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Putin findet Debatte um ukrainisches Getreide übertrieben: „Künstliche Hysterie“

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Putin widerspricht dem Westen und der Ukraine in der Debatte um ukrainisches Getreide. Russland blockiere nicht, wie der Präsident erklärte.

Moskau – Nachdem der Westen und die Ukraine Russland vorgeworfen hatten, den ukrainischen Getreideexport bewusst zu behindern, hält der russische Präsident Wladimir Putin nun dagegen. Laut der Agentur Interfax sagte Putin am Freitag (24. Juni) bei einem Videogipfel der BRICS-Staaten: „Es wird künstlich eine Hysterie aufgeblasen wegen der Einstellung der Transporte, sagen wir mal, über die Schwarzmeerhäfen.“

Der russische Präsident bestritt, dass Russland Getreidelieferungen blockiere. Zudem seien diese Lieferungen ohnehin nicht entscheidend für die globalen Märkte, wie Putin behauptete. Zum BRICS-Bündnis gehören neben Russland Brasilien, Indien, China und Südafrika. Namensgebend für das Bündnis sind die Anfangsbuchstaben der Bündnis-Mitglieder.

Russlands Präsident Putin bestreitet, ukrainische Getreide-Exporte zu blockieren.
Russlands Präsident Putin bestreitet, ukrainische Getreide-Exporte zu blockieren. © Mikhail Metzel/imago

Ukraine-Krieg: Ukraine für stockende Getreidelieferungen selbst verantwortlich

Für die stockenden Getreidelieferungen machte Putin die Ukraine selbst verantwortlich. Problem seien die ukrainischen Minen am eigenen Hafen. Die Ukraine gehört beim Getreide-Export zu den größten Lieferanten. Durch den Ukraine-Krieg sind die Preise für Lebensmittel auf der gesamten Welt gestiegen.

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock sagte, Russland nutze „Hunger als Kriegswaffe“. Darauf reagierte der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew mit einem Vergleich aus der deutschen Nazi-Zeit. „Es ist erstaunlich so etwas von Beamten zu hören, deren Land 900 Tage lang Leningrad in einer Blockade hielt, wo 700.000 Menschen an Hunger gestorben sind.“ (jo)

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