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Russland hält Krim weiter für uneinnehmbar

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Von: Moritz Serif

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Wird die Schlacht um die Krim den Ukraine-Krieg entscheiden? Das zumindest deutet Wolodomyr Selenskyj, Präsident der Ukraine an.

Kiew/Moskau – Während Weihnachten näher rückt und der Ukraine-Krieg weiter tobt, richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf die Krim als das nächste wichtige Schlachtfeld. Ermutigt durch einige bemerkenswerte Siege gegen die russischen Aggressoren haben die Ukrainer:innen die Hoffnung geweckt, dass ihr Land sogar in der Lage sein könnte, die heftig umkämpfte Region Krim zurückzuerobern. Darüber berichtete unter anderem Newsweek.

Das Gebiet, eine Halbinsel an der Küste des Schwarzen Meeres, wurde 2014 illegal von Russland annektiert. Doch die Ukraine könnte nun sogar noch weiter gehen und das zurückfordern, was ihr einst gehörte. Am Sonntag (20. November) schwor der oberste ukrainische Berater Andriy Yermak, Leiter des Büros von Präsident Wolodomyr Selenskyi, die Halbinsel wieder unter ukrainische Kontrolle zu bringen. In einem Interview mit Journalist:innen deutete er an, dass eine Militäraktion auf der Krim bevorstehe.

Ukraine-Krieg: Russland hält Krim weiter für uneinnehmbar

Der Vorsitzende des Ausschusses für Verteidigung und Sicherheit des Föderationsrates, Viktor Bondarev, äußerte sich auf seinem Telegram-Kanal in den sozialen Medien zu den Behauptungen. Die in Moskau ansässige russische Nachrichtenwebsite Lenta zitierte ihn wie folgt: „Die Ukraine hat weder die Ressourcen, noch die militärischen Kräfte, noch die Unterstützung der Krimbewohner für die versprochene Offensive auf der Halbinsel. Auch der Westen wird keine wirklichen Anstrengungen unternehmen, um der Ukraine bei diesem Abenteuer zu helfen. Deshalb werden die Kiewer Behörden nicht über die Ebene der ‚Ankündigung‘ hinausgehen.“

Zuletzt wurden im Gebiet der Krim russische Rekruten auf den Einsatz in der Ukraine vorbereitet, doch beide Kriegsparteien rechnen wohl mit baldigen Rückeroberungsversuchen.
Zuletzt wurden im Gebiet der Krim russische Rekruten auf den Einsatz in der Ukraine vorbereitet, doch beide Kriegsparteien rechnen wohl mit baldigen Rückeroberungsversuchen. (Archivfoto) © Russian Defence Ministry/imago-images.de

Das kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Selenskyj erneut sagte, dass die Krim „ein Teil unseres Landes“ sei. Er deutete an, dass die Rücknahme der Krim von Russland die einzige Möglichkeit sei, den Krieg zu beenden. Tamila Tasheva, Selenskyjs oberste Beauftragte für die Krim, plant laut einem Bericht des Guardian vom vergangenen Monat eine ukrainische Übernahme. „Dies ist der Moment X. Im Moment geschieht alles auf eine Weise, die sich unvermeidlich anfühlt“, sagte sie. „Es wird vielleicht nicht morgen passieren, aber ich denke, es wird viel schneller gehen, als ich vor einem Jahr dachte“. (mse)

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