verdacht der russischen Medien: Die USA waren in der Planung involviert.

Kadijiwka – Russische Söldner der berüchtigten Wagner-Gruppe, die als Wladimir Putins „Schattenarmee“ in der Ukraine und unter anderem auch in Afrika agiert, sind am vergangenen Wochenende bei einem Raketeneinschlag ums Leben gekommen. Darüber berichteten zunächst Kreml-nahe Medienportale, als diese am Sonntag (12. Dezember) einen ukrainischen Angriff auf ein Hotel in der besetzten Region Luhansk meldeten.

Wütend berichtete man, dass „der Feind HIMARS einsetzte, um das Hotel in Kadijiwka zu treffen, in dem sich Wagner-Kämpfer befanden“. Auf Twitter kursieren derweil Fotos des zerstörten Gebäudes, welches das Hotel Zhdanov‘s Guest House zeigen soll.

Wie viele Wagner-Kämpfer bei dem Angriff getötet wurden, ist bislang unklar. Während sich die russischen Staatsmedien in Schweigen hüllen, mutmaßte das russische Medium mk.ru, der Ort sei Ziel eines Angriffs gewesen, weil die USA von einem Besuch des Wagner-Chefs Jewgeni Prigoschin wussten.

Auf dem Boden vor dem Eingang des Wagner-Hauptquartiers in St. Petersburg prangt ein großes, weißes „Z“. (Archivfoto)
Auf dem Boden vor dem Eingang des Wagner-Hauptquartiers in St. Petersburg prangt ein großes, weißes „Z“. (Archivfoto) © Alexander Galperin/Imago

Ukraine-Krieg: Sohn von Wagner-Chef Schuld an ukrainischem Raketenangriff?

Der Hintergrund: Pawel Prigoschin, Sohn des Oligarchen und Wagner-Chefs Jewgeni Prigoschin, postete vor wenigen Tagen auf Telegram ein Foto, welches ihn bewaffnet vor dem Hotel in der Region Luhansk zeigt. Pawel, der angeblich in den Reihen der Söldnergruppe kämpfen soll, könnte damit indirekt für den Tod mehrerer Wagner-Kämpfer verantwortlich sein – allerdings nicht für seinen eigenen.

Um den Spekulationen Einhalt zu gebieten, ließ Prigoschin in einer Erklärung verlautbaren: „Keine Sorge, meinem Sohn geht es gut.“ Dazu sei gesagt, dass unklar ist, wann genau das Foto aufgenommen wurde. Die Echtheit des Fotos, beziehungsweise das Aufnahmedatum, ließ sich unabhängig nicht überprüfen.

Ukrainische Behörden betonen seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs immer wieder die Tatsache, dass Russland wenig bis gar keine Informationen über eigene Verluste veröffentlicht. Serhij Haidai, ukrainischer Gouverneur von Luhansk, bestätigte den Angriff und witzelte auf Telegram, dass „viele“ Wagner-Söldner beim nächsten Appell zweifellos fehlen würden. (nak)

Auch interessant

Kommentare