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Russlands Panzer erreichen Kiew – aber nicht, wie Wladimir Putin es plante

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Von: Nail Akkoyun

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Ukraine: Eine Frau setzt ihre Tochter auf einen zerstörten russischen Panzer. (Archivfoto)
Ukraine: Eine Frau setzt ihre Tochter auf einen zerstörten russischen Panzer. (Archivfoto) © Mykhaylo Palinchak/Imago

Seit drei Monaten tobt der Ukraine-Krieg. Erstmals stehen Panzer aus Russland in den Straßen von Kiew – und dienen als Mahnmal in der Haupstadt.

Kiew – Rund drei Monate nach Beginn des Ukraine-Kriegs gelangen Panzer aus Russland bis nach Kiew. Doch die Kampffahrzeuge des Kreml rollen nicht durch die ukrainische Hauptstadt, sondern werden von den Ukrainer:innen ausgestellt. Dabei könnten es sich um eben jene Panzer halten, die bereits in den ersten Tagen der russischen Invasion in den Orten Obolonskyj und Browary gesichtet worden sind – nur wenige Kilometer von Kiew entfernt.

Ukraine: „Am 88. Tag des Krieges sind die russischen Panzer endlich in Kiew angekommen“

Teils verrostet, teils stark von ukrainischen Waffen beschädigt, werden die Panzer unter anderem auf dem zentralen Sankt-Michaels-Platz der Stadt zur Schau gestellt. Gerüchten zufolge sollen russische Streitkräfte ihre eigenen Panzer aber sogar sabotiert haben. Überprüfen lassen sich diese Informationen nicht, sicher scheint aber, dass der Angriff aus Russlands auf die Ukraine nicht läuft, wie von den Machthabern in Moskau geplant.

„Am 88. Tag des Krieges sind die russischen Panzer endlich in Kiew angekommen“, schrieb Jaroslow Trofimow, Chefkorrespondent des Wall Street Journal für Auslandsbeziehungen, auf Twitter. Eine Provokation, die Wladimir Putin nicht gefallen dürfte.

Anwohnerinnen in Kiew passieren einen zerstörten russischen Panzer am 13. Mai.
Anwohnerinnen in Kiew passieren einen zerstörten russischen Panzer am 13. Mai. © Dominic Chiu/Imago

Bilder aus der Ukraine zeigen Menschen, die sich die Panzer ansahen, lächelnd neben ihnen Fotos machten und sogar auf einen der Kampffahrzeuge kletterten. Darüber hinaus unterbrachen zwei Hausziegen namens Zita und Myra eine ukrainische Nachrichtensendung, die vor Ort von der Ausstellung berichtete. Auf den Fotos sind zwei weiße Ziegen zu sehen, die sich für einen der ausgebrannten Panzer aus Russland interessierten. (nak)

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