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Entscheidende Waffe im Ukraine-Krieg: US-Konzern erhöht HIMARS-Produktion

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Von: Vincent Büssow

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Ukraine-Krieg - Raketensysteme aus den USA
Das Artilleriesystem HIMARS nimmt großen Einfluss auf die Entwicklungen im Ukraine-Krieg. Die USA wollen jetzt die Produktion hochfahren. (Archivbild) © Corporal Madhur Chitnis/dpa

Das Artilleriesystem HIMARS ist im Ukraine-Krieg entscheidend. Die USA wollen jetzt die Produktion hochfahren – auch andere Staaten sind interessiert.

Washington, D.C. – Die HIMARS-Raketenwerfer gelten als „Game Changer“ im Ukraine-Krieg. Seitdem die USA im Juni die ersten Artilleriesysteme dieser Art in das kriegsgebeutelte Land lieferten, heben die Streitkräfte der Ukraine sowie internationale Beobachter immer wieder den Nutzen der Waffen im Kampf gegen Russland hervor. Auch die jüngsten Erfolge im Rahmen der Gegenoffensive soll das HIMARS eine entscheidende Rolle gespielt haben. Die Nachfrage steigt deshalb – und der Hersteller macht große Versprechungen.

Der Rüstungskonzern Lockheed Martin will seine jährliche HIMARS-Produktion von 60 auf 96 Einheiten erhöhen. Dies teilte der Geschäftsführer Jim Taiclet am Dienstag (18. Oktober) mit, wie das US-Nachrichtenportal Breaking Defence berichtet. Die Ankündigung erfolgte, nachdem das Verteidigungsministerium der USA bereits im Juli einen Auftrag für HIMARS-Raketenwerfer in diesem Umfang ausgeschrieben hatte. Die Nachfrage könnte allerdings noch größer sein.

News zum Ukraine-Krieg: USA wollen mehr HIMARS-Raketenwerfer liefern

Durch die Erfolge, die im Ukraine-Krieg mit dem HIMARS erzielt worden sind, ist die Nachfrage nach dem Artilleriesystem weltweit deutlich angestiegen. Zu den 20 Einheiten, welche die USA unter Joe Biden bisher aus eigenen Beständen an die Ukraine geliefert haben, sollen 18 weitere kommen. Dies geht aus einer Veröffentlichung der US-Regierung hervor.

HIMARS
BedeutungHigh Mobility Artillery Rocket System
HerstellerLockheed Martin
ReichweiteBis zu 300 Kilometern
NutzerstaatenUSA, Ukraine, Vereinigte Arabische Emirate, Singapur, Rumänien, Jordanien

News zum Ukraine-Krieg: Erfolge mit HIMARS lassen Nachfrage steigen

Die Army will allerdings auch das eigene Arsenal wieder aufstocken. Darüber hinaus hat Estland sechs Systeme bei Lockheed Martin bestellt, wie ntv berichtet. Polen kommt sogar auf 500 bestellte Einheiten.

Aufgrund dieser Nachfrage will der HIMARS-Hersteller Lockheed Martin noch über die angekündigte Produktionserhöhung hinausgehen – sofern dies möglich ist. Nach Informationen von Breaking Defence sagte Geschäftsführer Jim Taiclet, der Konzern habe bereits 65 Millionen Dollar vorgelegt, um Teile vorproduzieren zu lassen. Das Unternehmen sollte kaum Schwierigkeiten haben, das Geld wiederzubekommen: Immer wieder steckt die US-Regierung Millionen in die HIMARS-Produktion. (vbu)

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