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„Wäre das Ende“: Russischer Politiker will Zerstörung von Großbritannien

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Von: Moritz Serif

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Andrey Gurulev
Andrey Gurulev, fotografiert im Jahr 2016 in der Region Rostov. © imago stock & people / TASS / Imago Images

Erneut eskaliert ein russischer Politiker im Fernsehen. Putin solle Großbritannien angreifen. Das Land wäre innerhalb kürzester Zeit erledigt, so Andrey Gurulev.

Moskau – Ein russischer Politiker und General fordert Russlands Präsident Wladimir Putin dazu auf, Großbritannien mit Raketen anzugreifen. Diese Angriffe „würden das englische Königshaus zerstören“, so Andrey Gurulev. Die Aussagen des Mannes wurden live im russischen TV übertragen, berichtet Newsweek.

Russland könne außerdem Irland und kleinere Inseln attackieren, das könne dem Kreml helfen, „den Konflikt (mit der Ukraine) zu überwinden“, so Gurulev. Auf die Frage, ob Großbritannien sich auf einen Krieg mit Russland vorbereite, antwortete der Politiker, dass Großbritannien bereits in der Ukraine gegen sein Land kämpfe.

Russland-Politiker: „Das wäre das Ende des britischen Königshauses“

„Lass es uns simpel angehen. Zwei Schiffe, 50 Schüsse von Zircon-Raketen und es wird kein einziges Kraftwerk in UK übrig sein“, so Gurulev. „50 mehr und die ganze Hafen-Infrastruktur ist hinüber. Eine mehr – und die britischen Inseln sind Geschichte. Ein Dritte-Welt-Land, zerstört und auseinandergefallen, weil Schottland und Wales gehen wollten. Das wäre das Ende des britischen Königshauses. Und davor haben sie Angst“.

Dass das so einfach möglich ist, ist jedoch kaum vorstellbar. Nach Einschätzung britischer Geheimdienste haben die ukrainischen Streitkräfte im Süden ihres Landes die russischen Angreifer ein Stück weit zurückgedrängt. Seit Montag habe es auf mehreren Achsen Angriffe auf russische Einheiten gegeben, was die südliche Frontlinie teilweise verschoben habe, hieß es am Mittwoch in einem Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums.

Ukraine-Krieg: Russland braucht Verstärkung

Moskau versuche angesichts hoher Verluste weiterhin, für den Ukraine-Krieg Verstärkung zu generieren. Freiwillige Bataillone des neuen sogenannten dritten Armeekorps sollen nach den britischen Geheimdienstinformationen ihre Basis nahe Moskau bis zum 24. August verlassen haben - mutmaßlich in Richtung Ukraine. Diesen Einheiten mangele es mit hoher Wahrscheinlichkeit an Personal und guter Ausbildung.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar veröffentlicht die britische Regierung regelmäßig Geheimdienstinformationen zu dessen Verlauf. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor. Bei der Schlacht um Cherson gibt es beispielsweise widersprüchliche Informationen. Kiew habe man die erste Verteidigungslinie durchbrochen. Moskau sagt, die ukrainischen Truppen seien besiegt worden. (mse/dpa)

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