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RWE-Boss: Bürger müssen noch jahrelang hohe Energie- und Strompreise zahlen

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Von: Moritz Serif

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Die Bürgerinnen und Bürger spüren die höheren Energiepreise. Selbst der RWE-Konzern muss deutlich höhere Preise zahlen, um Brennstoffe einzukaufen.

Essen - Russlands Krieg gegen die Ukraine hat die Weltwirtschaft durcheinandergewirbelt. Vor allem auf dem Energiemarkt sind die Preise massiv angestiegen. Ist Besserung in Sicht? Markus Krebber, Vorstandschef des Essener Energiekonzerns RWE, spricht Klartext.

„Es wird vermutlich drei bis fünf Jahre dauern“, sagt der Manager der Süddeutschen Zeitung. Es brauche nämlich noch lange Zeit, bis neue Kapazitäten geschaffen seien und andere Staaten Energie liefern könnten. Russlands Drosselung wirke sich bereits aus. „Auch wir bekommen deutlich weniger als die vereinbarten Mengen“, sagt der RWE-Chef.

Energie: Auch RWE muss höhere Preise zahlen

Das Unternehmen müsse Brennstoff zu „deutlich höheren und weiter steigenden Preisen kaufen“, ergänzt Krebber. Der RWE-Chef begrüßt es, dass Robert Habeck (Grüne) Kohlekraftwerke wieder aktivieren möchte, um Erdgas zu sparen. „Überall, wo man auf andere Energieträger umstellen kann, sollte das erfolgen.“

Ein Mann tankt sein Auto.
Energie-und Strompreise könnten noch jahrelang so hoch sein wie jetzt (Symbolbild). © Monika Skolimowska/picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Allerdings spricht sich der RWE-Chef klar gegen den Weiterbetrieb der letzten Atomkraftwerke über Ende 2022 hinaus aus. Der Konzern möchte jedoch den Braunkohle-Tagebau Garzweiler II im Rheinland erweitern. „Der planmäßige Tagesbaufortschritt ist wichtig - vor allem, wenn wir uns auf Szenarien vorbereiten, in denen Gas gespart werden soll.“

Das Unternehmen hatte zum Jahreswechsel drei Braunkohle-Anlagen abgeschaltet. Auch mehrere deutsche Kernkraftwerke wurden stillgelegt. Dem Bund war das jedoch nicht genug. (mse)

Im europäischen Ausland sollen deutsche Soldaten auf einen Krieg vorbereitet werden. Außerdem haben die USA kurzfristig Lieferungen an die Ukraine gestoppt - aus Angst vor Russland.

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