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Ukraine-Krieg: Russland nimmt wohl dritten US-Soldaten gefangen

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Von: Daniel Dillmann

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Im Zuge des Ukraine-Kriegs sollen bereits drei US-Soldaten in russische Kriegsgefangenschaft geraten sein. Das US-Außenministerium hält sich bedeckt.

Update von Sonntag, 19. Juni, 08.15 Uhr: Laut US-Berichten wird nun bereits ein dritter amerikanischer Soldat in der Ukraine vermisst. Alle drei Veteranen sollen sich im Kampf der Ukraine gegen die russische Invasion der ukrainischen Seite angeschlossen haben. Sie werden auf dem Schlachtfeld vermisst. Das berichtet der TV-Sender ABC News.

Das US-Außenministerium hat Berichte noch nicht bestätigt, wonach Andy Tai Ngoc Huynh und Alexander Drueke, die ihre Heimat in Alabama verlassen haben, um der Ukraine bei der Verteidigung zu helfen, von den russischen Streitkräften gefangen genommen wurden. Am Donnerstag (16. Juni) tauchte jedoch ein unbestätigtes Foto in russischen sozialen Medien auf, das die beiden Männer in Gewahrsam zu zeigen scheint. Das Außenministerium bestätigte am Donnerstag, dass neben Huynh und Drueke noch ein dritter Mann vermisst wird. Der pensionierte Marinekapitän Grady Kurpasi ist ein Veteran des US-Militärs, der seit 20 Jahren im Dienst ist. Kurpasis Frau Soohee Kim sagte, sie habe Ende April zuletzt von ihm gehört. Er verließ Wilmington, North Carolina, am 7. März in Richtung der Ukraine, wusste aber nicht, wie lange er dort bleiben würde, das berichtet cbsnews.

Ukraine-Krieg: Russische Truppen nehmen zwei US-Soldaten fest

Erstmeldung: Moskau - Im Krieg sind Psychologie und Propaganda wichtige Instrumente. Das gilt auch für den Ukraine-Konflikt, in dem sich russische Medien längst zum Sprachrohr des Kremls entwickelt haben.

Nun melden ebenjene Medien, konkret die kremlnahe Zeitung „Iswestija“, die Gefangennahme zweier Soldaten aus den USA, die sich der Armee der Ukraine angeschlossen haben und auf ihrer Seite gegen Russland kämpfen. Sie wurden von russischen Truppen oder ihren Verbündeten gefangen genommen. In einem Interview mit der Zeitung rechtfertigt sich einer der Männer. Er habe der „westlichen Propaganda“ und ihren Geschichten über die „schlechten Russen“, die im Ukraine-Krieg kämpfen, geglaubt. „In den westlichen Medien wird uns nicht gesagt, wie inkompetent und korrupt die ukrainische Armee ist“, so der Mann laut einer Nachricht, die die Zeitung über ihren Telegram-Kanal verbreitet hatte.

Margarita Simonyan ist die Chefredakteurin von RT, dem Sender, der die gefangenen US-Soldaten vorgeführt hatte. (Archvbild)
Margarita Simonyan ist die Chefredakteurin von RT, dem Sender, der die gefangenen US-Soldaten vorgeführt hatte. (Archvbild) © Alexander Vilf/imago

Ukraine-Krieg: Russland nimmt erstmals US-Soldaten gefangen

Der andere im Ukraine-Krieg gefangene US-Soldat wiederum trat beim dem Kreml unterstellten TV Sender RT auf. Er hingegen übermittelte nur einen Gruß an seine Mutter und zeigte sich optimistisch, dass er bald schon nach Hause zurückkehren dürfe. Bei den beiden Soldaten handelt es sich allem Anschein nach um Alexander Drueke (39 Jahre) und Andy Tai Ngoc Huynh (27 Jahre). Beide waren zu Beginn des Krieges in die Ukraine gereist und hatten sich dort den Verteidigern angeschlossen. Seit Donnerstag galten beide als vermisst. Tage vorher war jeder Kontakt zu den beiden Veteranen der US-Armee abgebrochen. Laut den russischen Medien stammen die zwei Gefangenen aus dem US-Bundesstaat Alabama und wurden in der Nähe der Stadt Charkiw gefangen genommen.

Unklar bleibt aber, von wem sie gefangen genommen wurden. Sollte es sich um die prorussischen Separatisten handeln, ist das Überleben der beiden US-Soldaten durchaus gefährdert. Die Separatisten der selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk hatten bereits zwei Briten und einen Marokkaner in Schauprozessen zum Tode verurteilt. In Russland selbst die Todesstrafe ausgesetzt. (dil/dpa)

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