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US-Militärgerät auf dem Weg nach Russland – Behörden fangen Schmuggelware ab

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Von: Moritz Serif

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Eine russische RS-24-Interkontinentalrakete vom Typ Jars.
Eine russische RS-24-Interkontinentalrakete vom Typ Jars. (Archivfoto) © Alexander Zemlianichenko/AP/dpa/picture alliance

Die sogenannte Schleifmaschine kann auch bei der Verbreitung von Atomwaffen verwendet werden. US-Behörden sind alarmiert.

Washington, D.C – Den mutmaßlichen Tätern drohen lange Haftstrafen: Ein sogenanntes Hochpräzisions-Schleifmaschinensystem, ist in Lettland von den Behörden abgefangen worden. Das Gerät darf nicht nach Russland exportiert werden, da es potenziell für die Verbreitung von Atomwaffen verwendet werden kann. Dieser Export-Versuch ist nur Teil eines Netzwerkes gewesen, dass Militär-Technologie an Russland lieferte. Geräte seien demnach auf dem Schlachtfeld gegen die Ukraine gelandet. Nun ermitteln US-Behörden, wie das Justizministerium der USA bekannt gab.

In der Anklageschrift heißt es, dass Eriks Mamonovs, 33, und Vadims Ananics, 46, beide lettische Staatsbürger, sich ab 2018 mit Stanislav Romanyuk, 37, einem ukrainischen Staatsbürger mit Wohnsitz in Estland, getroffen hätten, um eine in Connecticut hergestellte Koordinatenschleifmaschine nach Russland zu schmuggeln. Dafür ist eine Genehmigung nötig, da das Gerät im Atombereich eingesetzt werden kann.

US-Gerät auf dem Weg nach Russland – abgefangen in Lettland

Die Schleifmaschine schaffe es nach Angaben der US-Behörden nicht bis nach Russland, da sie im lettischen Riga abgefangen wurden. Alle Beschuldigten sind verhaftet worden und könnten an die USA ausgeliefert werden. „Die Gefahr, die von einem solchen Verhalten ausgeht, ist sehr groß. Ich danke der HSI, dem Handelsministerium und dem FBI sowie unseren Partnern in Lettland und Estland, die diesen mutmaßlichen Plan vereitelt haben und daran arbeiten, die Angeklagten vor einem US-Gericht zur Rechenschaft zu ziehen“, so US-Staatsanwältin Vanessa Roberts Avery.

„Amerikanische Technologie darf nicht von der Kriegsmaschinerie des Kremls genutzt werden“, sagte Andrew Adams, Direktor der Task Force KleptoCapture. Die Maschinen „können für ruchlose Zwecke verwendet werden, unter anderem im Verteidigungsbereich zum Bau von Kriegswaffen“, sagte Matthew Millhollin, der für Ermittlungen im Bereich der inneren Sicherheit in Neuengland zuständige Special Agent. 

Mutmaßlichen Tätern droht 20 Jahre Haft

Den mutmaßlichen Tätern drohen Höchststrafen von 20 Jahren Gefängnis. Bis zur Urteilsverkündung gilt jedoch die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen sind beileibe nicht die einzige Entwicklung im Ukraine-Krieg. Russland hat außerdem militärische Ausrüstung und Truppen aus Syrien abgezogen. Das wirkt sich auch unmittelbar auf das Nachbarland Israel aus. (mse)

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