1. Startseite
  2. Politik

Russische Soldaten haben „miserable“ Moral – auch wegen Himars-Raketenwerfern

Erstellt:

Von: Moritz Serif

Kommentare

Deutschland kündigte an, Vulcano-Raketen an die Ukraine zu liefern. Sie gelten neben den Himars-Raketen als „Super“-Rakten.
Abschuss einer Himars-Rakete des US-Militärs. © U.S. Air Force/IMAGO

Immer mehr russische Soldaten haben eine schlechte Moral. Vor allem Hilmars-Raketenwerfer jagen ihnen einen Schrecken ein, so ein General.

Moskau – Wie ist es um die Moral russischer Truppen bestellt? Laut einem hochrangigen US-Militär wohl nicht allzu gut. Vor allem die ukrainischen Himars-Raketenwerfer hätten Auswirkungen auf die Kampfbereitschaft der Soldat:innen. In der Region Cherson sei die Moral „miserabel“. Dort startet die Ukraine aktuell eine Gegenoffensive und möchte Gebiete wiedereinnehmen.

„Stellen Sie sich vor, Sie wären ein russischer Soldat ... Sie wurden von Artillerei und Himars getroffen“, fügte der Militär gegenüber Newsweek hinzu. Die Ukraine werde immer effektiver und stelle den Kreml vor immer mehr Probleme. Außerdem seien viele Soldat:innen schlecht trainiert oder zu alt. Dadurch werde die Qualität der Truppen nicht erhöht. Mark Hertling, ehemaliger Lieutenant der US. Army, teilte diese Einschätzung.

Russlands Soldat:innen sind in schlechter Moral

„Ich wusste, dass das russische Militär schlecht aufgestellt ist, doch ich wusste nicht, dass es so schwach ist“, so Hertling. Der Militärfachmann stellt sich die Frage, ob die Soldat:innen nur ein „Basic Training, welches ehrlich gesagt nicht wirklich gut ist“ oder ob es noch eine zusätzliche Ausbildung gebe. Auch deshalb habe das Land mehr Truppen mobilisiert.

Laut dem Sprecher der Geheimdienstdirektion des Verteidigungsministeriums der Ukraine, Vadym Skibitsky, habe Russland erhebliche Probleme bei der Besetzung der Streitkräfte. Das russische Militär rekrutiere in jedem der Militärbezirke des Landes, um Verluste auszugleichen.

Russische Soldat:innen quittieren den Dienst

In jüngerer Zeit häufen sich die Berichte darüber, dass Truppen genug haben. Pavel Filatiev, hat mittlerweile seinen Dienst als Soldat quittiert. „Es hat Wochen gebraucht, bis ich verstanden habe, dass es keinen Krieg auf russischem Boden gab und dass wir die Ukraine einfach überfallen haben“, schreibt er in seinem Tagebuch. Kommandeure hätten sich nicht um Untergebene gekümmert.

„Die meisten Menschen in der Armee sind unzufrieden mit dem, was dort passiert, sie sind unzufrieden mit der Regierung und ihren Befehlshabern, sie sind unzufrieden mit Putin und seiner Politik, sie sind unzufrieden mit dem Verteidigungsminister, der selbst nie in der Armee gedient hat“, so Filiatiev. (mse)

Auch interessant

Kommentare