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Kiew plant im Ukraine-Krieg den nächsten Hinterhalt für Russland

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Von: Karolin Schäfer

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Ist die Region Saporischschja das nächste Ziel der ukrainischen Gegenoffensive im Ukraine-Krieg? Russische Truppen bauen ihre Verteidigung aus.

Kiew – Die ukrainischen und russischen Streitkräfte liefern sich im Ukraine-Konflikt nach wie vor heftige Kämpfe. Während Russland keine besonders großen Gebietsgewinne erzielt, plant die Ukraine offenbar bereits die nächste Gegenoffensive. Mögliches Ziel der ukrainischen Armee könnte die Region Saporischschja sein, in der sich Europas größtes Atomkraftwerk befindet. Ein Sieg in der Oblast könnte hilfreich sein, um Russlands Landbrücke zur Schwarzmeer-Halbinsel Krim zu blockieren, berichtete The Daily Beast.

News zum Ukraine-Krieg: Russland stärkt Verteidigung

Die russischen Truppen arbeiten bereits an der Verstärkung ihrer Verteidigungsanlagen, was als Anzeichen für bevorstehende Kämpfe in Saporischschja verstanden werden könnte. Nach Angaben der Washington Post soll bislang aber keine Aufstockung der Truppen oder Ausrüstung stattgefunden haben.

Auch die Krim steht auf der Liste der Ziele, die die Ukraine zurückerobern will, sagte ein für die Halbinsel zuständiger ukrainischer Beamte gegenüber The Daily Beast. Die Einnahme von Cherson, nördlich der Krim, sei ein wichtiger Schritt gewesen. Nahe der Halbinsel sowie in den Regionen Donezk und Luhansk hätte Russland inzwischen Schützengräben errichtet.

News zum Krieg mit Russland: „Die Ukraine lässt uns im Ungewissen“

Obwohl es kaum möglich ist, die nächsten Schritte der ukrainischen Verteidiger mit Sicherheit vorauszusagen, könnte die Ukraine auf einen Überraschungsmoment setzen, vermutete Jim Townsend, ehemaliger stellvertretender Verteidigungsminister für Europa- und Nato-Politik, gegenüber The Daily Beast. „Die Ukraine lässt uns im Ungewissen. Und das ist großartig, denn es bedeutet, dass sie auch die Russen im Ungewissen lässt“, so Townsend.

Die Ukraine konnte durch Gegenoffensiven bereits einige Regionen zurückerobern. (Archivbild)
Die Ukraine konnte durch Gegenoffensiven bereits einige Regionen zurückerobern. (Archivbild) © Alexander Reka/imago

Es gebe bereits erste Hinweise, dass einige russische Einheiten Saporischschja verlassen, teilte der ukrainische Generalstab vergangene Woche mit. Einen Rückzug würden sie allerdings nicht vorbereiten, hieß es aus dem Weißen Haus. In einem Punkt sei Russland der Ukraine aber überlegen. „Sie sind immer noch in der Lage, mehr Kräfte zu stellen als die Ukraine“, sagte Townsend. Zudem hätte die russische Armee wahrscheinlich aus ihren „Fehlern“ im Sommer gelernt. „Anders als in diesem Sommer wird es diesmal härter zugehen“, vermutete Townsend. (kas)

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