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„Volksrepublik Donezk“: Fünf Europäer stehen vor der Todesstrafe

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Von: Constantin Hoppe

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In der von russischen Separatisten besetzten Stadt Donezk müssen sich fünf pro-ukrainische Kämpfer vor einem Gericht verantworten. Ihnen droht die Hinrichtung.

Moskau – Prorussische Separatisten in der Ost-Ukraine haben am Montag (15. August) fünf Europäer vor Gericht gestellt. Bei den fünf Männern soll es sich russischen Medien zufolge um Söldner handeln, die sich im Ukraine-Krieg beteiligten. Nach dem Gesetz der selbsterklärten prorussischen Volksrepublik Donezk könnte den Europäern die Todesstrafe drohen.

Die fünf Angeklagten – ein Schwede, ein Kroate und drei Briten – plädierten den Berichten zufolge zum Prozessauftakt in Donezk auf „nicht schuldig“.

Ein durch Artilleriebeschuss zerstörtes Gebäude in Mariupol.
Ein durch Artilleriebeschuss zerstörtes Gebäude in Mariupol. © imago-images

„Volksrepublik Donezk“: Pro-ukrainischen Kämpfern droht die Todesstrafe

Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti waren der Schwede, der Kroate und einer der Briten in der besetzten ukrainischen Hafenstadt Mariupol gefangengenommen worden. Ihnen drohe wegen versuchter „gewaltsamen Machtübernahme“ und „Beteiligung an einem bewaffneten Konflikt als Söldner“ die Hinrichtung.

Gegen einen weiteren Briten wird als einziger Vorwurf erhoben, ein Söldner zu sein. Dem dritten Briten werde der Prozess gemacht, weil er Söldner für den Kampf in der Ukraine rekrutiert haben soll. Nach dem Prozessauftakt am Montag soll nun im Oktober weiterverhandelt werden.

Gericht in Donezk: Prozess gegen angebliche Söldner wird fortgesetzt

Bereits Anfang Juni hatte das von Moskau unterstützte Gericht in der selbsterklärten Volksrepublik Donezk zwei Briten und einen Marokkaner zum Tode verurteilt – auch ihnen wurde vorgeworfen, Söldner zu sein. Alle drei haben Berufung gegen das Urteil eingelegt.

In Russland gilt seit 1997 ein Moratorium für die Vollstreckung von Todesurteilen. Für die von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiete in der Ukraine gilt diese Regelung aber nicht. (con mit afp)

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