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USA wollen Abramowitschs Privatjets beschlagnahmen

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Von: Karolin Schäfer

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Der russische Oligarch Roman Abramowitsch gehört zu Putins engerem Kreis. Aus diesem Grund muss er künftig auf zwei seiner Privatjets verzichten.

New York – Ihm werden enge Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin nachgesagt, nun werden zwei seiner Luxusflugzeuge von der US-Regierung beschlagnahmt: Auf den russischen Oligarchen Roman Abramowitsch kommen erneut Sanktionen zu. Eine Bundesrichterin in New York hatte die US-Regierung am Montag (6. Juni) zu der Beschlagnahmung ermächtigt.

Die Anordnung von Richterin Sarah Cave ist eine von mehreren Sanktionen der USA und anderen westlichen Ländern, die sich infolge des Ukraine-Krieges gegen russische Milliardäre richten. Beschlagnahmt werden nach Angaben der britischen Zeitung The Guardian eine Boeing 787-8 Dreamliner und eine Gulfstream G650ER.

Der russische Oligarch Roman Abramowitsch. (Archivbild)
Der russische Oligarch Roman Abramowitsch. (Archivbild) © Anthony Anex/dpa

Ukraine-Krieg: Abramowitschs Luxusflugzeuge ohne Genehmigung unterwegs

Beide Jets seien im März ohne eine Sondergenehmigung der zuständigen Behörde des US-Handelsministeriums international im Einsatz gewesen, teilten des US-Justizministeriums in einer Erklärung mit. Als Handhabe dafür dienen die wegen des Ukraine-Krieges verhängten US-Exportkontrollen, die vor allem in den USA hergestellte Flugzeuge betreffen.

Wie genau die Beschlagnahmung der beiden Flugzeuge stattfinden soll, ist allerdings noch unklar. Die Boeing im Wert von 350 Millionen Dollar (etwa 327 Millionen Euro) befindet sich nach Angaben des Ministeriums in Dubai, die Gulfstream im Wert von 60 Millionen Dollar (56 Millionen Euro) dagegen in Russland. Laut US-Justizministerium besitzt der russische Oligarch die Flugzeuge über Briefkastenfirmen mit Sitz auf Zypern, Jersey und den britischen Jungferninseln. Zudem fordern die Staatsanwälte Strafen in Höhe des doppelten Wertes der Luxusjets.

Ukraine-Krieg: „Möglichkeit der US-Regierung zur Rechenschaft“

Russische Oligarchen wie Abramowitsch würden dazu beitragen, „ein Umfeld zu schaffen, das es Russland ermöglichte, seinen tödlichen Krieg in der Ukraine zu führen“, wurde Michael Driscoll, stellvertretender FBI-Direktor, von der britischen Zeitung zitiert. „Die Beschlagnahmung ihrer wertvollen Besitztümer, einschließlich dieser beiden Flugzeuge, ist nur eine Möglichkeit der US-Regierung, diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die US-Gesetze brechen und Russland bei seinem Versuch unterstützen, ein souveränes Land zu erobern.“

Die bisherigen Sanktionen des Westens hatten vor allem in Großbritannien enorme Auswirkungen für Abramowitsch. Seine gesamten Vermögenswerte wurden eingefroren, darunter auch der Fußballklub FC Chelsea, den er vor fast 20 Jahren gekauft hatte. (kas/dpa)

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