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Geplante Gegenoffensive: Ukraine will verlorene Gebiete im Süden zurückerobern

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Von: Marvin Ziegele

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Ukrainische Soldaten in Kiew.
Ukrainische Soldaten in Kiew. © SERGEI SUPINSKY/AFP

Die Ukraine will Gebiete im Süden zurückerobern – und betont, dass die Rückzüge aus Luhansk wichtig waren. 

Kiew – Die Ukraine plant offenbar eine entscheidende Gegenoffensive im Ukraine-Krieg. Laut der britischen Zeitung The Times will die Ukraine mithilfe westlicher Waffen das südliche Territorium der Ukraine von Russland zurückerobern. Das bestätigte der ukrainische Verteidigungsminister gegenüber der Times.

In dem Interview sagte Olexij Resnikow, Präsident Wolodymyr Selenskyj habe das ukrainische Militär angewiesen, die besetzten Küstengebiete zurückzuerobern, die für die Wirtschaft des Landes lebenswichtig sind. „Dies ist für unser Land politisch notwendig. Der Präsident hat dem obersten Militärchef den Befehl erteilt, die Pläne auszuarbeiten“, sagte er.

Ukraine-Krieg: Verluste in Luhansk notwendig

„Das ist meine Aufgabe. Ich schreibe Briefe an die Kollegen in den Partnerländern, die Generäle sprechen darüber, warum wir diese Art von Waffen brauchen, und dann treffen wir die politischen Entscheidungen.“ Resnikow betonte, dass die jüngsten Verluste der Städte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk von taktischer Natur gewesen seien. Dabei ging es um die Rettung von Menschenleben, nicht um strategische Niederlagen. Die demokratische Welt habe sich zusammengeschlossen, um Russland zu besiegen, und dieser Krieg werde sein Imperium endgültig beenden, sagte er.

„Wir sind sicher, dass die Anti-Kreml-Koalition geboren wurde. Unsere Partner in London, Washington DC und anderen Hauptstädten investieren in uns, nicht nur mit Geld, sondern auch mit der Erwartung ihrer Bürger, dass wir den Kreml zum Scheitern bringen müssen. Wir müssen diesen Krieg gemeinsam gewinnen“, sagte Resnikow. „Wir haben etwa 700.000 Soldaten in den Streitkräften. Mit Nationalgarde, Polizei und Grenzschutz zusammen macht das etwa eine Million.“

Ukraine-Krieg: Zerbrechen Russlands Allianzen?

Resnikow glaubt auch, dass Russlands alte Allianzen mit Ungarn und Kasachstan zerbrechen. Dabei verwies Resnikow auf die Zusage von Präsident Toqajew, die Sanktionen gegen Russland aufrechtzuerhalten, und seine Weigerung, dessen territoriale Ansprüche anzuerkennen. (marv)

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