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Ukraine-Krieg: Putin rudert zurück - Gas gibt es auch weiter für ausländisches Geld

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Wladimir Putin wird auf die Bezahlung von Gas in Rubel noch eine Weile warten müssen. Aufgrund der Sanktionen, die der Westen wegen des Ukraine-Kriegs gegen Russland verhängt hat, verkündete Putin, bald nur noch Rubel zu akzeptieren.
Wladimir Putin wird auf die Bezahlung von Gas in Rubel noch eine Weile warten müssen. Aufgrund der Sanktionen, die der Westen wegen des Ukraine-Kriegs gegen Russland verhängt hat, verkündete Putin, bald nur noch Rubel zu akzeptieren. © Mikhail Klimentyev/dpa

Offenbar lässt sich die Bezahlungen von Gas in Rubel, die Putin wegen der Ukraine-Krieg-Sanktionen verlangt, nicht so schnell umsetzen, wie vom Kreml erhofft. 

Moskau – Ab 1. April müssten „unfreundliche Länder“ damit rechnen, Gaslieferungen nur noch in Rubel zahlen zu können. Gemeint sind etwa die EU-Länder. Hintergrund sind die Sanktionen gegen Russland wegen dessen Offensive auf die Ukraine. Etwa zogen sich zahlreiche Geschäfte aus dem Markt zurück, das Vermögen russischer Oligarchen wurde eingefroren und die russischen Banken wurden vom SWIFT-System ausgeschlossen.

Wladimir Putin hatte die russische Regierung angewiesen, einen Plan zu entwickeln, um die Zahlungen bereits ab dem kommenden Monat umzustellen. Am Donnerstag wolle die russische Regierung, die Zentralbank des Landes sowie der russische Energieriese Gazprom entsprechende Pläne vorlegen. 

Doch Moskaus ursprünglicher Zeitplan wird sich offenbar nicht einhalten lassen. Auf die Frage, ob tatsächlich ab dem 1. April alle Gaslieferungen in Rubel bezahlt werden müssen, antwortete Kremlsprecher Dmitrij Peskow: „Absolut Nein.“ Es handele sich um zeitaufwendige Prozesse. Auch technische Herausforderungen gingen damit einher.

Ukraine-Krieg wirkt sich auf die Wirtschaft aus: Auch andere Exporte könnten von Zahlungen in Rubel betroffen sein

Danach befragt, ob auch andere russische Exporte künftig in Rubel bezahlt werden müssten, sagte Peskow, dies sei eine „Idee, der nachgegangen werden müsse“. Die Regierung beschäftige sich damit ebenfalls.

Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin hatte die Europäische Unionlaut Laut Spiegel Online davor gewarnt, dass Exporte von Öl, Getreide, Metallen, Düngemitteln, Kohle und Holz bald ebenfalls nur noch in Rubel bezahlt werden könnten, um sich gegen die Wirtschaftssanktionen des Westens gegen Russland zu wehren.  

Sanktionen wegen Ukraine-Krieg: Ohne Zahlungen in Rubel will Moskau Gaslieferungen einstellen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte Zahlungen in Rubel nach einem Treffen mit den Energieministern der G7-Staaten am Montag abgelehnt. Ein russischer Regierungssprecher kündigte an, dass man dann die Lieferungen einstellen wolle. Inwiefern die Drohung aus Moskau realistisch ist, lässt sich schwer beurteilen. 

Mithilfe der der Frühwarnstufe des Notfallplans Gas , die Wirtschaftsminister Robbert Habeck nun ausgerufen hat, will man sich nun dennoch auf diese Entwicklung infolge des Ukraine-Konflikts einstellen. Deutschland müsse für „den Fall einer Eskalation seitens Russlands“ gewappnet sein, zitiert Spiegel Online Habeck. Die G6 stufen Moskaus Entscheidung bezüglich der Bezahlung in Rubel als Bruch der Lieferverträge ein, die Deutschland, so Habeck, nicht akzeptieren werde. (Tanja Koch)

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