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Ukraine-Krieg: Die Ereignisse der letzten Kriegsnacht

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Von: Helena Gries

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In Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine stehen neue Verhandlungen an. Der Kreml schließt einen Stopp der Gaslieferungen nicht aus. Der Überblick. 

Kiew – Im Ukraine-Konflikt* gehen die Kämpfe zwischen der Ukraine* und Russland* weiter. Präsident Wolodymyr Selenskyj* sprach in der Nacht zum Dienstag (29.03.2022) von einer angespannten Lage trotz einiger militärischer Erfolge der Ukrainer. Selenskyj zufolge wurden die russischen Einheiten aus der wochenlang umkämpften Stadt Irpin bei Kiew* zurückgeschlagen.

Die Kämpfe im Ukraine-Krieg* dauerten jedoch dort und auch in anderen Landesteilen weiter an. Auch in den Gebieten Tschernihiw, Sumy, Charkiw, Donbass und im Süden der Ukraine bleibe die Lage „sehr schwierig“. Die ukrainischen Streitkräfte versuchen nach eigenen Angaben an mehreren Orten, Angriffe russischer Einheiten abzuwehren. Man sei dabei, den russischen Vormarsch auf die Großstadt Slowjansk im Gebiet Donezk im Südosten des Landes sowie auf die rund eine Autostunde entfernte Kleinstadt Barwinkowe im Gebiet Charkiw zu stoppen, heißt es im Lagebericht des ukrainischen Generalstabs, der in der Nacht zu Dienstag auf Facebook veröffentlicht wurde. Selenskyj forderte erneut schärfere Sanktionen gegen Russland wegen des vor über einem Monat begonnenen Angriffskrieges.

Ukraine-Krieg: Kremlsprecher droht – „Keine Bezahlung - kein Gas“

Derweil hat Kremlsprecher Dmitri Peskow die Drohung aufrechterhalten, dass Russland die Gaslieferungen nach Westeuropa einstellen könnte, wenn die Abnehmerländer die Forderung von Präsident Wladimir Putin* ablehnen, dafür in Rubel zu bezahlen.

„Keine Bezahlung - kein Gas“, sagte Peskow dem amerikanischen TV-Sender PBS. Moskau* wolle die endgültige Antwort der EU* abwarten und dann die nächsten Schritte festlegen. „Wir beabsichtigen aber auf keinen Fall, uns als Wohltäter zu zeigen und Westeuropa kostenloses Gas zu liefern“, betonte Peskow. Kremlchef Wladimir Putin hatte angeordnet, dass Erdgas an „unfreundliche“ Staaten wie Deutschland nur noch gegen Zahlung in Rubel zu liefern sei. Dies wurde bereits von einigen Ländern mit dem Hinweis auf Vertragsbruch zurückgewiesen.

Ukraine-Krieg: Kreml hat keine Pläne für Atomwaffen-Einsatz

Zugleich trat Peskow Spekulationen entgegen, Moskau könne im Ukraine-Krieg Atomwaffen einsetzen. „Niemand in Russland denkt an den Einsatz oder auch nur an die Idee eines Einsatzes von Atomwaffen“, sagte er im PBS-Interview. Russland greife zum Atomwaffenarsenal nur bei einer „Bedrohung der Existenz“. Die staatliche Existenz Russlands und die Ereignisse in der Ukraine hätten „nichts miteinander zu tun“. Die Sorge im Westen über mögliche Atomwaffenpläne Moskaus war gestiegen, als Putin zum Auftakt des Angriffskrieges in der Ukraine eine erhöhte Alarmbereitschaft der russischen Nuklearstreitkräfte anordnete.

Im Ukraine-Konflikt gehen die Kämpfe weiter. Der Kreml droht mit einem Stopp der Gaslieferungen. (Symbolbild)
Im Ukraine-Konflikt gehen die Kämpfe weiter. Der Kreml droht mit einem Stopp der Gaslieferungen. (Symbolbild) © Jan Woitas/dpa

Rund viereinhalb Wochen nach der russischen Invasion in die Ukraine stehen erneute Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew an. Am Dienstag sind Delegationen aus Russland und der Ukraine beim türkischen Präsidenten Erdogan* zu Gast. Vor Beginn der Gespräche wolle sich nach Angaben von Erdogan die türkische Seite jeweils mit den Delegationen treffen.

Ukraine-Krieg: Halbe Million Menschen seit Kriegsbeginn zurückgekehrt

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges sind nach Angaben der ukrainischen Grenzpolizei rund 510 000 Menschen aus dem Ausland zurückgekehrt. Allein in der vergangenen Woche seien es 110 000 Menschen gewesen, sagte ein Sprecher der Behörde der Tageszeitung „Welt“. Acht von zehn Einreisenden seien Männer. Die meisten kämen aus Polen. Vor Beginn des Krieges lebten rund 44 Millionen Menschen in der Ukraine. Rund 3,9 Millionen Menschen sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR ins Ausland geflüchtet.

Ukraine-Krieg: IAEA meldet keine Schäden an Nuklearmaterial in Charkiw

Bei kürzlichem Beschuss hat eine nukleare Forschungseinrichtung in der ostukrainischen Stadt Charkiw zwar Schäden erlitten, ihre geringe Menge an Nuklearmaterial aber ist intakt geblieben. Das teilte der Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, am Montagabend (28.03.2022) unter Berufung auf Informationen der ukrainischen Atomaufsichtsbehörde mit. (Helena Gries mit dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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