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Schlacht um Schlangeninsel: Russland verliert fast eine Milliarde Dollar

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Von: Nail Akkoyun

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Im Ukraine-Krieg erobern die ukrainischen Streitkräfte die Schlangeninsel. Russland muss dabei nicht nur Truppen, sondern auch Ausrüstung einbüßen.

Kiew/Smijinyj – Nach der Rückeroberung der Schlangeninsel durch die Ukraine, hat Kiew nun erklärt, dass Russland bei dem Verteidigungsversuch Truppen und Ausrüstung im Wert von fast einer Milliarde US-Dollar verloren haben soll. Dazu wurde Filmmaterial veröffentlicht, welches die zweimonatige Operation gegen die russischen Streitkräfte dokumentiert.

„Auf der Insel Smijinyj wurde ein Luftverteidigungssystem und ein Feuerschutzsystem mit Raketensalven geschaffen, um die Kontrolle über das Meer und den Himmel“ zu gewährleisten, heißt es in einer Erklärung, die dem Nachrichtenmagazin Newsweek vorliegt. „Genauso methodisch und planvoll, wie die Besatzer ihre Garnison ausgerüstet haben, haben unsere Verteidigungskräfte ihre Kräfte gebündelt, um dem entgegenzuwirken.“

Die mehrphasige Operation im Ukraine-Krieg sei unter anderem dank den Kräften der Marine und der Luftwaffe, „Bayraktar“-Drohnen aus der Türkei, sowie des ukrainischen Geheimdienstes geglückt.

Ukrainische Streitkräfte hissen die Flagge nach der Rückeroberung der Schlangeninsel am 7. Juli.
Ukrainische Streitkräfte hissen die Flagge nach der Rückeroberung der Schlangeninsel am 7. Juli. © Ukrainian Defence Ministry Press Office/dpa/AP

Ukraine-Krieg: Nach Senkung der „Moskwa“ – Russische Fregatte stark beschädigt

Zunächst sei die Logistik der russischen Armee ins Visier genommen worden, heißt es in der Erklärung. Vier Hochgeschwindigkeits-Patrouillenboote und ein amphibisches Schnellboot sollen den „Bayraktar“-Drohnen zum Opfer gefallen sein, zudem sei die Fregatte „Admiral Essen“ erheblich beschädigt worden. Weiter sollen russische Soldaten dem Bericht zufolge stationäre Raketen zerstört haben, ehe sie die Flucht ergriffen.

Nach dem Untergang Lenkwaffenkreuzers ‚Moskwa‘, der der Marinegruppe auf See mit seiner Flugabwehr Deckung bot, beschlossen die Russen, auf der Insel sozusagen einen stationären Kreuzer zu errichten“, erklärte die ukrainische Armee. Durch „ständiges Feuer, die Unterbrechung der logistischen Versorgung“ und der Demoralisierung der gegnerischen Truppen sei die Rückeroberung schließlich geglückt. Der dadurch entstandene Gesamtverlust Russlands belaufe sich „auf mehr als 900 Millionen [US-]Dollar“.

Das russische Verteidigungsministerium behauptete hingegen, dass man die Schlangeninsel als „Geste des guten Willens“ verlassen hätte. Die Aufgaben auf der Insel Smijinyj seien „abgeschlossen“. Andrij Jermak, Leiter der Präsidialverwaltung der Ukraine, bezeichnete die russische Erklärung jedoch als „völlig falsch“. Es wären die ukrainischen Streitkräfte gewesen, die „die Russen von der Schlangeninsel vertrieben haben“. (nak)

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