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Nach Scholz-Ankündigung: Botschafter Melnyk freut sich über deutsche Waffenlieferungen

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Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk zeigt sich zufrieden über die Ankündigung der Bundesregierung, neue Waffen zu liefern. Er hofft auf eine „Zeitenwende“.

Berlin – Andrij Melnyk hatte im Ukraine-Krieg immer wieder Unterstützung der Bundeswehr durch Waffenlieferungen gefordert. Auf diese Forderungen sind Bundeskanzler Olaf Scholz und die Bundesregierung jetzt eingegangen. Am Mittwoch (01. Juni) versprach Scholz der Ukraine neue Waffenlieferungen.

„Wir sind glücklich darüber, dass nun endlich Bewegung in die Sache gekommen ist“, sagte Melnyk der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten. Das Eis sei gebrochen. Zuvor hatte nicht nur der ukrainische Botschafter den Bundeskanzler für seine Zurückhaltung kritisiert. Melnyk fühlte sich vom deutschen Regierungschef im Stich gelassen. Diese Zeiten scheinen jetzt vorüber. Die Entscheidung für die Waffenlieferungen sei ein „echter Durchbruch“, wie Melnyk in der Zeitschrift Wirtschaftswoche sagte. „Endlich können wir dem Bundeskanzler von Herzen sagen: Danke!“, so der Ukrainer weiter.

NameAndrij Melnyk
Funktionseit 2015 ukrainischer Botschafter
Geborenam 07. September 1975 in Lwiw (Lemberg/Sowjetunion)
Andrij Melnyk zeigt sich erfreut, dass die deutsche Bundesregierung Waffenlieferungen zugesichert hat (Archivbild).
Andrij Melnyk zeigt sich erfreut, dass die deutsche Bundesregierung Waffenlieferungen zugesichert hat. (Archivfoto) © Christophe Gateau / dpa

Ukraine-Krieg: Melnyk spricht von einer „Zeitenwende“

Deutschland wird der Ukraine ein modernes Flugabwehrsystem liefern. Iris-T heißt das System des Herstellers Diehl, mit dem Angriffe russischer Kampfflugzeuge, Hubschrauber, Raketen oder Drohnen abgewehrt werden sollen. Wie Melnyk der Wirtschaftswoche sagte, liegen die Kosten dafür bei 140 Millionen Euro pro Stück. Zudem bekomme die Ukraine vier Mehrfachraketenwerfer aus Beständen der deutschen Bundeswehr sowie ein modernes Ortungsradar, mit dem Artilleriestellungen ausfindig gemacht werden sollen.

„Gerade um das System Iris haben wir uns hinter den Kulissen seit fast drei Monaten bemüht“ zeigte sich Melnyk bei der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten erfreut. Nun hoffe er, dass es im Sommer fertig produziert ist, damit im August die Ausbildung starten und im Oktober der Einsatz beginnen könnten.

Der ukrainische Diplomat spricht von einer „Zeitenwende“ für die Ukraine. Er erwartet jetzt auch für die Zukunft Unterstützung der Deutschen. „Wir hoffen auf weitere moderne Waffensysteme aus Deutschland.“ (jo)

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